Edition Tele-Tanzessays

Ergänzend zu den Tele-Tanzjournalen entstanden die Tele-Tanzessays als weiterer Zweig der Produktion. Sie wurden in Kooperation mit arte, 3sat, Festivals und Tanzveranstaltern hergestellt. Fachjournalisten zeigen in den Essays aktuelle Tendenzen und Perspektiven auf.


3658_Tami_15 Tami Ben Ami
Porträt und Gala-Vorstellung
Dokumentationen zur Tanzpädagogik Edition Tele-Tanzessays Staatliche Ballettschule Berlin, Tel Aviv D, IL 2011 02:06 h

Tami Ben Ami ist eine Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreographin mit israelischen Wurzeln. Sie verabschiedete sich Anfang 2011 nach 19 jähriger Tätigkeit von der Staatlichen Ballettschule Berlin, wo sie den Bereich des Modernen Tanzes vertrat. Der Film zeigt ein Kurzporträt ihrer künstlerischen Karriere, Ausschnitte aus ihrer pädagogischen Arbeit und eine Dokumentation des Galaabends.

 

Realisation: Heide-Marie Härtel

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Folkwang meets Afrika, Henrietta Horn Folkwang Meets Africa
Henrietta Horn und ihre Arbeit mit Tänzern im Kamerun
Edition Tele-Tanzessays Goethe Institut, Deutsches Tanzfilminstitut Yaoundé CM 2006 00:56 h

Welches Vokabular und welche Möglichkeiten hat zeitgenössischer Tanz auf dem schwarzen Kontinent? Wie weit entfernt ist er von der westlichen Tanzmoderne? 13 Tänzer und Tänzerinnen aus dem Umkreis der Compagnie “Phenix” und Elise Mballa in Kamerun lernen mit der Leiterin des Essener  Folkwang TanzstudiosHenrietta Horn, das Alphabet der Bewegungssprache des europäischen Tanztheaters. Das Goethe-Institut in Yaoundé, der Hauptsstadt Kameruns, hatte dazu eingeladen und gleichzeitig einen der bedeutendsten Perkussionisten Afrikas dazu verpflichtet: Amadou Kinou.

 

Realisation: Heide-Marie Härtel, Ulrich Scholz

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Im Auftrag des Goethe-Instituts 2007, 56min, 45min (Fassung für Theaterkanal) 

Erzähl mir doch kein Märchen, Berlin Theater im Fluß
Schultheater der Länder
Edition Tele-Tanzessays Schultheater der Länder Bremen D 2006 00:30 h

“Gehst du zur Theater-AG?” Immer mehr Schüler beantworten diese Frage mit “Ja!” und sorgen dafür, dass bundesweit die Schultheaterlandschaft blüht. Bremen war 2006 Veranstalter des Festivals “Schultheater der Länder” mit 16 Theatergruppen aus allen Bundesländern, bundesweit eines der bedeutendsten Schultheatertreffen. Der Film berichtet anschaulich und unterhaltsam, wie sich junge Menschen auf Theater und Tanz einlassen und welche Aspekte kultureller und ästhetischer Bildung in der Schultheaterarbeit verstärkt werden können.

 

Regie: Heide-Marie Härtel

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft für das Darstellende Spiel in der Schule Bremen, Bundesverband Darstellendes Spiel 2006, 55 min, 12min (Trailer), 30min (Fassung für Theaterkanal) 

2250_Kongress-Berlin_01 Wissen in Bewegung
Tanzkongress Deutschland 2006
Dokumentationen über Veranstaltungen und Events Edition Tele-Tanzessays Tanzplan Deutschland Berlin D 2006 00:45 h

Die große Resonanz auf den viertägigen Tanzkongress Deutschland übertraf alle Erwartungen! Insgesamt 1.700 Teilnehmer aus dem In- und Ausland kamen ins Haus der Kulturen der Welt in Berlin, um sich unter dem Motto “Wissen in Bewegung” mit praktischen und theoretischen Fragen rund um den Tanz auseinanderzusetzen. Der Film fasst die zentralen Thesen zusammen und gibt Einblicke in das umfangreiche künstlerische Rahmenprogramm.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Im Auftrag von Tanzplan Deutschland 2007

Four Days. Wera Goldman Four Days. Wera Goldman

Edition Tele-Tanzessays Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Tel Aviv IL 2006 00:33 h

The edition “Four Days” is looking at the impact of the German-Jewish culture on the artistic life in Israel. What could those, who had to flee from the Nazi regime, contribute to their new home? What kind of immaterial goods, capacities and arts did they bring in their luggage? Wera Goldmann was born in Vienna in 1921. She began dancing as a young girl. In 1938 she emigrated to Palestine, where she danced in the company of Gertrud Kraus. Her life journey led her to Australia, India and back to Israel. She became famous for her choreography and dance performance of the old Jewish legend “Dybbuk”. To this day, she is sharing her vast knowledge about dance with the young dancers of Israel, teaching them in the Arts. Wera Goldman is living in Tel Aviv.

Production: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Direction: Ina Fuchs, Heide-Marie Härtel, Ulrich Scholz

Ausstellung Kunsthalle Bremen It Rusts
EU-Projekt Terpsychore
Edition Tele-Tanzessays Deutsches Tanzfilminstitut Bremen D 2002 01:00 h

Mit dem Projekt “Raphael” hatte sich die Europäische Union den Erhalt des europäischen Kulturerbes zur Aufgabe gestellt. Film- und Videodokumente über den Tanz und das Tanztheater, die bis dato oftmals vergessen in Europas Archiven, Bibliotheken und Theatern „vor sich hin rosteten“, sind ein wichtiger Teil dieses Erbes.

Auf Initiative des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen schlossen sich sieben europäische Archive zusammen, um sich in einem von Mai 1999 – Mai 2002 auf drei Jahre angelegten Projekt „Terpsychore“ der Bestandsaufnahme, Vernetzung, Digitalisierung und gegebenenfalls Restaurierung der ansonsten unwiederbringlich verlorenen Zeitdokumente zu widmen. Der Film dokumentiert die Ettappen des Projekts und gibt Einblick in rare Dokumente des Tanzes in Europa.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Realisation: Heide-Marie Härtel, Amadou Seitz, Hartmut Sebel

 

 

Mehr zum EU-Projekt Terpsychore

Rui Horta Zwischen-Räumen
Rui Horta und das Nederlands Dans Theater 2
Edition Tele-Tanzessays ZDF/arte Den Haag NL 2001 00:30 h

Es ist die jüngste und leidenschaftlichste Gruppe im Nederlands Dans Theater: Das NDT II. Nicht umsonst lautet ihre Eigenwerbung: “the young and dynamic dance company”. Es ist ein ganz besonderes Modell, mit dem das Nederlands Dans Theater dem talentierten Nachwuchs bereits in jungen Jahren die Möglichkeit gibt, mit berühmten Choreografen zu arbeiten und sich auf großen Bühnen zu bewähren. Der Film dokumentiert die Entstehung und Aufführung der Produktion „Garden“ mit dem bekannten portugiesischen Choreografen Rui Horta. Horta, der selbst Architektur studierte bevor er zum Tanz kam, verbindet bei seiner Arbeit mit dem NDT II den theatralen und architektonischen Raum mit dem Lebensraum fünf junger Tänzer unterschiedlicher Herkunft. Sie sind Nomaden in einer globalisierten Welt, die die Kamera durch ihren Alltag auch außerhalb des Theaters begleitet.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen im Auftrag von ZDF/arte, Redaktion Theater

Regie: Ulrich Scholz 

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Eine Zeitreise durch zwei Jahrzehnte Deutsches Tanztheater
Edition Tele-Tanzessays ZDF/arte D 2001 00:30 h

Ein Blick auf die Anfänge des deutschen Tanztheaters: Ende der 1960er Jahre begannen experimentierfreudige Choreografen das Theaterpublikum im Westen Deutschlands mit neuen Visionen des Tanzes zu konfrontieren. Die Städte Bremen und Wuppertal entwickelten sich zu den Hochburgen des neuen, im Zuge gesellschaftlicher und auch politischer Umwälzungen entstandenen Genres des Tanztheaters, das bald die gesamte Theaterlandschaft revolutionieren sollte – mit internationaler Außenwirkung. Der 2001 entstandene Film begleitet Susanne Linke und Johann Kresnik bei ihrer Auseinandersetzung mit den seltenen filmischen Dokumenten von damals. Gezeigt werden Ausschnitte aus frühen Stücken von Pina Bausch, Johann Kresnik (“Kriegsanleitung für Jedermann”, “Schwanensee AG”) und Gerhard Bohner (“Die Folterungen der Beatrice Cenci”). So entsteht ein vielfältiges Panorama einer Zeit im Aufbruch, im Dialog zwischen gestern und heute.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen im Auftrag von ZDF/arte, Redaktion Theater

Regie: Heide-Marie Härtel

 

 

Mehr zum Deutschen Tanztheater

 

Le cri du Cameleon, Josef Nadj Tanzherbst On Tape
Festivalbericht 1999
Dokumentationen über Veranstaltungen und Events Edition Tele-Tanzessays Tanz Bremen e.V., Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 1999 00:35 h

Ein Kamera-Workshop des Deutschen Tanzfilminstituts unter der Leitung von Heide-Marie Härtel nahm im Tanzherbst 1999 zum Anlaß, Erfahrungen im Dokumentarfilm zu vermitteln. Junge JournalistInnen und FilmemacherInnen konnten erfahren, daß die Dokumentation von Tanz eigenen Gesetzen folgt. Da konfrontieren sich die Bewegungsmuster der Akteure auf der Bühnen mit der Dynamik von Kameraauge und Stativ.

Der anschließende Workshop zum Videoschnitt im Zusammenhang mit dem Festival „30 Jahre Bremer Tanztheater„ folgte dieser Spur auf dem Schneidetisch. Die Dokumentation von Hartmut Sebel ergänzt konsequent diese Arbeiten. Sie rekonstruiert den Verlauf des Festivals und präsentiert per Interviews die Motive der MacherInnen. Der Film versteht sich nicht als übliches TV-Feature, sondern eher als eine Art Visuelles Programmheft, das ohne Kommentar allein durch seine Bildsprache und Textinformation dem interessierten Publikum erlaubt, dieses Festival für sich Revue passieren zu lassen.

 

Realisation: Hartmut Sebel

Redaktion: Heide-Marie Härtel

Koproduktion: Tanz Bremen e.V., Deutsches Tanzfilminstitut Bremen 

Der Spiegel im Tanz Der Spiegel im Tanz

Edition Tele-Tanzessays Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, 3sat Bremen D 1996 00:30 h

Werkzeug oder Instrument zur Unterwerfung? Im Ballettsaal ist der Spiegel bestimmendes Raumelement; im Ausdruckstanz dagegen war er verpönt. Ulrich Scholz geht in seinem essayistischen Film der Bedeutung des Spiegels für Tänzer und Choreografen nach. Es ist die Diskrepanz zwischen sehen und fühlen, zwischen der Form und der Energie im Tanz, die hier aus unterschiedlicher Perspektive und Erfahrung in Interviews, Proben- und Unterrichtssituationen, teils in atmosphärisch suggestiver Bildmontage, thematisiert wird.

 

Produktion: Deutsches Tanzflminstitut Bremen im Auftrag von 3sat

Regie: Ulrich Scholz

Vereinte Kräfte in Bewegung Vereinte Kräfte in Bewegung
Festival mit behinderten und nichtbehinderten Tanzschaffenden
Edition Tele-Tanzessays Tanzabteilung des TUT Hannover D 1995 00:30 h

Der Film berichtet über ein Festival im Januar 1994 in Hannover. Ein Festival für behinderte und weniger behinderte Menschen mit und ohne Tanzerfahrung. Die Tanzabteilung des TUT in Hannover hatte fünf Tage lang zu Workshops, Vorstellungen und einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion eingeladen. Heide-Marie Härtel und ihr Team dokumentierten, daß wir unseren Blick auf behinderte Menschen “ver-rücken” müssen. Der Fokus für die Arbeit lag beim Filmteam auf einer großen Nähe zu den Beteiligten und einer journalistischen Aufarbeitung, die das ganze Ereignis nicht als eine Aneinanderreihung von “Festival-Highlights” distanziert betrachtet, sondern sich auf die ästhetischen und kulturpolitischen Fragen der Rolle von behinderten Menschen im Tanzbereich einläßt.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Regie, Kamera: Heide-Marie Härtel

Sasha Waltz im Interview Close up on Berlin

Edition Tele-Tanzessays Deutsches Tanzfilminstitut Berlin D 1995 00:30 h

Ein wahrer Boom hatte seit der Wiedervereinigung eingesetzt, ausgelöst durch den politischen Umbruch war Berlin aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Der Wegfall bisheriger Subventionen zwang zu neuem Denken und führte glücklicherweise nicht zur Resignation. Der amerikanische Filmemacher Elliot Caplan, Filmbetreuer von Merce Cunningham, der sich vor allem mit einem sensiblen Portrait über John Cage und Cunningham einen Namen gemacht hat, ist in Close-Up On Berlin dem kreativen Flair der Stadt nachgegangen, das zu dieser Aufbruchstimmung im Tanz geführt hat. Sasha Waltz stand damals gerade am Anfang ihrer Karriere. Die Öffnung des Ostens rückte Choreografen wie Jo Fabian und damit neue interessante Ansätze im Tanztheater ins Blickfeld. Junge freie Choreografen kommen zu Wort neben Stars wie Maurice Bejart, der damals an der Staatsoper Unter den Linden arbeitete.

 

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

Regie: Elliot Caplan