Stückaufzeichnungen (Auswahl)

Mit dieser Zusammenstellung von Stückaufzeichnungen und weiteren Materialien möchten wir einen Einblick in das Spektrum der Sammlung vermitteln. Sie stellt einen Auszug aus dem Gesamtbestand des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen dar.

Nele Hertling. Foto Inge Zimmermann Deutscher Tanzpreis 2018 für Nele Hertling
Preisverleihung im Aalto-Theater Essen
Deutscher Tanzpreis Dokumentationen über Veranstaltungen und Events Dreharbeiten Stückaufzeichnungen (Auswahl) Veranstaltungen Dachverband Tanz Deutschland e.V. Essen D 22.09.2018

Am 22. September 2018 wird der Deutsche Tanzpreis verliehen – mit großer Tradition und neuem Format im Aalto Theater Essen. Nordrhein-Westfalen wird zum Treffpunkt für den Tanz in Deutschland und Europa. Die Gala zur Preisverleihung präsentiert die Vielfalt des Tanzes in Deutschland, vom zeitgenössischen Ballett bis zum zeitgenössischen freien Tanz.

 

Den DEUTSCHEN TANZPREIS 2018 erhält die Dramaturgin und Tanz-Netzwerkerin Nele Hertling. Über viele Jahrzehnte hat Nele Hertling die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland geprägt. Schon ab den 70er Jahren holte sie herausragende internationale Choreograf*innen nach Deutschland, so Merce Cunningham und Trisha Brown. Als Intendantin des Berliner Hebbel-Theaters (1988 bis 2003) etablierte sie ein starkes europäisches Veranstalternetzwerk, präsentierte die flämische und französische Tanzavantgarde und gründete das Festival „Tanz im August“. Als kulturpolitische Netzwerkerin und Expertin für den Tanz stärkt sie beharrlich die Position des frei produzierten Tanzes. Dabei hat sich ihr Engagement nie auf bestimmte Formen des Tanzes verengt.
Nele Hertling richtet den Blick auf den weiten Horizont der Vielfalt des Tanzes und der europäischen Kulturlandschaften.

 

DAS NEUE FORMAT DES DEUTSCHEN TANZPREISES
Erstmalig wird der Deutsche Tanzpreis durch den Dachverband Tanz Deutschland verliehen, gemeinsam gefördert durch die Stadt Essen, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln des Bundes. Der Deutsche Tanzpreis ist erstmalig mit 20.000 € dotiert.
Der Dachverband Tanz Deutschland wird als bundesweite Stimme für den künstlerischen Tanz zukünftig mit verschiedenen Partnern den Deutschen Tanzpreis ausrichten. Seit dem letzten Jahr, in dem in der Deutsche Tanzpreis nicht verliehen wurde, arbeitete der DTD in enger Abstimmung mit dem früheren Träger Förderverein Tanzkunst Deutschland, dem Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik, dem Aalto Theater Essen und den öffentlichen Förderern an der Neukonzeption des Preises.
Die nordrhein-westfälische Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagt: „Der Deutsche Tanzpreis steht für die Vielfalt, Qualität und Innovationskraft der Kunstform Tanz. Ausgezeichnet werden künftig Künstlerinnen und Künstler sowohl der Ballett- und Tanzensembles an Stadt-, Landes- und Staatstheatern sowie der freien Szene. Die Neuausrichtung ist ein Signal für die Kultur, das vom Tanzland NRW bundesweit und nach Europa ausstrahlt.“
Für die Stadt Essen betont Herr Muchtar Al-Ghusain: „Essen sieht auf eine bald 100-jährige Geschichte des zeitgenössischen Tanzes zurück. Zugleich hat auch das heimische Ballett einen guten Platz am Aalto Theater. Es ist eine große Ehre, in Essen erneut den Deutschen Tanzpreis verleihen zu können, und eine große Verpflichtung, dem Tanz in Essen in all seinen Formen auch zukünftig einen festen Platz zu geben.“

 

Auch in Zukunft wird der Deutsche Tanzpreis in Essen verliehen – mit einem festen zeitlichen Datum am Beginn der Theatersaison und in Kooperation mit der Theater und Philharmonie Essen GmbH. Schirmherr des Deutschen Tanzpreises ist Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich besonders, die Tanz-Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises filmisch dokumentieren zu dürfen.

Fotos: Sebastian Wolf Schlafwandler 1999 / 2019

Dreharbeiten Künstler Support Stückaufzeichnungen (Auswahl) Stückmitschnitte steptext dance project Bremen D 13.03.2019 um 20.00 Uhr

“So humorvoll vital wie besonnen fragil entführt das Tanzduett SCHLAFWANDLER 1999/2019 in die schwebenden Sphären zwischen Schlafen, Träumen und Wachen. Des alltäglichen Gerangels und Gerennes müde taucht ein Paar in seine unbewussten Welten ein – und findet sich in einem Strudel eigenwilliger Reminiszenzen wieder. Kaum Erinnertes und längst Verdrängtes münden in skurrile Ausbrüche, fliegende Federn, bebenden Unmut und kippende Balancen. 20 Jahre nachdem Helge Letonja diesen surrealen Bilderbogen für Anne Minetti und Ziv Frenkel kreierte, nehmen die beiden die Choreografie wieder auf und führen sie mit neuen Fragen fort.
Wie speichern Körper Erlebtes? Der lange Taumel zweier Menschen ums Finden und Verlieren, welche Essenzen birgt er für den Tanz? Zu Schuberts „unvollendeter“ Sinfonie in h-Moll zeichnet das Duo ein entschleunigtes Ringen um Gleichgewichte in die fließende Zeit. “

***

Choreografie 2019, Tanz: Anne Minetti, Ziv Frenkel
Choreografie 1999: Helge Letonja

Musik/Collage: J.B. Lully, Henry Purcell, Israel Bright, Franz Schubert

Bühne: Jurin Wendelstein, Student der Architektur an der Hochschule Bremen

Lichtdesign, Technische Leitung: Timo Reichenberger

Produktionsassistenz: Florentine Emigholz

ÖA-Text: Maja Maria Liebau

Fotos: Sebastian Wolf

Produktion: steptext dance project

Gefördert vom Senator für Kultur Bremen

Unterstützt von: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, Uferstudios Berlin und Compagnie A180°

 

***

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.

Foto: Marianne Menke TURBULENCE

Dreharbeiten Stückaufzeichnungen (Auswahl) steptext dance project Bremen / Schwankhalle D 27.6.2019 um 20.00 Uhr

“In der Physik sind Turbulenzen ein Verwirbelungsphänomen und im Gesellschaftlichen stehen sie für Aufruhr. Für Helge Letonjas jüngstes Ensemblestück ist beides Inspiration. Sinnlich vibrierend erforscht seine Choreografie die Kollisionen konträrer Strömungen, in denen sich soziale Dynamiken spiegeln. Im Privaten und Globalen, in großen oder kleinen Kosmen des Miteinanders – allerorts prallen widerstreitende Ideen aufeinander. Wie organisieren sich Gemeinschaften, wenn Gruppen mit unterschiedlichen Haltungen um Deutungshoheit ringen? Mit sieben Tänzer_innen durchleuchtet TURBULENCE die Strukturen solchen Geschehens, holt sie ins Sicht- und Spürbare. Wie wirken variierende Druckverhältnisse, Tempi, Sogkräfte auf die Beteiligten ein? Münden freigesetzte Energien in destruktives Chaos, zukunftsträchtige Mischungen, konstruktive Kompromisse oder schlicht die nächste Konfrontation?”

 

Helge Letonja TURBULENCE

Premiere (UA) am Donnerstag, 27.06.2019, um 20.00 Uhr in der Schwankhalle Bremen

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Uraufführung filmisch zu dokumentieren.

 

***

 

Konzept I Choreografie: Helge Letonja
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Albert Baars, B-I-C HSB, und Studierende
Dramaturgie: Anke Euler
Tanz: Kossi Sebastien Aholou-Wokawui, Leila Bakhtali, Oh Chang Ik, Mariko Koh, Vincenzo Minervini, Sophie Flannery Prune Vergères,  Sergey Zhukov
Musik/Komposition: Simon Goff
Kostüme: Rike Schimitschek
Lichtdesign I Technische Leitung: Timo Reichenberger
Produktionsassistenz: Florentine Emigholz, Médoune Seck
ÖA-Text: Maja Maria Liebau

Produktion: steptext dance project 
In Kooperation mit: dem B-I-C Bionik-Innovations-Centrum Hochschule Bremen / Fluiddynamik 
Gefördert von: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Senator für Kultur Bremen 
Unterstützt von: Waldemar Koch Stiftung

 

QATSI RELOADED
Eine Tanz- Theater- Musik- Performance- Kino Show des theaterSCHLACHTHOF in Kooperation mit Tanz im Lichthaus und der Schule Schaumburgerstraße
Dreharbeiten Stückaufzeichnungen (Auswahl) BLG Forum Bremen D 16.8.2019

Dreizehn junge Bremer*innen erforschen den Film Koyaanisqatsi aus dem Jahr 1981. Der Regisseur Godfrey Reggio zeigt was mit einer Welt passiert in der Maschinen und Technik die Macht übernehmen und wir Menschen nur noch Teil eines außer Kontrolle geratenen Organismus sind.

 

Ohne Worte und begleitet von der Musik von Philipp Glas entstand ein Werk zwischen Dystopie, Zerstörung und unendlicher Schönheit. Was passiert wenn sich junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren diesem Werk aussetzen? Wie hat sich die Welt seitdem entstehen der Bilder des Films verändert? Wo finden wir Orientierungen in einer außer Kontrolle geratenen Welt? KOYAANISQATSI bedeutet in der Sprache der Hopi Indianer Crazy life oder Life out of balance. Damit beschreibt der Film ein gegenwärtiges Gefühl unserer Gesellschaft.

 

Der Tänzer und Choreograf Hakan Sonakalan und die Theater- und Tanzpädagogin Valerie Usov finden zusammen mit jungen Menschen und dem Musiker Riccardo Castagnola Zugänge zu den Themen unserer Gegenwart und übersetzen sie in eine monumentale Bildsprache.

 

Eine Tanz- Theater- Musik- Performance- Kino Show im legendären BLG Forum in der Überseestadt. Finster und hoffnungsvoll.

 

Ort: BLG-Forum, Am Speicher XI 11 28217 Bremen

 

Weitere Aufführungen: 17., 18., 19.08. jeweils um 19.00 Uhr

 

***

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.