Produktionen

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In der Kombination von Archiv, professionellem Produktionsbetrieb und Labor für neue Formate erweist sich das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen als einzigartig.

Im Auftrag von TV-Anstalten, Theatern und Choreographen werden Produktionen über das aktuelle deutsche Tanzgeschehen und Features über spezifische Tanzthemen mit Hilfe der Deutschen Tanzfilmproduktions GmbH hergestellt. Redakteure, Filmemacher und Wissenschaftler nutzen das Archiv für ihre Tanzberichterstattung. Das Institut erstellt neben Videodokumentationen für Kompanien und Choreografen auch Multimedia- und Print-Produktionen.

Das Deutsche Tanzfilminstitut ist ein Belegarchiv, in dem die Bestände nur vor Ort einsehbar sind. Weitere Nutzungsmöglichkeiten ergeben sich nach Absprache mit den Rechteinhabern bei konkreten Anfragen.

 

Produktionen (Auswahl, chronologisch):

Solo mit Sofa, Reinhild Hoffmann Solo mit Sofa, Reinhild Hoffmann
Studiomittschnitt Theater am Goetheplatz
TV-Stückdokumentationen Theater Bremen, NDR Bremen DE 1982 00:23 h

„Solo mit Sofa“ bedeutete 1977 den Durchbruch für die Choreografin und Tänzerin Reinhild Hoffmann. Die Aufzeichnung des Stücks erfolgte einige Jahre später im Theater am Goetheplatz in Bremen, als Hoffmann, zusammen mit Gerhard Bohner, bereits Leiterin des Bremer Tanztheaters war. Die Machart des Films spiegelt die choreografische Intention wieder. Wie die Tänzerin unauflöslich über ihr Abendkleid mit dem Sofa verbunden ist, so ist der Film in einem Take, also ohne einen einzigen Schnitt, gedreht. Monochrom eingefärbt, lenkt er die Aufmerksamkeit umso deutlicher auf die Konturen des bewegten Faltenwurfs des Stoffes. Die Fernsehproduktion von Heide-Marie Härtel markiert zudem den ersten Schritt in der Produktion von Tanzdokumentationen, die später zur Gründung des Deutschen Tanzfilminstituts führten. Reinhild Hoffmann, deren eigene Tanzgeschichte auf den Ausdruckstanz zurückgeht, hat sich in „Solo mit Sofa“ der amerikanischen Performancekunst zugewandt, nicht zuletzt durch die Verwendung von John Cages „Empty Words“. In Bremen hat es sogar eine Aufführung gegeben, in der John Cage live mit der Tänzerin auftrat. (Irmela Kästner)

 

Regie, Kamera: Heide-Marie Härtel