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	<title>Deutsches Tanzfilminstitut Bremen &#187; Deutscher Tanzpreis</title>
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		<title>Deutscher Tanzpreis  2026. Tanz-Gala &amp; Preisverleihung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 18:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Heide-Marie Härtel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 28.02.2026; 18:00; ] &#160;
Der Dachverband Tanz Deutschland lädt zu einer glanzvollen Tanz-Gala am Samstag, den 28. Februar 2026 um 18 Uhr ins <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=32833" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dachverband Tanz Deutschland lädt zu einer glanzvollen Tanz-Gala am<br /> Samstag, den 28. Februar 2026 um 18 Uhr ins Aalto-Theater Essen ein.<br /> Das Programm präsentiert auch dieses Jahr die große Vielfalt des Tanzes: Zu<br /> Gast sind das Staatsballett Berlin, die MiR Dance Company Gelsenkirchen, der<br /> Choreograf und Tänzer Thomas A. Bradley und das Urban Dance Department &amp;<br /> Friends.</p>
<p> <br /> Im Rahmen der Tanz-Gala wird der <a href="https://www.deutschertanzpreis.de/home" target="_blank">Deutsche Tanzpreis </a>2026 an den Choreografen Christian Spuck verliehen. Ehrungen gehen an die Tanzwissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Brandstetter und den Butoh-Tänzer Tadashi Endo (posthum)<br /> Die Besucher*innen erwartet ein spannendes und abwechslungsreiches Gala-Programm:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>WATER ist ein kraftvoller Eröffnungsakt, in der das Urban Dance Department &amp; Friends die Essenz des Urban Dance auf die Bühne bringt. Mit 13 lokalen und internationalen Tänzer*innen verbindet die Choreografie von Souhail Jalti Hip Hop, Popping und Breakdance mit zeitgenössischem urbanem Ausdruck.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Uraufführung NOT BUTOH SOLO des Choreografen und Tänzers Thomas A. Bradley ist eine Referenz an Gabriele Brandstetter und Tadashi Endo zugleich und eine Reflexion über die anhaltende Faszination des Künstlers für das japanische Butoh.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Staatsballett Berlin zeigt gleich drei Stücke des Choreografen und diesjährigen Preisträgers Christian Spuck: Mit Beethoven greift Spuck die Stimmung des zweiten Satzes ‚Adagio un poco mosso‘ des Klavierkonzert Nr. 5 auf.</p>
<p>Nocturne repräsentiert mit seiner Verschmelzung von klassischen und zeitgenössischen Elementen die choreographische Handschrift von Christian Spuck in besonderer Weise. Christian Spuck brachte das Ballett Romeo und Julia 2012 in Zürich zur Premiere. Seine Interpretation der Balkonszene, das Balkon Pas de Deux aus Romeo und Julia, zählt zu den bewegendsten Momenten des Stücks.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die MiR Dance Company Gelsenkirchen zeigt Ausschnitte aus dem mitreißenden Zweiteiler Hasard &amp; Boléro von Sita Ostheimer mit Musik von Yehezkel Raz und Maurice Ravel und einen Ausschnitt aus Millennials des Choreografen Marcos Morau. „Millennials“ spürt nach, wie in der Ära der digitalen Revolution das Internet und soziale Netzwerke den Kern der Gesellschaft verändert haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tanz-Gala wird durch ein Grußwort des Kulturstaatsministers im Bundeskanzleramt Wolfram Weimer eröffnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Durch den Abend führt die Moderatorin Vivian Perkovic – bekannt u.a. vom 3sat-Magazin Kulturzeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tanz-Gala wird mit Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) angeboten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>***</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Tanz-Gala in Essen aufzeichnen zu dürfen.</p></p>
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		<title>Deutscher Tanzpreis 2024. Große Gala und Verleihung im Aalto-Theater</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 09:52:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 12.10.2024; 19:00; ] Im Rahmen der festlichen Tanz-Gala im Aalto-Theater hat der Dachverband Tanz Deutschland, am 12. Oktober 2024, den Deutschen Tanzpreis 2024 <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=32572" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>Im Rahmen der festlichen Tanz-Gala im Aalto-Theater hat der Dachverband Tanz Deutschland, am 12. Oktober 2024, den Deutschen Tanzpreis 2024 verliehen – die renommierteste Auszeichnung für den Tanz in Deutschland.<br />
Langanhaltender Applaus begleiteten die Ehrungen für Dieter Heitkamp (Ehrung für das Lebenswerk) sowie explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum (Ehrung für herausragende Entwicklung im Tanz) und für Sasha Waltz, die mit dem Deutschen Tanzpreis 2024 ausgezeichnet wurde.
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Preisverleihung und die Tanz-Gala präsentierten eindrücklich die emotionale und verbindende Kraft des Tanzes, begleitet von WDR-Moderatorin Siham El-Maimouni.<br />
Zu den Höhepunkten gehörten u. a. die Eröffnung des Abends durch das Aalto Ballett Essen auf heimischer Bühne mit einem Auszug aus dem Ballett „Carmen“, ein Ausschnitt aus dem Tanztheater „Chotto Desh“ der Akram Khan Company, ein Pas de deux aus „In the Middle, Somewhat Elevated“ von William Forsythe des Staatsballett Berlin und ein Auszug aus „Radical Cheerleading“ der Choreografin Zufit Simon. Die Tänzer*innen von Sasha Waltz &#038; Guests begeisterten das Publikum mit einem Ausschnitt aus „In C“, einer Choreografie von Sasha Waltz.
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Laudator*innen fanden berührende Worte für die Preisträgerin und die Geehrten. Nele Hertling, die 2018 mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet wurde, über Sasha Waltz: „Neben der Erarbeitung neuer Stücke, dem Spielbetrieb in Berlin, den zahlreichen Gastspielen ist Sasha Waltz auf vielen Ebenen aktiv, übernimmt Verantwortung für ihr gesellschaftliches Umfeld (…). Neben der künstlerischen Arbeit ist die Erschließung innovativer, spartenübergreifender Aufführungs- und Kreationsformen ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. (…) Die Company Sasha Waltz &#038; Guests steht mit ihrer künstlerischen Arbeit für eine demokratische, offene und diverse Gesellschaft mit der gemeinsamen Arbeit in der Begegnung mit dem Publikum und einer offenen Diskussion.“
</p>
<p>Der Theaterwissenschaftler Gerald Siegmund betonte, dass mit der Ehrung für das Lebenswerk an Dieter Heitkamp „(…) ein rastloser Künstler, ein innovativer Pädagoge, ein listiger Stratege und ein unermüdlicher Kämpfer für die Sache des Tanzes geehrt [wird]. (…) Er habe im Laufe seines „fast fünfzig-jährigen Einsatzes für den Tanz in Deutschland und darüber hinaus immer wieder furchtlos aus fast Nichts ganz, ganz viel gemacht. Als Künstler, als Pädagoge und als Mentor für zukünftige Generationen von Tänzerinnen und Tänzern.“
</p>
<p>Der Kulturpolitiker Helge Lindh (Mitglied des Deutschen Bundestages) betonte, dass explore dance künstlerisch und demokratisch organisiert sei, was den Zauber des Netzwerks ausmache. Die Gegenwart der Gesellschaft und die der jungen Menschen werde anerkannt und die Entwicklungskraft mitgedacht. explore dance leiste einen wunderbaren Dienst an der Demokratie, weshalb dieses Netzwerk gefeiert werden sollte.
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert die Gala zur Preisverleihung.</p></p>
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		<title>Tanzpreis-Kultursalon PACT Zollverein 2024</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 09:35:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 11.10.2024; ] Am Freitag, den 11. Oktober, fand um 19 Uhr zum Auftakt der Verleihung des Deutsche Tanzpreises der Kultursalon auf PACT <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=32573" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>Am Freitag, den 11. Oktober, fand um 19 Uhr zum Auftakt der Verleihung des Deutsche Tanzpreises der Kultursalon auf PACT Zollverein statt.  </p>
<p>Der Kultursalon bot den Besucher*innen die Möglichkeit, mehr über die Kunst und die Arbeit der diesjährigen Preisträgerin und der Geehrten zu erfahren und mit ihnen in Austausch zu kommen. Sasha Waltz erhält den Deutschen Tanzpreis 2024. Dieter Heitkamp wurde mit einer Ehrung für das Lebenswerk ausgezeichnet und explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum wurde für herausragende Entwicklung im Tanz geehrt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Abend wurde tänzerisch durch die explore dance-Produktion „Move More Morph It!“ bereichert, choreografiert von Anna Konjetzky. „Move More Morph It!“ ist eine mobile Pop Up- Produktion für junges Publikum ab 8 Jahre und stellt die Fragen: Wer, wie und was kann ich sein? Ein Körper vertont sich selbst und liefert damit den Soundtrack für eine Reise durch verschiedene Identitäten, Selbstentwürfe und fantastische Figuren. Große Effekte und feine Töne tricksen dabei die Wahrnehmung aus und wecken die Neugier auf einen kreativen Umgang mit Zuschreibungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Michael Freundt, Geschäftsführer des Dachverband Tanz Deutschland, führte durch das Programm und kam mit der Preisträgerin sowie den Geehrten auf der Bühne ins Gespräch. Die Laudationen für Dieter Heitkamp und explore dance sind Teil des Abends. Die Laudatio für Sasha Waltz wird am darauffolgenden Abend im Aalto-Theater Essen im Rahmen der festlichen Tanz-Gala gehalten. </p>
<p>Im Anschluss an den Kultursalon waren die Besucher*innen zu einem Empfang eingeladen, der zum Austausch und zum Verweilen einlud. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltung wurde mit Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Audiodeskription (AD) angeboten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert die Veranstaltung.</p></p>
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		<title>Deutscher Tanzpreis 2023 &#8211; Grosse Tanzgala und Preisverleihung</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 09:18:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 14.10.2023; ] Der Dachverband Tanz Deutschland lädt zu einer facettenreichen Tanz-Gala am Samstag, den 14. Oktober um 18 Uhr, ins Aalto-Theater Essen <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=32288" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dachverband Tanz Deutschland lädt zu einer facettenreichen Tanz-Gala am Samstag, den 14. Oktober um 18 Uhr, ins Aalto-Theater Essen ein. Mit einem abwechslungsreichen Programm wird die Vielfalt des Tanzes gefeiert und der Deutsche Tanzpreis 2023 verliehen. Zu Gast sind u. a. das Ballett der Semperoper Dresden, das Tanztheater Wuppertal, das Aalto Ballett, die Staatliche Ballettschule Berlin und das Folkwang Tanzstudio.</p>
<p>Die Veranstaltungen werden mit Audiodeskription (AD) und Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) angeboten. </p>
<p>PROGRAMM<br /> Die Staatliche Ballettschule Berlin eröffnet die Tanz-Gala mit „Better, Faster, Stronger“, choreografiert von Giorgio Madia. Die Schüler*innen des 6. bis 9. Ausbildungsjahres tanzen voller Energie zur Musik von Daft Punk.</p>
<p>Das Ballett der Semperoper Dresden wird den Abend mit zwei Duetten bereichern. Mit „FAUN(E)“ entwickelte der Choreograf David Dawson eine abstrakte, zeitlose und moderne Kreation und geht Fragen nach Dualität, Sexualität und Identität nach. „White Darkness“ ist Nacho Duatos choreographische Reflexion über die Auswirkung von Drogen und ihre Wirkung auf das menschliche Sozialverhalten</p>
<p>Mit „Sense of Wonder“ entwerfen die Choreograf*innen Lisa Rykena und Carolin Jüngst ein Expeditions-Szenario und appellieren an die Bereitschaft zu staunen. Ein Ausschnitt des Stücks wird als Video gezeigt.</p>
<p>Das Aalto Ballett wird mit „Mutual Comfort“ auf heimischer Bühne präsent sein. Der Choreograf Edward Clug besticht in „Mutual Comfort“ mit seiner ganz individuellen Bewegungssprache. Vier Tänzer*innen versuchen einander „gegenseitig Trost“ zu spenden. Doch jede Form der Kontaktaufnahme untereinander scheint zum Scheitern verurteilt.</p>
<p>In „Wandering Mind“, choreografiert von Renate Graziadei, dreht sich alles um Assoziationen und Stimmungen, die entstehen, wenn Gedanken wandern. Das Folkwang Tanzstudio wird einen Teil daraus zeigen – melancholisch, absurd und geheimnisvoll.</p>
<p>Das Tanztheater Wuppertal ist mit seinen Tänzer*innen mit einer Collage aus den Werken von Pina Bausch zu Gast. Es werden Ausschnitte aus „Vollmond“, „&#8230; como el musguito en la piedra, ay si, si, si &#8230;“ und „Kontakthof“ zu erleben sein.</p>
<p>Lutz Förster, einer der Preisträger des Deutschen Tanzpreises 2023, wird ein Solo aus „Nelken – Ein Stück von Pina Bausch“ tanzen.</p>
<p>Im Rahmen der Tanz-Gala verleiht der Dachverband Tanz Deutschland den Deutschen Tanzpreis 2023 an Malou Airaudo, Josephine Ann Endicott, Lutz Förster und Dominique Mercy. Die Laudatio hält die Schauspielerin Mechthild Grossmann. Die sehbehinderte Performerin Sophia Neises erhält eine Ehrung für herausragende Entwicklung im Tanz. Tanzpädagoge Peter Appel wird für sein Lebenswerk geehrt.</p>
<p>Weitere spannende Beiträge ergänzen das vielseitige Programm.</p>
<p>Deutsche Gebärdensprache: Elisabeth Brichta und Esther Schuler</p>
<p>Audiodeskription – Hörbeschreibungen für blindes / seheingeschränktes Publikum<br /> Text und Live-Beschreibungen: Jutta Polić, Felix Koch<br /> Redaktion: Johanna Krins<br /> Tonregie und Technik: Dietrich Petzold, mit freundlicher Unterstützung des Berliner Spielplans Audiodeskription, ein Projekt von Förderband e.V. – Kulturinitiative Berlin</p>
<p>***</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert auch in diesem Jahr die Tanzgala mit Preisverleihung.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Peter Appel erhält Deutschen Tanzpreis für sein Lebenswerk</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 13:45:12 +0000</pubDate>
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&#8220;Nicht nur erreichen Ballettmeister oft ein hohes Alter, sie arbeiten häufig auch viel länger, als sie müssten. Peter Appel <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=32326" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Nicht nur erreichen Ballettmeister oft ein hohes Alter, sie arbeiten häufig auch viel länger, als sie müssten. Peter Appel ist einer von ihnen, ein später berühmter Nachfahre der großen Ballettmeister im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts, von Jean Georges Noverre, Jules Perrot, Auguste Vestris, oder Marius Petipa. Am 08. September 2023 wird er 90 Jahre alt, und wirklich im Ruhestand ist er noch nicht sehr lange. Insofern ist es allemal noch rechtzeitig, ihn erst jetzt, im Jahr 2023, mit dem Deutschen Tanzpreis für sein Lebenswerk als Ballettmeister und Trainingsleiter auszuzeichnen.&#8221; Frankfurter Allgemeine 8.9.2023 <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/peter-appel-dem-ballettmeister-zum-neunzigsten-19157941.html" target="_blank">Link zum FAZ-Artikel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sabrina Sadowska, Ballettdirektorin der Städtischen Theater Chemnitz, betont als Laudatorin, dass bei Peter Appel „(…) immer der Mensch im Mittelpunkt steht.“ Peter Appel sei seiner Zeit einen großen Schritt voraus gewesen und der Dialog mit seinen Schülerinnen und Schülern für ihn essenziell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen produziert anläßlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Peter Appel einen Kurzfilm zum Wirken des Ballettmeisters. Der Film hat im Rahmen der Tanz-Gala am 14.10.2023 im Aalto-Theater in Essen seine Premiere.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verleihung des Deutschen Tanzpreises 2022</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 11:33:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 15.10.2022; ] Der Deutsche Tanzpreis ist der renommierteste Preis für Tanz in Deutschland und wird seit 1983 jährlich im Rahmen einer feierlichen <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=31827" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>Der Deutsche Tanzpreis ist der renommierteste Preis für Tanz in Deutschland und wird seit 1983 jährlich im Rahmen einer feierlichen Tanz-Gala vergeben. </p>
<p>Am 15. Oktober fand die Preisverleihung des Deutschen Tanzpreis 2022 im Aalto-Theater Essen statt. Mit einem vielfältigen Programm und internationalen Gästen wurde die Vielfalt des Tanzes und die Kunst der Preisträger*innen gefeiert.</p>
<p>Das facettenreiche Programm  dreht sich in diesem Jahr ausschließlich um die Preisträger*innen. Gleich zwei Stücke von Marco Goecke sind Teil des Programms. Lilith Hakobyan vom Staatsballett Hannover tanzt zu Musik der Sängerin Barbara das Solo Tué, das Marco Goecke 2009 als Würdigung ihres jahrelangen Engagements für den Tanz der Prinzessin Caroline von Monaco widmete. Rosario Guerra und Louis Steinmetz, ebenfalls vom Staatsballett Hannover, präsentieren außerdem Marco Goeckes Duett Midnight Raga, dessen Titel auf die klassische indische Musik zurückgeht.</p>
<p>Christoph Winkler zeigt sein Stück Coming together zur Musik der gleichnamigen Komposition von Federic Rzewski, gespielt vom internationalen Zafraan Ensemble. Tänzer*innen aus den Niederlanden, Nigeria, Neuseeland und Deutschland setzen sich mit dem Köper in Aufruhr auseinander und erforschen das Potenzial des Körpers für Protest.</p>
<p>Reinhild Hoffmann begibt sich in ihrer eigens für den Anlass kreierten Performance Solange man unterwegs ist… auf die Reise in ihre künstlerische Vergangenheit und lässt ihr Werk der letzten Jahrzehnte in der Gegenwart erfahrbar werden.</p>
<p>Der im Rahmen des Förderprogramms Chance Tanz des Vereins Aktion Tanz entstandene Film WE LIVE IN A STRANGE WORLD &#8211; a dance film inspired by the speeches of Greta Thunberg von Christin und Carola Schmidt wird als Beispiel für die Arbeit des Vereins präsentiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen freut sich, die Gala anläßlich der Verleihung des höchsten Preises für Tanz in Deutschland auch in diesem Jahr filmisch zu dokumentieren.</p></p>
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		<title>Kultursalon Essen im Rahmen des Deutschen Tanzpreises 2022</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2022 14:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Heide-Marie Härtel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 14.10.2022; ] &#160;
Die Tanzpreisträger:innen 2022 im Gespräch über ihr Werk mit : Marco Goecke, Christoph Winkler, Reinhild Hoffmann und die Aktion <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=31802" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tanzpreisträger:innen 2022 im Gespräch über ihr Werk mit : Marco Goecke, Christoph Winkler, Reinhild Hoffmann und die Aktion Tanz Company erzählen uns von ihrer Forschung und ihren Inspirationen.</p>
<p>DEUTSCHER TANZPREIS 2022<br /> KULTURSALON 14.10.2022 / 19 Uhr<br /> PACT Zollverein</p>
<p>Moderation:<br /> Michael Freundt &amp; Brit Rodemund</p>
<p>19:00 Begrüßung durch Moderation und Muchtar Al Ghusain (Beigeordneter der Stadt Essen für Jugend, Bildung und Kultur)</p>
<p>19:05 Talkrunde mit Marco Goecke und Reinhild Hoffmann</p>
<p>Vorstellung des Laudators Reid Anderson</p>
<p>19:07 Laudatio auf Marco Goecke als Video von Reid Anderson (8-10 Min.)<br /> 19:15 Gespräch mit den Laudator*innen und Preisträger*innen (20 Min.)</p>
<p>Vorstellung der Laudatorin Hedwig Müller</p>
<p>19:35 Laudatio auf Reinhild Hoffmann von Hedwig Müller<br /> 19:45 Gespräch mit den Laudator*innen und Preisträger*innen<br /> 20:05 PAUSE</p>
<p>20:30 Talkrunde mit Christoph Winkler und Aktion Tanz</p>
<p>Vorstellung der Laudatorin Elisabeth Nehring</p>
<p>20:32 Laudatio auf Christoph Winkler von Elisabeth Nehring<br /> 20:40 Gespräch mit den Laudator*innen und Preisträger*innen</p>
<p>Überleitung zu Aktion Tanz<br /> Vorstellung der Laudatorin Madeline Ritter</p>
<p>21:00 Laudatio auf Aktion Tanz von Madeline Ritter<br /> 21:10 Gespräch mit den Laudator*innen und Preisträger*innen<br /> 21:30 Verabschiedung</p>
<p>Ab 21:30 Empfang und Ausklang mit Musik im Foyer</p>
<p>&nbsp;</p></p>
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		<title>Andrea Peña &amp; Artists 6.58: MANIFESTO &#8211; Festival TANZ Bremen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2022 09:15:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 08.05.2022; ] &#160;
&#8220;Wenn alle rumsitzen, an Klamotten zupfen oder rumhüpfen, wie um den Kreislauf in Gang zu bringen, und dann steht <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=31656" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Wenn alle rumsitzen, an Klamotten zupfen oder rumhüpfen, wie um den Kreislauf in Gang zu bringen, und dann steht einer nur, dann steht noch eine, ganz aufrecht. Später alle. In Erwartung. In Bereitschaft. Das ist der Beginn der Sendung. Die Tänzerinnen und Tänzer empfangen nun und tun, wie geheißen. Im dreiteiligen 6.58: MANIFESTO der kanadischen Choreograﬁn Andrea Peña sind es unterschiedliche Ansagen oder Stimmen und Stimmungen, denen sie sich unterwerfen. Und wer je einen Tanzkurs besucht hat, kennt das „Five, six, seven, eight!“-Kommando. Ob Zahlen, Töne, Beats oder Walzertradition, sie nehmen den sieben Personen hier auf der Bühne das Entscheiden ab. Dabei entstehen Wiederholungen, Reihungen, Paarungen. Keine Geschichten. Nur die Körper werden erschöpft. Aber schon recken sie wieder die Arme, stolzieren, krümmen sich, knien.&#8221; <a href="https://www.tanz-bremen.com/programm/andrea-pena-artists-kanada/" target="_blank">TanzBremen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.andreapena.net/" target="_blank"><strong>ANDREA PEÑA</strong></a>, gebürtig in Kolumbien, arbeitete in Kanada als Tänzerin unter anderem beim Ballet BC und Les Ballets Jazz de Montréal, studierte Industriedesign und gründete 2014 ihre eigene Kompanie ANDREA PEÑA &#038; ARTISTS in Montréal. Als jemand, die in zwei Kulturen lebt, interessieren sie die Zwischenbereiche, sagt sie. In denen wolle sie graben, „und auf der Bühne die Beziehung aufzeigen zwischen Bekanntem und Unbekanntem“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert die Europa-Premiere.</p></p>
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		<title>Deutscher Tanzpreis 2021. Die Gala</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2021 15:22:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[ 24.10.2021; ] Am Samstag, den 23. Oktober 2021, wird der Deutsche Tanzpreis im Essener Aalto-Theater verliehen – die renommierteste Auszeichnung für den <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=31551" class="read_more"> [...mehr]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>Am Samstag, den 23. Oktober 2021, wird der Deutsche Tanzpreis im Essener Aalto-Theater verliehen – die renommierteste Auszeichnung für den Tanz in Deutschland. Die Preisverleihung ist eingebettet in ein hochkarätiges Tanz-Galaprogramm mit Beiträgen aus dem klassischen Ballett, dem Tanztheater und dem zeitgenössischen Tanz.</p>
<p>Den Deutschen Tanzpreis 2021 erhält die Gründerin und Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen Heide-Marie Härtel. Mit ihrem Lebenswerk verbindet sich eine weltweit herausragende Institution und der Impuls, Tanz im Medium des Films festzuhalten und zu neuem Leben zu erwecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ehrungen erhalten außerdem die Ballettpädagogin Ursula Borrmann, die Choreografin Claire Cunningham sowie der Gewerkschafter Adil Laraki.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu den Höhepunkten des Abends gehört u. a. das vom Stuttgarter Ballett getanzte Pas de Deux aus John Crankos „Eugene Onegin“ sowie Reinhild Hoffmanns „Solo mit Sofa“.</p>
<p>Durch den Abend begleitet Siham El-Maimouni, Moderatorin beim Westdeutschen Rundfunk.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Details zum<strong> Programm der Gala</strong> finden Sie <a href="https://www.deutschertanzpreis.de/veranstaltungen/preisverleihung-/-tanz-gala" target="_blank"><strong>hier [klicken]</strong>.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das <strong>Ticket für das Live-Streaming</strong> kann online unter folgendem <a href="https://www.eventbrite.de/e/deutscher-tanzpreis-2021-tickets-166287537501" target="_blank"><strong>Link</strong></a> erworben werden: <a href="https://www.eventbrite.de/e/deutscher-tanzpreis-2021-tickets-166287537501" target="_blank"><strong>Hier klicken</strong>.</a>
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wahlweise können Sie folgenden Link kopieren: https://www.eventbrite.de/e/deutscher-tanzpreis-2021-tickets-166287537501</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen freut sich in diesem Jahr besonders, die Gala filmisch zu dokumentieren.
</p></p>
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		<title>Geteilte Blicke. Ein Interview von Claudia Henne mit Heide-Marie Härtel</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2021 17:48:17 +0000</pubDate>
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Das Gespräch der Tanz-Journalistin mit der diesjährigen Tanzpreisträgerin veröffentlicht die Zeitschrift &#8220;<strong>tanz <a href="https://www.deutsches-tanzfilminstitut.de/?p=31542" class="read_more"> [...mehr]</a></strong>&#8220; in ihrer aktuellen Ausgabe. Hier]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em></em></p>
<p>Das Gespräch der Tanz-Journalistin mit der diesjährigen Tanzpreisträgerin veröffentlicht die Zeitschrift &#8220;<a href="https://www.der-theaterverlag.de/tanz/aktuelles-heft/" target="_blank"><strong>tanz</strong>&#8220;</a> in ihrer aktuellen Ausgabe. Hier stellen wir Ihnen das komplette Interview vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Liebe Heidi, so viel wie in diesem Jahr, in dem Dir der Deutsche Tanzpreis 2021 in Anerkennung Deiner unermüdlichen Arbeit für den Tanz, für die Dokumentation des Tanzes zugesprochen worden ist, hast Du sicher schon lange nicht mehr über Dein Leben, Deine Lebensstationen nachdenken und reden müssen.<br />
Ich möchte unser Interview mit Deiner existentiellen Entscheidung beginnen, 1978 die Bühne zu verlassen, nicht mehr zu tanzen. Du warst 28 Jahre alt. War Dein Alter ausschlaggebend? Oder was war der Grund?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit meinen 28 Jahren hatte ich schon fast ein ganzes Tänzerleben hinter mir. Angefangen mit fünf Jahren in einer privaten Ballettschule in Saarbrücken, bei der ich mit meinem Tanzpartner Jürgen Linn bereits im Alter von 15 Jahren die Originalchoreographien der Pas de deuxs aus Schwanensee und Don Quichote tanzen durfte. Dann die Superlehrer wie Kurt Peters und Peter Appel in Köln, die uns stilsicher und auch modern machten. Kresnik war die logische Folge, aber auch grundsätzlich ein Abschluss. Ich vermisste nach sechs Jahren in seiner Compagnie die demokratischen Reformen, die im Schauspiel längst begonnen hatten. Die Rolle der Frauen im Tanz war für mich selbst bei Pina Bausch noch nicht zeitgemäß. Das gab’s erst Jahre später für mich bei Keersmakers “Rosas tanzt Rosa”.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Du hattest Dich 1971 voller Überzeugung und Elan Johann Kresnik und seinem politischen Tanztheater in Bremen angeschlossen. Wolltest Du Politik und Tanz in Deinem Leben zusammenbringen?<br /></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte bereits 1970 gemeinsam mit meinem damaligen Lebensgefährten Pierre le Page für die letzte Vorstellung der Abschlussklasse ein Stück gemacht, in dem wir die Herkunft und Bedeutungsebenen des klassischen und modernen Balletts an einem choreographierten Gruppenstück demonstrieren wollten. Dazu kamen eingesprochene Texte, die den historischen Entstehungszusammenhang verschiedener Tanztechniken herstellten: Die französische Monarchie unter Ludwig XIV., in der der König sich als Zentrum der Welt zelebrierte für das klassische Ballett und die Psychoanalyse in den 1930er Jahren in der Zeit der Entwicklung der Graham Technik. Dazu Adorno-Zitate. Unser Stück war als Hommage an die Lehrer gedacht mit dem Tenor: Ja, wir haben verstanden! Leider durfte es nicht aufgeführt werden. Die Lehrer hatten Angst, daß die Ballettdirektoren, die zu diesen Abschluss Abenden kamen, abgeschreckt werden könnten von solch aufgeklärten, mündigen Studenten. Der Wunsch zu Kresnik zu gehen war nur konsequent.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Würdest Du rückblickend sagen, eine typische Entwicklung für deine Generation, die sich Mitte/Ende der 60er Jahre politisch engagierte, radikalisierte? Du bist 1950 in Saarbrücken geboren worden.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Typisch wofür? Für eine Generation vielleicht aber nicht für die damalige Tänzer Landschaft in Westdeutschland. Wir befanden uns in einer Zeit des (klassisch geprägten) “Deutschen Ballettwunders” aus Stuttgart. Eine eigene Traditionslinie des Ausdruckstanzes war durch seine Verquickung mit dem Nationalsozialismus quasi ausradiert worden, obwohl viele Choreographen und Tänzer sich jener Zeit per Emigration durchaus verweigert hatten.<br /> Fünf Jahre nach dem Kriegsende geboren, gehörte ich zu einer Generation, die ihre Eltern noch gefragt hat, wo wart ihr 1939 bis 1945? Ausgangspunkt meiner Politisierung war der Spagat zwischen den Filmen über die Judenverfolgung, die ich in der Schulzeit sah, und dem Beharren der schlesischen Flüchtlinge in Saarbrücken, einer davon mein Vater, dass sie nur die Opfer wären, die ihre Heimat verloren und nicht auch Mit-Täter, die Hitler auch als einfache Soldaten unterstützt hatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie politisch war der Tanz damals – jenseits von Kresnik? Du selbst hattest eine klassische Tanzausbildung in Köln hinter Dir.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tanz, den ich kannte, war extrem unpolitisch, es sei denn, man hält die zaghafte Annäherung von Choreographen an die kulturelle Umwälzung in der Musik der 68er für politisch. Meine Lehrer Kurt Peters und Peter Appel waren aber sehr politisch und insbesondere pazifistisch eingestellt &#8211; und da galt auch in der Schule “Augen auf!”.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ende der 70er Jahre war die „rote“ Universität Bremen, an die Du Dich dann eingeschrieben hast, noch jung. Spielte das für Deine Entscheidung eine Rolle?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die “rote Uni” spielte eine große Rolle für mich. Bereits während meines Engagements als Tänzerin in Bremen ging ich ein oder zweimal die Woche zwischen den damals noch geteilten Proben zu Vorlesungen. Mich faszinierten die Thesen von Marx, die Diskussionen um die Ungleichheit in der gesellschaftlichen Bewertung von geistiger und körperlicher Arbeit und die Rolle der Kultur bei der zivilisatorischen Zurichtung unserer Körper.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In Deiner Magisterarbeit in den „Kulturwissenschaften“ hast Du Dich mit “Choreografie und Körperwissen,- Äußere Bedingungen und innere Umstellungen der Entwicklung einer Kulturtechnik” beschäftigt – worum ging es Dir in dieser Arbeit?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wollte die Mythen um das Ballett als “die reine Kunst” entzaubern und den Blick für physiologische und gesellschaftliche Umstellungen ästhetischer Entscheidungen frei machen. Einfachstes Beispiel: Warum drehen klassische Tänzer ihre Füße und Beine so stark auswärts? Nicht etwa weil das schöner aussehe, sondern weil nur so der Aktionsradius der Beine maximal erweitert werden kann und die extreme Limitierung durch das Aneinanderstoßen von Becken- und Oberschenkelknochen überwindbar wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hast Du mit diesem Wissen durch das Kameraauge geblickt?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses Wissen hilft Dir kaum, eine Kamera zu führen. Ich habe mich mehr leiten lassen von einer Philosophie des Zeigens. Ich konnte schon als Kind und auch noch heute kaum etwas Schönes oder Interessantes genießen, wenn ich es alleine tun mußte. Ich wollte und will es immer mit anderen teilen können. Die Kamera war für mich ein Mittel, dies zuverlässig zu garantieren, wenn auch zeitversetzt. Mein Blick auf die Bühne durch die Optik einer Kamera wollte das Gesehene nicht entzaubern, sondern es vielmehr wie ein Bodyguard schützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Du hast Dich parallel zum Studium mit der Technik und Methodik des Filmens auseinandergesetzt – was hat Dich gereizt, Dich mit Filmen zu beschäftigen?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mein damaliger Lebensgefährte steuerte auf eine Filmkarriere zu und machte ein Volontariat bei Radio Bremen. Zelluloidfilm kam für die Bühne aus Kostengründen kaum in Frage, deshalb kaufte ich mir in der Städtischen Pfandleihe 1976 eine der ersten transportablen Videoanlagen, die eigentlich für Sportaufnahmen entwickelt worden war und sich im Nachhinein als Diebesgut herausstellte. Geschnitten wurde mit einer umfunktionierten Seifendose, die es mit einem eingenbastelten Lichtschalter erlaubte, zwischen zwei Zuspielern zu wählen.<br /> Filmisch geprägt waren wir von der französischen Novelle Vague, Filmen wie “Z” von Costa Gavras und den frühen Filmen von Rainer Werner Fassbinder, der im gleichen Jahr meines Engagement am Bremer Theater sein Stück “Bremer Freiheit” über die 15-fache Mörderin Gesche Gottfried gemacht hatte,- für Bühne und später auch für Film.</p>
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<p><strong>Bereits ein Jahr nachdem Du die Bühne verlassen hattest, gaben Dir Reinhild Hoffmann und Gerhard Bohner, die 1979 die Nachfolge von Kresnik in Bremen angetreten hatten, den Auftrag die Sparte Tanz mit der Videokamera zu begleiten. Was hieß das genau?</strong></p>
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<p>Es war ein enormes Spielfeld, das sie mir als filmischen Laien überlassen haben. Ich konnte anfangs nur während der Proben filmen. Den Stückablauf hatte ich mir oft auf einen Walkman gesprochen und während des Drehs abgerufen. Die Bezahlung durch das Theater war so bescheiden, dass die Tänzer mir bei der Filmpräsentation ungefragt ein Couvert mit gesammeltem Geld überlassen haben.</p>
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<p>Reinhild Hoffmann traute mir als ehemalige Tänzerin dieses Ensembles einiges zu, sodass sie mir die Aufzeichnung ihres berühmten “Solos mit Sofa” für den NDR übergab. Ich wollte die Kameraarbeit dann einer der ersten professionellen Kamerafrauen des deutschen Fernsehens, Amadou Seitz, übertragen. Amadou Seitz winkte nach Ansicht meiner laienhaften Premiere Aufzeichnung von 1977 ab mit der Begründung, das könne ich selbst. Sie wurde meine engste Beraterin nicht nur während dieses Drehs. Nach der TV-Premiere des 100-minütigen Porträts über Reinhild Hoffmann “Die Sinnlichkeit des Boxhandschuhs” 1985 für das Hauptprogramm des ZDF, fragte mich ein Tänzer: “Wann hast Du das denn gedreht?” Trotz der großen Fernsehkamera auf der Schulter wurde ich während der dreimonatigen Dreharbeit wohl immer noch als Kollegin, als Teil der Compagnie wahrgenommen. Ein Heimvorteil im weitesten Sinne.</p>
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<p><strong>Ende der 70er Jahre war es keineswegs selbstverständlich Tanzaufführungen aufzuzeichnen – hast Du Neuland betreten?</strong></p>
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<p>Ja, schon, das geschah aber nicht bewusst. Für uns in den 70ern im Bremer Theater war es Alltag, ein Fernsehteam im Ballettsaal zu haben. Kresniks Stücke und das Umfeld mit Wilfried Minks, Peter Zadek, Rainer Werner Fassbinder etc. unter Kurt Hübner haben dafür gesorgt, dass die Theater Revolution der damaligen Zeit, die in Bremen geschah, bundesweite Aufmerksamkeit erregte. Aber was blieb außer diesen kurzen drei- bis sechs-minütigen Magazin Beiträgen? Ganz anders die Situation in der Folkwangschule zur damaligen Zeit. 1975 gab Pina Bausch die Leitung des Folkwang Tanzstudios an Susanne Linke und Reinhild Hoffmann. Die Publikumsnachfrage blieb mäßig in Wuppertal und Essen-Werden. Das später weltberühmte deutsche Tanztheater à la Folkwang litt unter Geburtswehen. Was lag näher für mich, als auf die Bitten der früheren Kollegen zu reagieren und ihre Stücke mit meiner kleinen S/W-Kamera aufzuzeichnen.<br />
Das Tanztheater oder das Choreographische Theater, wie Kresnik es bezeichnete, folgte anderen Kunstsparten wie dem Autorenfilm der 60er Jahre und dem Regietheater. Die enge Bindung an eine Stoffvorlage, einen literarischen Text, eine festgelegte Choreographie wurde zugunsten aller beteiligten Kreativen aufgegeben. Bei Kresnik waren es die Agit Prop-Anleihen, bei Bausch, Hoffmann und Linke die Improvisationen der Tänzer, die jedes neue Stück bereicherten, aber oft nur eine Spielzeit gezeigt wurden. Wer würde uns als junge Tänzer 20 Jahre später glauben, dass wir 1971 mit Holz Gewehren auf der großen Stadttheaterbühne standen und gegen den Vietnam-Krieg tanzten?</p>
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<p><strong>1982 hast Du gemeinsam mit Monika von Behr die Medienfirma “MOVI” gegründet, 1988/1989 das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen gemeinsam mit Susanne Schlicher als non-profit-Organisation. Erinnerst Du Dich an den Moment, wo Du merktest, dass mit dem Filmen geht jetzt richtig los? Ich kann mit einem kleinen Team Tanzaufführungen landauf, landab aufzeichnen, die Compagnien brauchen Aufzeichnungen?</strong></p>
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<p>Im Grunde war das eher ein schleichender Prozess. Im gleichen Tempo, indem ich mir angeeignet habe, wie man Film für den Tanz angemessen nutzt, entwickelte sich bei Choreographen ein Bewusstsein dafür, welche Hilfestellungen ein Video während ihres Arbeitsprozesses und danach sein konnte. Im gleichen langsamen Tempo, indem das Fernsehen sich dem Medium Tanz in den 90ern näherte, konnte ich lernen, wie man TV-gerecht arbeitet. Das 1. Tele-Tanzjournal war von 3Sat zum Beispiel als unrealisierbar abgelehnt worden. Wir haben uns von dieser Ablehnung nicht beeindrucken lassen und schnitten nachts oder an den Wochenenden in einem Bremer Studio, das uns solange nichts kostete, wie es keinen Auftraggeber gab. Das hat die Schnittphase auf bald 2 Monate verlängert. Ich konnte diese Zeit gut nutzen, um von Cuttern und TV-Profis zu lernen, wie man was machen kann. Als das 1. Tele Tanzjournal dann fertiggestellt war, hat 3sat es gesendet, ohne einen einzigen Schnitt geändert zu haben.<br /> Die wichtigste Rolle spielte aber letztendlich das Vertrauen der Choreographen und Tänzer, die mir die Chance gegeben haben, ihre Arbeiten zu dokumentieren.</p>
<p><strong>Hast Du von Beginn an daran gedacht, mit diesen Kassetten ein Tanzfilmarchiv aufzubauen?</strong></p>
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<p>Wann wird aus einer privaten Sammlung ein Archiv? Wenn ein berühmter Choreograph dir seine eigene Videosammlung anbietet, wie Gerhard Bohner 1990, oder wenn man beginnt, seine Aufzeichnungen systematisch auf einer eigens dafür erfundenen Datenbank mit den Daten von Tanzgeschichte und Werk zu verbinden? Wenn man die Chancen von Video, das Material mehrfach zu bespielen, gar nicht nutzt, sondern alle Aufnahmen sorgfältig aufbewahrt? Es gibt ja ein wunderbares Tanzarchiv,- in Köln, gegründet von meinem Lehrer und Mentor Kurt Peters. Aber es gab noch kein produzierendes Filmarchiv für Tanz. Das hatte ich mir seit meiner Studienzeit in Köln gewünscht, die Filme zu den tollen Büchern der Peters-Sammlung zu sehen. Dass ich es selbst einmal realisieren würde, da musste ich auch erst hineinwachsen.<br /> Spätestens seit unseren Digitalisierungsprojekten großer Bestände aus dem Stuttgarter Ballett, dem Staatsballett Berlin und Bayern sowie dem Hamburg Ballett kann man unsere Sammlung nicht mehr auf die Geschichtsschreibung der Entwicklung des westdeutschen Tanztheaters festlegen. Bei uns treffen sich der klassischer und moderner Tanz auf Augenhöhe.
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<p><strong>Anfang der 80er ( 90er !!) Jahren zeigten sich Fernsehanstalten offen für Tanz; das Goethe-Institut schickte Dich mit Deinen Kassetten durch die Welt, um die deutsche Tanzgeschichte vorzustellen – war der Tanz endlich im Kultur Establishment angekommen?</strong></p>
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<p>Für das Ausland mit seinen über 100 Goethe-Instituten sah das fast so aus. In Deutschland selber wohl kaum. In meinen über 100 Film Vorträgen und vielen Workshops im außereuropäischen Ausland, oft als “Vorgruppe” zu Gastspielen des westdeutschen Tanztheaters, war völlig klar: das Tanztheater bot vielen Tänzern vor allem in den asiatischen, aber auch in den Osteuropa und in Südamerika, Anknüpfungspunkte, um aus der eigenen Erstarrung herauszukommen.
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<p> Meine persönlichen Begegnungen vor Ort mit Tänzern des Bolschoi Balletts in Moskau, mit Merce Cunningham in New York und Chandralekha in Madras, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, haben meinen Tanz Horizont sehr erweitert und mir die Bedeutung von tanzkultureller Bildung über Medien immer klarer gemacht.<br /> Das deutsche Fernsehen kommt dagegen seit Beginn seiner Existenz seinem Kulturauftrag in Bezug auf Tanz kaum nach. Von 1993-2007 durften wir alle 2 Jahre mit unserem jeweils 90-minütigem Tele-Tanzjournal über die Entwicklungen der Sparte berichten. Der frühe Tod des Redakteurs Jo Schmidt war leider das Ende dieser Sendereihe. Der Theaterkanal des ZDFs, für den wir ebenfalls viel produziert haben, wurde abgeschafft.</p>
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<p><strong>Welche Folgen hatte der Wechsel vom analogen zum digitalen Arbeiten im Film für Dich? Für das Tanzfilminstitut?</strong></p>
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<p>Jede technische “Revolution” habe ich im Team mit technikaffinen männlichen Mitarbeitern zuerst damit beantwortet: “O.K. Ich besorge die Technik, aber bedienen müsst ihr sie.” Am Ende musste ich alle Innovationen, ob bei Kameras, analogen oder digitalen Schnitt selber nachvollziehen. DIe Choreographen kamen an Wochenenden oder spät nach der Probe, um die Schnittarbeiten “abzunehmen”. Das habe ich keinem Mitarbeiter regelmäßig zugemutet.<br /> Es gelang uns, auf dem Niveau der Fernsehtauglichkeit zu bleiben, war aber eigentlich unbezahlbar. Heute ist das Dreh Equipment günstiger, dafür sind aber die archivarischen Vorkehrungen, die man für den Langzeit Erhalt der Materialien braucht, umso kostspieliger.</p>
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<p><strong>Mittlerweile ist das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen ein eingetragener Verein, Du bist die künstlerische Leiterin und im Forum am Wall lagert die größte Tanzfilm Sammlung der Welt – wie fühlt sich das eigentlich an, täglich durch sein Lebenswerk zu laufen?</strong></p>
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<p>Das Wort “Lebenswerk” habe ich bis zu diesem Jahr nicht wahrhaben wollen. Die Sammlung ist das Werk vieler, in dessen Zentrum ich durchaus beharrlich stehe. In der Mitte einer der liebenswertesten Städte des Landes, seit fast 20 Jahren das Büro und eine ganze Etage des ehemaligen Polizeidirektors dank der Förderung durch das Land Bremen und des Bundes mieten zu können, das ist ein großes Geschenk. Jeder Arbeitstag beginnt mit diesem Glücksgefühl. Hier trifft sich nicht nur die Bremer Tanzwelt.</p>
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<p><strong>Du hast in einem Interview gesagt: „All das, was hier im Tanzfilminstitut ist, ist eigentlich ein Befreiungsakt für den Tanz, um was Neues zu machen!“ Wie meinst Du das?</strong></p>
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<p>Tanz und Film sind wie Malerei und Fotografie ein Geschwisterpaar, das sich seit Beginn des Aufeinandertreffens gegenseitig in ihrer Entwicklung beflügelt hat. Der Film begann mit Bewegungsstudien und der Stummfilm kam ohne den Tanz als Mittel, die noch stockenden Bewegungen der Film Bilder zu überdecken, kaum aus. Die Malerei hat ihre Verantwortung für die Abbildung der Realität an der Garderobe der Kunstgeschichte abgegeben und so erst Impressionismus und Expressionismus ermöglicht. Der Film hat es geschafft, Bewegungen aus der nur persönlichen Erinnerung der Tanzenden zu befreien. Benjamins These vom “Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit” von 1935 erwähnt zwar die Bedeutung des Films auf die Kunstsparte Tanz nicht definitiv, aber die explosionsartig sich entwickelnde Tanzrevolution nach der letzten Jahrhundertwende in Amerika und Deutschland ist ohne die Erfindung des Film kaum denkbar. Heute stehen wir mit der Digitalisierung und neuen, nicht nur zweidimensionalen Abbildungsformen der Realität vor neuen Fragen, die auch Rückenwind für neue Entwicklungen im Tanz bedeuten können und das nicht nur in Nutzung der Neuen Medien, sondern vielleicht auch in ihrer strikten Ablehnung.</p>
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<p><strong>Du bist einerseits Kamerafrau, Regisseurin, Autorin, Produzentin und andererseits Dokumentaristin/Archivarin – sprich Du hast die deutsche Tanzgeschichte seit den 70er Jahren in Kopf und Körper, auf Kassetten und in digitaler Form in Deiner Nähe. Damit nicht genug. Du hast den Verbund Deutscher Tanzarchive mitbegründet und bist Vorstandsmitglied im Dachverband Tanz Deutschland. Sprich Du kennst Tod und Teufel. Da drängt sich förmlich die Frage auf, ob es etwas außerhalb des Tanzes gibt, dass Du mit so viel Energie und Leidenschaft betreibst?</strong></p>
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<p>Schwierige Frage. Hinter den Kulissen von Kameraarbeit, Schnitt, Regie und kulturpolitischer Arbeit verbringe ich oft Tage damit, die archivarischen Strukturen zu verbessern, Datenbankprobleme zu lösen, neue Softwares zu lernen. Das könnte auch wie eine Leidenschaft daher kommen. Zu analogen Zeiten war das noch das Löten von Kabeln oder Steckfeldern, das heutzutage von einem Profi sicher besser erledigt wird.<br /> Noch andere Leidenschaften so nebenbei zu betreiben,- das geht kaum. Ich würde gerne mehr für meine Lebenspartnerin, für Freund*innen und Familie da sein. Aber wie soll das gehen, wenn ein freies Wochenende oft genug zum Jahresurlaub deklariert werden muss. Was besser gelingt und meinen Leidenschaften auch entspricht, ist das Hören von klassischer Musik und von Hörbüchern der klassischen Literatur. Und ich koche gerne.</p>
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<p><strong>Ich bin sicher, Du hast Dich lange nicht so intensiv mit Deiner Vita beschäftigt, wie seit der Bekanntgabe der Tanzpreis Verleihung an Dich. Hat Dir die Erinnerung Streiche gespielt?</strong></p>
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<p>Ja und Nein. Durch die Brille des zu erwartenden Tanzpreises fielen mir sehr viele positive Beispiele der Unterstützung in meinem Leben und für den Aufbau des Tanzfilminstituts ein, die ich im Zuge der heute noch notwendigen Kämpfe ums Überleben in den Hintergrund gedrängt hatte. Beim Sichten alter Materialien für einen Beitrag für arte über den Tanzpreis 2021, fiel mir auf, dass ich mich, sicher oft auch unbewusst, als Person doch öfter sozusagen “Life” ins Spiel gebracht habe, als ich das erinnerte. Ich hatte mich mit einem positiv empfundenen “Rückzug” hinter die Kamera und den Schneidetisch schon länger “eingerichtet”.<br /> Bei Sichtung vieler für die Entwicklung des Instituts wichtiger Materialien fiel mir auf, wie deutlich ein qualitativer Sprung in der Tanzausbildung gegenüber meiner Ausbildungszeit zu Buche schlägt. Konnte man zu meiner Tänzer Zeit noch sehr schnell sehen, ob ein modernes Stück durch einen klassisch geprägten Tänzer interpretiert wird, so spielt das heute eine untergeordnete Rolle.</p>
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<p><strong>Der Blick zurück: 50er Jahre, Vater, Mutter, Kinder in Saarbrücken, Kindertanz, Funkenmariechen, kein Abitur (Vater war dagegen), Entscheidung für den Tanz und dann für den Film.<br /> Wie schaust Du zurück?</strong></p>
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<p>Im Rückblick war das alles logisch und in Bezug auf die Entwicklung des Tanzfilminstituts sogar organisch. Hinter mir standen in diversesten Phasen meines Lebens und des Instituts quasi im Vorbeigehen ihrer eigenen Karrieren viele Menschen, die sich mit mir um dieses Kulturerbe Tanz aus verschiedensten Perspektiven für wenig oder keine Honorierung engagiert haben. Ich bin sehr dankbar, dass ich noch ein Universitätsstudium durch ein Stipendium absolvieren konnte. Hindernisse haben mich letztlich auch stark gemacht. Es waren die wunderbaren Lehrer wie Katja Dryander in Saarbrücken, Kurt Peters und Peter Appel in Köln, aber auch die Herausforderungen durch Hans Kresnik, Reinhild Hoffmann und Susanne Linke und die Universitäts Erfahrung mit Annelie Keil und Rudolf zur Lippe, die mich bis heute prägen.</p>
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<p><strong>Der Blick nach vorn. Was wünschst Du Dir? Was möchtest Du noch anfangen, erleben, erledigen?</strong></p>
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<p>Ehrlich, &#8211; mein größter Herzenswunsch ist es, das Tanzfilminstitut in guten Händen zu wissen, auf dass es sich auch weiterhin so dynamisch in engem Kontakt mit den Tanzschaffenden entwickelt. Und die Hoffnung, dass meine Nachfolger es nicht so schwer haben mit der Finanzierung, die häufig weit unter den heute verbindlichen Mindestlöhnen war.<br /> In guten Händen (nicht unbedingt im archivarischen Sinne) wüsste ich diese Schätze bei den Kreativen selber, den Tänzern und Choreographen. Und da sind wir wieder beim Teilen oder besser gesagt beim Zurückgeben. Ich hätte nichts dagegen noch ein paar Jahre damit zu verbringen, die viele tausend Stück Dokumentationen so aufzubereiten, dass ich sie an die Künstler zurückgeben könnte. Die Originale bleiben natürlich im Safe.</p>
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<p><strong>Und der Deutsche Tanzpreis – was bedeutet er Dir?</strong></p>
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<p>Anfangs war ich überwältigt, ja sprachlos, konnte es kaum glauben. Es gibt Persönlichkeiten, die ich selber für den Tanzpreis vorgeschlagen habe, die ihn schon lange verdienen. Ich gestehe aber auch; ich bin ein bisschen stolz, mit dieser Ehrung gewissermaßen in die Fußstapfen meines Lehrer Kurt Peters treten zu dürfen, der 1984 den Deutschen Tanzpreis bekam und ich hoffe auf mehr Aufmerksamkeit für die wunderbare Arbeit aller Tanzarchive im Land.<br /> Die unzähligen Glückwünsche vieler Tanzschaffenden und ganzer Generationen von ehemaligen und heutigen Mitarbeitern haben mich überzeugt, dass es auch Gründe für diese Juryentscheidung gibt. Nachdem wir, das Team des Tanzfilminstituts, 22 mal den Deutschen Tanzpreis gefilmt haben, muss ich mich aber doch noch sehr daran gewöhnen, nun auf der anderen Seite zu stehen.</p>
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<p>***
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