Vorträge

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Um die Tanzdokumente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dem internationalen Interesse am Tanz in Deutschland gerecht zu werden, hat das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen Video-Vortragsreihen und Seminare zu zahlreichen Themen des Tanzes zusammengestellt.

Im Kontext der internationalen Kulturarbeit des Goethe-Instituts entstand eine langjährige Tradition der Präsentation des deutschen Tanzes im Ausland.

Bei Interesse an bestimmten Vorträgen, wenden Sie sich bitte an das Institut. Aktuelle Vorträge finden Sie auch unter Aktuelles und im Event-Kalender

 

Übersicht über die bisherigen Vortrags- und Seminararbeiten (Auswahl) 

TANZ – Archiv – FILM. Lecture für NaturKultur e.V. Erasmus +

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 29.11.2019

“The stage is yours!” ist ein Theater-Film Seminar organisiert von NaturKultur e.V., in dem junge Erwachsenen aus Europa, die Norddeutschland für ein freiwilliges kulturelles Jahr besuchen, vielfältige Erfahrungen machen können. 36 junge Menschen aus Griechenland, Kroatien, Spanien und Deutschland bearbeiten in dem Sieben-Tage-Workshop mit den Methoden der darstellenden Künste, Performance und Film (Kameraführung und Schnitt), die Themen Diskriminierungserfahrungen und Self-Identity. Die Ergebnisse werden in einer Vorstellung präsentiert.
Dieses intensive Programm erfährt Ergänzung durch eine Videolecture im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, in der die künstlerische Leiterin Heide-Marie Härtel das Themenfeld von TANZ und FILM mit der Schnittstelle Archiv entfaltet. Künstlerischer Tanz, dokumentarischer Film, Filmkunst – es wird ein weites Feld umrissen. Im Anschluss entwickelt sich ein intensiver Austausch über die Bedeutung des Bewahrens flüchtiger künstlerischer Momente, wie sie besonders im künstlerischen Bühnentanz vorzufinden sind, durch das Medium Film.

Foto: Marianne Menke GEGENPOLE UND ZWISCHENWELT – steptext dance project im TANZLAND WINSEN
Gastpiel mit Einführung von Heide-Marie Härtel
Kulturverein Winsen Winsen an der Luhe D 12.09.2019

Seit seiner Uraufführung 2016 hat steptexts Ensemblestück ZWEI GIRAFFEN TANZEN TANGO – BREMER SCHRITTE, ein Tanzfonds Erbe Projekt, bereits vielerorts begeistert. Nun sind zwei adaptierte Varianten von Helge Letonjas Auseinandersetzung mit der Choreografie des Tanztheaterpioniers Gerhard Bohner von 1980 auswärts zu erleben.

 

Im Rahmen der Kooperation TANZLAND WINSEN hat Letonja Sequenzen aus der Produktion mit dem Ensemble zu einem neuen vielschichtigen Kosmos gefügt: Mit GEGENPOLE UND ZWISCHENWELTEN erwartet das Publikum am 12. September in der Stadthalle Winsen zeitgenössische Tanzkunst, die Alltagsgesten, Unterbewusstes und Humorvolles zu beeindruckenden bewegten Bildern verwebt.

 

Um 19:30 Uhr führt Expertin Heide-Marie Härtel, Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen, in das Stück und seine Hintergründe ein.

 

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Der Kulturverein Winsen und steptext dance project sehen in ihrer Kooperation eine Chance die zeitgenössische Tanzkunst vor Ort unterschied- lichsten Bevölkerungsschichten und Altersgruppen nahe zu bringen und darüber hinaus nachhaltige Strukturen für Tanzgastspiel, Tanzreflexion und Tanzpraxis zu schaffen. Steptext mit seinen Produktionen, die gesellschaftliche Diskurse tanzästhetisch aufgreifen sowie seinen Netzwerker- und Vermittlungs- kompetenzen, trifft dabei in Winsen auf einen engagierten Partner, der in der Stadt auf vielen Ebenen interagiert und offen ist für neue Impulse. Tanz als Kunstform, die über alle sprachlichen und altersindividuellen Unterschiede hinweg ihr Publikum anspricht steigert dabei als neues und erstmaliges Element im Kulturangebot der Stadt Winsens Attraktivität und trägt dazu bei, ihr Kulturprogramm über die Stadtgrenzen hinweg zu profilieren.

Jean Cebron TANZSALON 26: Abschied von Jean Cébron

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 10.03.2019

Der Tänzer, Choreograf und Pädagoge Jean Cébron verstarb am 1. Februar im Alter von 94 Jahren. Er war nach Kurt Jooss über Jahrzehnte der wohl stilprägendste Tanzpädagoge der Folkwangschule. Zu seinen Schülern zählen so bekannte Tanzpersönlichkeiten wie Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Urs Dietrich und Lutz Förster.

 

Jean Cébron war als Tänzer z.B. in berühmten Ballettstücken von Kurt Jooss tätig und als Choreograf, der in den 70iger Jahren u.a. mit Pina Bausch auftrat. Das Deutsche Tanzfilminstitut verfügt über bisher nicht publiziertes Videomaterial aus dem Unterricht von Jean Cébron, aus Vorstellungen der Folkwangschule aus den 90-er Jahren und aus seiner Arbeit mit dem Bremer Tanztheater aus den 80-er Jahren unter Reinhild Hoffmann.

Wir zeigen Ausschnitte aus den Dreharbeiten und sprechen mit einem seiner Schüler aus den 90-ern, mit Professor Doktor STEPHAN BRINKMANN, der seit Ende letzten Jahres Leiter der Tanzabteilung der Folkwang Universität der Künste ist.

 

Im Anschluss an die Präsentation machen wir Sie gerne mit einer Premiere bekannt, die in der darauf kommenden Woche, am 13.3. in der Schwankhalle zu sehen sein wird: SCHLAFWANDLER 1999 / 2019. Das 1999 von Helge Letonja choreographierte Stück führen die gleichen TänzerInnen 20 Jahre später in einem zweiten Teil fort. Ziv Frenkel und Anne Minetti sind im Tanzsalon anwesend. (Premiere 13.3., weitere Vorstellungen 14. und 16.3.)

 

Der TANZSALON 26 beginnt am Sonntag, 10. März 2019, um 20:00 Uhr im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen. Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel. 0421 240 550   

 

 

 

 

 

577_Techn-Support_07 IASA zu Gast im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen
Exkursion der Internationalen Vereinigung der Schall- und audiovisuellen Medien - Ländergruppe Deutschland / Schweiz
Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 24.11.2018

Die Jahrestagung der IASA-Ländergruppe Deutschland/Schweiz e.V. findet in Zusammenarbeit mit dem Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik und der Günter Grass Stiftung am 23. und 24. November 2018 im Studienzentrum Künstlerpublikationen / Weserburg statt und bietet eine Exkursion in das Medienarchiv des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen an.

 

Im Zentrum der Tagung stehen die Perspektiven institutioneller Archivierung audiovisueller Medien besonders unter dem Aspekt der Digitalisierung und der Langzeitarchivierung dieser Mediengattung. Hier knüpft die Führung durch das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, speziell durch die technische Abteilung, an. Wir freuen uns besonders über das Interesse der Kollegen aus der Schweiz / Memoriav. Der Rundgang durch unsere Räume folgt den zahlreichen Arbeitsphasen, die ein Medium bis zur vollständigen Aufnahme in unser umfangreiches Tanzfilmarchiv, dem größten Europas, durchläuft. Vielschichtige, zeitaufwendige Arbeitsprozesse zur Digitalisierung von Videobändern unterschiedlicher Formate werden sichtbar. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Möglichkeiten der Restaurierung von Bändern. Die Verarbeitung der Digitalisate, ihre Aufnahme in eine individuell auf die Bedürfnisse unseres Instituts abgestimmte Datenbank, die Erschließung der Filme und die anschließende Langzeitdigitalisierung werden von unseren Mitarbeitern plastisch vorgestellt. Der ausführliche fachliche Austausch mit der Leiterin Heide-Marie Härtel knüpft neue Verbindungen und beschließt die Exkursion.

Projekt Digitalisierung IT RUSTS – Deutscher Museumsbund bietet Exkursion zur Langzeitdigitalisierung
Fachgruppe Dokumentation besichtigt Medienarchiv des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen
Deutscher Museumsbund Bremen D 19.05.2018

Aktuelle Entwicklungen stellen die gesellschaftspolitische Neutralität von Museen in Frage. Im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes im Mai 2018 wird diskutiert, ob bzw. wie politisch Museen heute sind und welche Werte sie für die Gesellschaft vertreten. Mit Referenten aus dem In- und Ausland sowie rund 400 Tagungsteilnehmern bietet die Jahrestagung jährlich eine Plattform, um museumsrelevante Fragestellungen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

 

Das Panel MUSEUMSSAMMLUNGEN DOKUMENTIEREN UND ONLINE ZUGÄNGLICH MACHEN bietet im Rahmen der Frühjahrstagung 2018 der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes eine Führung durch alle Abteilungen des Deutschen Tanzfilminstituts, die sich mit der Langzeitdigitaisierung und der systematischen Erschließung von Filmen zum und über den zeitgenössischen und den klassischen Tanz widmen.

 

Etwa 30 Tagungsteilnehmer nehmen dieses informative Angebot wahr und erhalten umfangreiche Informationen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der verschiedenen Gewerke. In Kleingruppen passieren sie fünf Stationen, die den Phasen des Arbeitsprozesses entsprechen, die ein Videoband während der Digitalisierung und Erschließung im Institut durchläuft. Besondere Aufmerksamkeit zieht die Vorstellung der speziell für unserer Bedarfe individuell angefertigten Datenbank durch Heide-Marie Härtel auf sich. Unser TV- und Videotechniker, Claus Bouchard, verfügt über Kompetenzen zur Restaurierung hochgradig gefährdeter Videobänder. Er erläutert, wie er Problembänder retten kann. Anschauliche Erläuterungen zum Arbeitsablauf der Digitalisierung erhalten die Exkursionsteilnehmer vom Leiter der technischen Abteilung, Hartmut Sebel: Eine Vielzahl von Arbeitsschritten – beginnend mit dem Einlesen des Bandes in Echtzeit einschließlich Pegelung von Ton- und Bildsignalen, der Konfektionierung des Materials über Schnittarbeiten bis zur langfristigen Sicherung des Materials auf speziellen Speichermedien – die Erstellung einer qualitativ hochwertigen Digitalisierung von Videobändern ist zeitintensiv. Mit den Kenntnissen dieser Fachleute gelingt es häufig, aus qualitativ schlechtem Videomaterial eine deutlich bessere digitale Kopie zu herzustellen. Der Einblick in das nutzerfreundliche multimedia Tool zur Nutzung der Digitalisate auf einem Tablet oder Smartphone via Intranet inklusive direkter Anbindung an die Datenbank beschließt den Rundgang und eröffnet einen angeregten Austausch.

Zwei Giraffen tanzen Tango - Bremer Schritte, 2016 euro-scene Leipzig: ZWEI GIRAFFEN TANZEN TANGO – BREMER SCHRITTE. Einführung von Heide-Marie Härtel und Helge Letonja

euro-scene Leipzig Leipzig D 11.11.2017

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das diesjährige Festival zeitgenössischen Theaters und Tanzes euro-scene Leipzig steht unter dem Motto “Ausgrabungen”. Ein Schwerpunkt widmet sich der Rekonstruktion historisch wichtiger Tanzstücke und so wundert es nicht, dass die Rekonstruktion von Gerhard Bohners “Zwei Giraffen tanzen Tango – Bremer Schritte” (Original 1980) am 11. und 12.11.2017 in der Schaubühne Lindenfels auf dem Programm steht. Der Choreograf Helge Letonja hat dieses geförderte Projekt des Tanzfonds Erbe - Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes mit steptext dance project, Bremen, ausgehend von historischen Filmmaterialien über Bohners Werk aus dem Archiv des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen entwickelt.   

 

»Zwei Giraffen tanzen Tango – Bremer Schritte«  VIDEOAUSSCHNITT  

Tanzstück 

Konzeption und Choreografie: Helge Letonja 

nach der Originalchoreografie von Gerhard Bohner (1980) 

Mit einer Einführung von Heide-Marie Härtel und Helge Letonja   

 

Skurrile Figuren und Elemente des Absurden kennzeichnen dieses Tanzstück, das Gerhard Bohner, ein Pionier der deutschen Tanzgeschichte, 1980 mit 10 Tänzern in Bremen schuf. 36 Jahre später befragt der Choreograf Helge Letonja das historische Vorbild und öffnet neue Assoziationsräume. Die „Schritte“ der aktuellen Produktion entwerfen ihr Vorwärts im Hier und Jetzt. Die historische Bremer Pionierphase des deutschen Tanztheaters ebenso wie das Morgen im Blick, sucht Letonja nach Fortentwicklungen: Bohners Sujets, das Absurde, die Verhältnisse zwischen Individuen und Stereotypen, Lebendigem und Totem, Kunstfigur und Mensch – wie tanzen sie heute?  

 

Jeweils 30 Minuten vor jeder Vorstellung geben Heide-Marie Härtel, Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, und Helge Letonja, steptext dance project Bremen, im gemeinsamen Gespräch eine Einführung mit einer Fülle einmaliger, historischer, bisher unveröffentlichter Filmausschnitte zu Bohners Stück.

 

  

  

 

 

 

 

 

  

 

 

  Gefördert von TANZFONDS ERBE – Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes  

 

 

 

 

 

 

 

Rado Vasilev als junger Arbeiterführer TANZSALON 11: Sonderedition – “Der zerbrochene Spiegel”. Tanzpantomime nach einem Libretto von Klaus Mann

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 10.12.2016

 

Dr. phil. Nele Lipp, Tanzwissenschaftlerin und Regisseurin, realisierte eine Reihe von Tanzproduktionen und publiziert über Verbindungen des Tanzes mit anderen Künsten. Im Zentrum ihrer Präsentation im Rahmen des Tanzsalons steht ihre Arbeit zu Klaus Mann. 

Klaus Mann war schon früh von neuen Formen des Tanzes fasziniert, wie er sie von Nijinski und Harald Kreutzberg kannte. Schon als Schüler äußerte er den Wunsch Tänzer zu werden. Er entwarf 1926 das Libretto „Die zerbrochenen Spiegel“, in dessen Mittelpunkt „Prinz Narzissus“ steht, der gern vor seinen drei Spiegeln posiert. Daneben treten ein tanzender Hofstaat, Kinder und Arbeiter auf, die ihm seine geliebten Spiegel zerschlagen. Dieser Akt reflektiert sowohl die persönliche Verfassung des damals 20-Jährigen als auch die sozialen und politischen Umstände der ausgehenden Zwanziger Jahre.

Tanzpantomimen, eine heute nahezu vergessene Hybridform zwischen Tanz und Theater, waren damals das „non plus ultra“, das Klaus Mann einige Monate zuvor in Berlin bei Max Reinhardt kennen gelernt hatte. Die Szenen seiner expressionistischen Tanzpantomime wurden zu Klaus Mann Lebzeiten nie aufgeführt. Nele Lipp entdeckte das Manuskript 2010 im Deutschen Tanzarchiv Köln und brachte es in Hamburg, der Stadt in der das Libretto entstanden war, zur Uraufführung.

Im Ausblick spricht Nele Lipp auch über ihre Arbeit zu Jean Weidt, dem sog. “Roten Tänzer”, dessen Stück “Die Zelle” von 1947 im Oktober dieses Jahres ebenfalls von ihr wieder in Hamburg auf die Bühne gebracht werden konnte. Beide Arbeiten wurden inklusive der jeweils dazugehörenden Ausstellungen zu Klaus Mann und Jean Weidt vom Deutschen Tanzfilminstitut dokumentiert und in Ausschnitten im Tanzsalon präsentiert. 

 

Im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen im Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen. Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel. 0421 240 550 

Dore Hoyer dynamik TANZSALON 06: Ein Jahrhundert Solotanz in Deutschland

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen D 10.05.2016

Seit den Zeiten des Ausdruckstanzes hat die „Königsdisziplin“ des Solotanzes immer wieder stilprägend auf die Entwicklung des modernen Tanzes in Deutschland gewirkt. Größen wie Mary Wigman, Gret Palucca, Harald Kreutzberg oder später Dore Hoyer repräsentierten in ihren Solowerken die ganze Bandbreite des Neuen Künstlerischen Tanzes, wie sich der Ausdruckstanz auch nannte. Flexibel und meist ohne aufwendiges Bühnenbild gaben die Solisten ihre Vorstellungen nicht nur in großen Theatern, sondern auch auf zahlreichen Konzert- und Podiumsbühnen und sorgten so für eine weite Verbreitung. Auch die neue 

Generation, die ab den sechziger Jahren nach neuen Ausdrucksformen suchte, formulierte sich häufig zunächst in Soloarbeiten. Susanne Linke, Reinhild Hoffmann und Gerhard Bohner erregten durch Soloabende Aufsehen. In der nächsten Choreographen-Generation geht die ästhetische Bandbreite von Anna Huber bis Richard Siegal. Aber auch die Bremer Freie Szene spielt dabei eine gute Rolle. Laßt Euch / lassen Sie sich überraschen.

 

IMG_3178-778x518 TANZSALON 02_“THE LIVE LEGACY PROJECT” und die amerikan. Tanzmoderne der 70iger Jahre

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 10.01.2016

20 Uhr

Korrespondenzen zwischen dem Zeitgenössischen Tanz in Deutschland und der
Judson Dance Theater Bewegung in den USA (Preview)
Im Tanzhaus Düsseldorf fand Mitte 2014 ein einwöchiges Symposium statt, das die Beeinflussung der Tanzrevolution Amerikas in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Tanzgeschichte Deutschlands zum Thema hatte. In insgesamt 60 diversen Veranstaltungen (Workshops, Gesprächsrunden / Performances etc.) arbeiteten noch aktive Zeitzeugen,Tanzwissenschaftler und Performer von heute generations- und genreübergreifend zu diesem Thema. Die Tanzrevolution beförderte und kreierte eine Fülle von neuen Bewegungstechniken und spartenübergreifende Choreographieformen, die heute in der Freien Szene wie in den etablierten Tanzinstitutionen Eingang gefunden haben.

Die filmische Auseinandersetzung mit dem Projekt ist nahezu abgeschlossen. Eine einstündige Fassung liegt vor. Im Laufe des Jahres 2016 wird der Film in enger Zusammenarbeit mit den Projektleitern aus Deutschland und den USA um historische Bildbeispiele angereichert werden. Die Premiere der endgültigen Fassung wird im Juni 2016 auf Einladung des 4.Tanzkongresses
Deutschland in Hannover sein.
TRISHA BROWN DANCE COMPANY (Teile aus einer Aufzeichnung der letzten Europatournée)
Die Choreografin Trisha Brown gehörte zu den Mitbegründerinnen der Judson Dance Bewegung. Ihre berühmte Compagnie tourte 2014 zum letzten Mal (vor Schließung des Ensembles) durch Europa. Auf Auftrag der Akademie der Künste Berlin zeichnete das
Deutsche Tanzfilminstitut dieses Gastspiel in Berlin auf. Wir zeigen im Tanzsalon 02 Teile aus dieser Aufzeichnung mit älteren, aber auch neueren Stücken der stilprägenden
Choreographin.
Ein Blick in die „Filmküche“ des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen.

MG_4783_farbe TANZSALON 01 mit dem TanzKollektiv Bremen

Deutsches Tanzfilminstitut Bremen D 10.12.2015
  • 20 Uhr im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, im Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen, Neuer Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel 0421 240 550 

 Im Frühjahr 2015 fanden sich im Kontext des Festivals TanzBremen alle Tanzakteure der Stadt, mit dem Wunsch sich neu zu vernetzen und sich gemeinsam für den Tanz in Bremen einzusetzen. Tänzer, Choreographen, Tanzschulen und Tanzcentren vom steptext dance project über viele Einzel-Profis im freien Tanzbereich, in Tanz und Schule -Projekten wie auch fast alle Tanzschulen der Stadt  wollen gemeinsam neue Felder des Handelns in der Stadt ausloten und im kulturpolitischen Kontext neu aufstellen.

Jeweils am 10. eines Monats stellen sich einzelne Tanzakteure oder auch Tanzinstitutionen mit ihren jeweils aktuellen Vorhaben zwischen 20-21:30 im Deutschen Tanzfilminstitut vor. Diese Veranstaltungen im kleineren Rahmen wollen den Tanzfans der Stadt die Vielfältigkeit der Aktivitäten im Tanzbereich zeigen und die enge Verzahnung von Tanzkunst, Tanzpädagogik, Tanz in Schule und Tanzarchiv präsent machen. Und ihnen die Gelegenheit geben, die Künstler und Tanzpädagogen persönlich kennen zu lernen.

Wir laden Sie ein. Kommen Sie zu unserer 1.Veranstaltung, um in geselliger Runde mehr über den Tanz in unserer Stadt zu erfahren. Wir starten am 10.12.2015 mit einer Präsentation der jüngsten Tanzentwicklung in unserer Stadt: dem TanzKollektivBremen, das bereits in den letzten beiden Jahren mit seinen sehr erfolgreichen Auftritten für eine neue “Tanz-Farbe” in der Stadt gesorgt haben.

 Tomas Bünger, Magali Sander Fett  und Frauke Scharf vom TanzKollektivBremen stellen anhand von Filmausschnitten Bühnenproduktionen und ihre Arbeitsweise vor. Tomas Bünger berichtet von seinen Erfahrungen als Gast-Dozent an der Universität der Künste in Buenos Aires und in Dhaka,/ Bangladesh, wo er auf Einladung des Goethe-Institutes bereits mehrfach Workshops zum Zeitgenössischen Tanz gegeben hat.  

Über das TanzKollektivBremen

Das TanzKollektivBremen ist eine Plattform der ehemaligen Tänzer vom Bremer Tanztheater/ Urs Dietrich. Initiatoren sind Tomas Bünger, Miroslaw Żydowicz und Magali Sander Fett. Alle Beteiligten sind in den verschiedenen Feldern des Zeitgenössischen Tanzes aktiv: als Tänzer, als Choreografen, als Dozenten. Die Plattform dient der Vernetzung und Kooperation  und ist offen für Gäste. Von hier aus werden gemeinsame Projekte sowie Einzelprojekte realisiert. Bereits zwei Produktionen konnten in 2014 gezeigt werden: „Corvus – Second Nature“ (im Theater Bremen) und „Street Art Project – Allowed to play“ (in der Schwankhalle). Die Produktion „Schweres Wasser“ hat am 4.12. in der Schwankhalle Premiere.

http://tanzkollektivbremen.de/

Inge Aufführung Erwachsen TANZSALON 03_impuls – Von den Anfängen bis jetzt

impuls Bremen Bremen D 10.02.2016

20:00 Uhr,
im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen

Anhand von nun schon historischen Filmausschnitten aus den 80ziger Jahren bis zu heutigen Tanzaufführungen stellt impuls seine tänzerischen Arbeiten aus den Laiengruppen und Ausbildungsgruppen vor. Zahlreiche bekannte Tänzer/Tänzerinnen, Tanzpädagogen und Choreographen haben die Ausbildung von impuls durchlaufen. Außerdem haben freischaffende Choreographen in den verschiedensten Gruppen unterrichtet oder Tanzstücke kreiert. Es kann nur ein kleiner Ausschnitt aus den 30 Jahren gezeigt werden.

 

Über impuls
Gegründet 1984 – hatte  die Idee, Laien und professionelle Tanzschaffende zusammen zu bringen. Neben Kursen in Tanzimprovisation, Modern Dance, diversen Workshops entstand 1988 der 1. „Bremer Tanzherbst“. Zunächst waren es Studiovorführungen und Veranstaltungen in kleinen Theatern, bis Hans Diers die Verbindung zum Bremer Theater herstellte. 1999 wurde dann daraus der Verein „TANZ Bremen“ gegründet. 1990 konnte impuls angemessene Tanzräume in einer ehemaligen Kleiderfabrik erstellen. 1993 begann der erste Jahrgang der Ausbildung zum/zur Gymnastik- und Tanzpädagogen/in mit dem Schwerpunkt Bewegungstherapie. 2007 wurde die Berufsfachschule für Gymnastik, Tanz und Sport eröffnet.
2013 entstand im ehemaligen Rathaus Hemelingen ein neuer Tanzraum, der auch für kleine Gruppen als Veranstaltungsraum genutzt werden kann.

impuls machte sich mit seinen generationsübergreifenden, inklusiven Tanzaufführungen sowie mit Tanzabschlüssen der Ausbildungen einen Namen. Die Verbindung von Kultur, Bildung und Gesundheit ist die Grundlage für alle Arbeiten.

Staatstheater Saarbrücken | Foto: Wikipedia Bewahrung des Tanzerbes

Staatstheater Saarbrücken Saarbrücken D 23.07.2014

Tanz gilt als flüchtige, dem Augenblick verschriebene Kunst. Gleichzeitig hat der Tanz im Laufe seiner Geschichte Methoden entwickelt, mit denen die bedeutenden Werke auch späteren Generationen zugänglich bleiben. Über die Möglichkeiten und Grenzen der Bewahrung des Tanzerbes referiert Heide-Marie Härtel, die seit mehr als 35 Jahren im Feld der Tanzarchive tätig ist.

 

Referentin: Heide-Marie Härtel

Ballerinen | © Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Ballerinen mit Charakter
Legendäre Tänzerinnen in legendären Rollen
steptext dance project Bremen D 05.05.2014

Silvia Kesselheim, Susanna Ibanez, Marcia Haydée und Malou Airodou kreierten Frauenrollen, die das Ballett und das Tanztheater in Deutschland entscheidend beeinflußt haben.  Die Videolecture mit Heide-Marie Härtel und der Hamburger Autorin eröffnet mit Filmbeispielen aus dem Deutschen Tanzfilminstitut Bremen einen Zugang zum historischen Ausgangsmaterial des Stücks von Josep Caballero Garcia “NO (`RAIT) OF SPRING. 

 

(Quelle: Pressetext zur Veranstaltung)

http://www.steptext.de/downloads/flyer/Programm_Baila_Espana_2014.pdf

Anton Bruckner Privatuniversität Linz Body Guard
Seminar Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Anton Bruckner Privatuniversität Linz AT 09.12.2013 bis 10.12.2013

Tanz und Film,- zwei Genres die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können. Der Tanz in seiner immanenten Flüchtigkeit trifft auf den Film mit seiner immer stärkeren Unabhängikeit vom Material. Beide entwickeln ihre jeweils eigenen kreativen Spielräume, nutzen sich aber auch gegenseitig in der Übernahme von Gestaltungsweisen des jeweils anderen Metiers. In der Tanzdokumentation, im Videotanz und auf der medial gestalteten Bühne treffen sie am direktesten aufeinander. Das Internet als globaler Text und Bilderspeicher bietet einen neuen Background für Tanzwissen und Tanzkreationen zugleich.

 

In sechs Einzellektionen lotet das Seminar die Berührungsflächen zwischen Tanz und Film aus und nimmt die gegenseitigen Beeinflussungen in formalen Arbeitsmethoden und Formatentwicklungen in den Blick. Tanz sehen lernen ist angesichts der sich immer stärker medial vermittelten Rezeptionsweisen auch eine Frage von Medienkompetenz.

 

Referentin: Heide-Marie Härtel

Foto: © Heide-Marie Härtel Der Zeitgenössische Tanz in Deutschland
Vortrag von Heide-Marie Härtel im Rahmen der Veranstaltungsreihe Tanz-Connection Deutschland-Brasilien
Goethe Institut San Salvador SV 14.08.2013

Dieses Seminar zielt auf eine Intensivierung der deutsch-brasilianischen Kontakte im Nordosten Brasiliens durch die Tanzhochschule der Bundesuniversität. Die im Jahre 1956 gegründete Institution, deren Lehrstil europäisch bzw. v.a. deutsch geprägt ist, gilt als Pionier in Lateinamerika und entwickelt sich zu einer akademischen Ausbildungsstätte für Tanz, in der Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten werden. Ziel der Veranstaltung ist die Förderung des Austauschs zwischen deutschen und brasilianischen Künstlern und Akademikern und somit die Stärkung ihrer internationalen Zusammenarbeit durch Vorträge, Filmvorführungen, Performances und Aufführungen.

 

Mehr zur Veranstaltungsankündigung

Foto: © Heide-Marie Härtel Internationale Choreographen in Deutschland
Seminar im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Tanz-Connection Deutschland-Bahia
Goethe-Institut Salvador-Bahia San Salvador BR 15.08.2013

Dieses Seminar zielt auf eine Intensivierung der deutsch-brasilianischen Kontakte im Nordosten Brasiliens durch die Tanzhochschule der Bundesuniversität.

Die im Jahre 1956 gegründete Institution, deren Lehrstil europäisch bzw. v.a. deutsch geprägt ist, gilt als Pionier in Lateinamerika und entwickelt sich zu einer akademischen Ausbildungsstätte für Tanz, in der Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten werden. Ziel der Veranstaltung ist die Förderung des Austauschs zwischen deutschen und brasilianischen Künstlern und Akademikern und somit die Stärkung ihrer internationalen Zusammenarbeit durch Vorträge, Filmvorführungen, Performances und Aufführungen. Der Videovortrag von Heide-Marie Härtel faltet das gesamte Spielfeld internationaler Teilhabe am deutschen Tanzgeschehen auf. Thematische Schwerpunkte interkultureller Auseinandersetzung als Stückthemen spielen dabei eine wichtige Rolle oder die Traditionslinien internationaler Tanzgeschichte, die sich im Theaterland Deutschland wiederspiegeln.

 

Referentin: Heide-Marie Härtel

 

 

Weiter zu Tanz-Connection Deutschland-Bahia

Ballerinen | © Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Ballerinen mit Charakter
Einführungsprogramm für Josep Caballero Garcia
Kampnagel K3 Hamburg D 26.03.2013

Josep Caballero Garcia beschäftigt sich in NO [’RAIT] OF SPRING mit weiblichen Rollen der deutschen Tanzgeschichte aus der Perspektive der Erinnerungen männlicher ehemaliger Tänzer. Fragen nach Körpergedächtnis, Copyright und Körperlichkeit von Choreografie jenseits von Gender stehen zur Diskussion.

Die Journalistin Irmela Kästner spricht mit der Tanzfilmerin Heide-Marie Härtel über die vier Protagonisten: Marcia Haydée, Sylvia Kesselheim, Susanna Ibanez und Malou Airodou.  

Seltene Videoausschnitte aus dem Deutschen Tanzfilminstitut Bremen erlauben intensive Einblicke in die dahinterstehende Tanzgeschichte und Entwicklung der weiblichen Rollen in der deutschen Tanztheatergeschichte.

 

Moderation: Irmela Kästner

Referentin: Heide-Marie Härtel

Produktion: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen

45. Bremer Heimspiel - Tanzfilm Institut - 24.01.2008 Heimspiel: Vorstellung des Tanzfilminstituts (Schauburg/Bremen)

Schauburg Bremen D 24.01.2008

Im Laufe von nunmehr 20 Jahren hat sich das Deutsche Tanzfilminstitut zum audiovisuellen Tanzgedächtnis Deutschlands entwickelt. Mittlerweile im Forum am Wall an der Bremer Kulturmeile angesiedelt, ist es Botschafter der traditionsreichen Tanzgeschichte Bremens und für den deutschen Tanz in aller Welt. Es exportiert Vorträge, internetdatenbanken und Produktionsservices.

 

Die Protagonisten des Instituts – Heide-Marie Härtel und Kameramann Uli Scholz kommentierten Ausschnitte aus ihren diversen Produktionsformaten. Das Tanzfilminsitut ist nicht nur Archiv, sondern produziert auch Eigenproduktionen – vom Life-Mitschnitt, TV-Projekten und DVDs wurden Ausschnitte gezeigt.

 

Vorgestellt wurde auch das jüngste Projekt eines „digitalen Produktionshandbuch“ für Choreographen. Inszenierungen werden aufgezeichnet, das erleichtert die Einarbeitung neuer Ensemblemitglieder oder spätere Wiederaufnahmen. Dabei werden die Videoaufnahmen gespiegelt: die Tänzer können also die Projektion also kopieren, als stünden sie vor einem Spiegel. Der Bericht aus dem ersten Projekt zeigt ein weiteres Mal, dass noch lange nicht alle Nutzungsmöglichkeiten des Films ausgeschöpft sind.

(Quelle: Pressetext Schauburg Bremen)