Alle Termine | Filmvortrag | Dreharbeiten

Seite 1 von 2212345...1020...Letzte »

Hier finden Sie eine Chronologie über die bisher online erfassten Termine des Instituts.

Karin Hermes PURPUR von Karin Hermes. Lesetipp
Karin Hermes, Schweizer Choreografin, Performerin, Spezialistin für Kinetographie Laban und Tanzpädagogin und Tanzpreisträgerin, hat mit "PURPUR" ihren ersten Roman vorgelegt.
Tafi-Info Verlag edition 8 Bern/Zürich CH 15.03.2026

 

PURPUR ist eine eindringliche Mischung aus Geschichte und Imagination im Dreieck von Tanzkunst, Kineographie und Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

“Die Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller aus Berlin ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Wunsch, ungeachtet der politischen Zustände zu tanzen und künstlerisch zu gestalten, und dem Bedürfnis, den Nazis etwas entgegenzusetzen. Als sie von ihrem Freund Hans Coppi gefragt wird, ob die Widerstandsgruppe um ihn – von den Nazis die “Rote Kapelle” genannt – in ihrer Abwesenheit ihr Atelier für das Senden von Funksprüchen nutzen dürfe, sagt sie zögernd zu. Später gibt sie auch in Tanzpartituren verschlüsselte Informationen weiter. Sie transportiert eine Partitur im doppelten Boden ihres Koffers nach München, von wo aus sie nach Zürich gelangt. Dort werden die codierten Informationen von Elfriede entgegengenommen und der schweizerischen Gruppe der Roten Kapelle in Bern überbracht, die sie nach London und Moskau funkt.

 

Oda Schottmüller und ihre Mitstreiter:innen werden 1942 verhaftet und zum Tode verurteilt. Oda tanzt mit dem Tod, begleitet vom Gefängnispfarrer Harald Poelchnau, der insgeheim Jüd:innen versteckt.

Die historische Fiktion Purpur beleuchtet einen wenig bekannten Aspekt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dabei wird der Bogen bis zum Schweizer Cryptoskandal gespannt, in den Elfriedes Enkel Max involviert ist und der sein Luxusleben auf den Kopf stellt.”

 

Das Video zum Buch auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=klYgiNYemZI

 

Rückmeldungen an die Autorin Karin Hermes:

“Dein Buch hat mich total gepackt. Beeindruckend, wie du die Spannung zwischen Fakten und Fiktion und die Verbindungen zwischen Personen und Zeitsprüngen hinbekommen hast. Grosses Bravo!”
Claudia Rosiny, ehemalige Verantwortliche Darstellende Künste im Bundesamt für Kultur

 

“Purpur” ist ein wunderbares, wichtiges, gut recherchiertes, gut geschriebenes Buch, das eine Lücke schliesst. Ich kannte bisher die Rote Kapelle nicht, nur Sophie Scholl und die Weisse Rose – und habe immer wieder gestaunt. Wie kann dies an mir “vorbeigegangen” sein? Ich bin sehr dankbar für “Purpur”, das ich mit Betroffenheit, Berührung und Bewunderung gelesen habe. Ein bewegendes Buch über Menschlichkeit. Tanz – Kunst/Malerei/Bildhauerei/Farbenlehre – Widerstand im 2. Weltkrieg: lauter Themen die mich sehr interessieren. Die Art und Weise, wie dies mit der Biografie von Oda Schottmüller und ihrem Freundeskreis im Zusammenhang steht, finde ich grossartig. Keine lineare Geschichte, sondern formal höchst gekonnt, choreografisch gestaltet, vermutlich sogar sehr nah an der Kinetografie Labans. Die drei Achsen vertikal, horizontal und sagittal habe ich beim Lesen geradezu gespürt, als wären die einzelnen Kapitel in Bewegung. Ich bin begeistert! “Purpur” wirkt nachhaltig, und ich werde es sicher ein zweites Mal lesen und wärmstens weiterempfehlen.
Barbara Traber, Autorin, Lektorin

 

Auszug aus dem Buch:

Sie würde es zum Hauseingang der Nummer 106 schaffen, ohne die Gestapo zu kreuzen. Erleichtert öffnete Oda die Tür und ging die fünf Stockwerke hoch. Dann schloss sie die Eingangstür zu ihrem Wohnatelier hinter sich.
Sie zündete keine Kerze an und zog sich hoch auf ihren Lieblingsplatz auf dem kleinen Schränklein, legte die Arme um die Knie und atmete tief aus. Sie hatte sich bei der Probe so gefreut – und dann diese schreckliche Angst auf dem Heimweg. Die Anspannung sass noch in ihrem Körper. Oda wusste, dass sie viele Stunden brauchen würde, um sie loszuwerden. In dieser Zeit konnte sie nichts schaffen. Das störte sie mehr als alles andere.

Sie zündete keine Kerze an und zog sich hoch auf ihren Lieblingsplatz auf dem kleinen Schränklein, legte die Arme um die Knie und atmete tief aus. Sie hatte sich bei der Probe so gefreut – und dann diese schreckliche Angst auf dem Heimweg. Die Anspannung sass noch in ihrem Körper. Oda wusste, dass sie viele Stunden brauchen würde, um sie loszuwerden. In dieser Zeit konnte sie nichts schaffen. Das störte sie mehr als alles andere.

PURPUR
edition 8

Gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen
208 Seiten
CHF 26.00, EUR 26.00

ISBN: 978-3-85990-566-5

E-Book
ISBN mobi: 978-3-85990-568-9
ISBN epub: 978-3-85990-567-2

 

Hans Kresnik - Theater muss weh tun. Foto: Kathrin Schubert TANZSALON 32: Johan Kresnik – Film und Gespräch
Mit dabei: Tänzerinnen, die in Kresniks Kompanien aktiv waren.
Filmvortrag Landesverband TanzSzene Bremen| Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg|Deutsches Tanzfilmarchiv Deutsches Tanzfilminstitut Bremen - Am Wall 201, Bremen D 10.03.2026 um 19.30 Uhr

 

Im Tanzsalon 32 lernen Sie den Choreografen Hans Kresnik durch das Filmporträt “Zeugen des Tanzes – Gabriele Wittmann trifft Hans Kresnik” des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen besser kennen. Wir begrüßen Tänzerinnen aus verschiedenen Schaffensperioden des streibaren Chroeografen als Gäste und suchen das Gespräch mit Susan Barnett, Gabriele Behrend, Jacqueline Davenport, Margarete Hugenberger, Heide-Marie Härtel und weitere Profitänzerinnen.

 

Seit den 1960er Jahren entwickelte Johan Kresnik seín radikal politisches Tanztheater in Bremen, in dem er Tanz, Schauspiel und grelle Bilderwelten zu kompromisslosen Bühnenereignissen verband.
Seine Werke provozieren bewußt, legten gesellschaftliche Wunden offen und stellten Macht, Gewalt und historische Verantwortung ins Zentrum – international beachtet mit Themen, die weit über den Theaterraum hinaus in die gesellschaftliche Diskussion wirkten.

 

Dank an die Unterstützung durch die Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg.

 

NOT BUTOH SOLO von Thomas A. Bradley. Foto Jorg Baumann Deutscher Tanzpreis 2026. Tanz-Gala & Preisverleihung
Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen zeichnet die Veranstaltung im Aalto Theater Essen auf.
Dreharbeiten Dachverband Tanz Deutschland Essen - Aalto Theater D 20.02.2026 um 18.00 Uhr

 

Der Dachverband Tanz Deutschland lädt zu einer glanzvollen Tanz-Gala am
Samstag, den 28. Februar 2026 um 18 Uhr ins Aalto-Theater Essen ein.
Das Programm präsentiert auch dieses Jahr die große Vielfalt des Tanzes: Zu
Gast sind das Staatsballett Berlin, die MiR Dance Company Gelsenkirchen, der
Choreograf und Tänzer Thomas A. Bradley und das Urban Dance Department &
Friends.

 
Im Rahmen der Tanz-Gala wird der Deutsche Tanzpreis 2026 an den Choreografen Christian Spuck verliehen. Ehrungen gehen an die Tanzwissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Brandstetter und den Butoh-Tänzer Tadashi Endo (posthum)
Die Besucher*innen erwartet ein spannendes und abwechslungsreiches Gala-Programm:

 

WATER ist ein kraftvoller Eröffnungsakt, in der das Urban Dance Department & Friends die Essenz des Urban Dance auf die Bühne bringt. Mit 13 lokalen und internationalen Tänzer*innen verbindet die Choreografie von Souhail Jalti Hip Hop, Popping und Breakdance mit zeitgenössischem urbanem Ausdruck.

 

Die Uraufführung NOT BUTOH SOLO des Choreografen und Tänzers Thomas A. Bradley ist eine Referenz an Gabriele Brandstetter und Tadashi Endo zugleich und eine Reflexion über die anhaltende Faszination des Künstlers für das japanische Butoh.

 

Das Staatsballett Berlin zeigt gleich drei Stücke des Choreografen und diesjährigen Preisträgers Christian Spuck: Mit Beethoven greift Spuck die Stimmung des zweiten Satzes ‚Adagio un poco mosso‘ des Klavierkonzert Nr. 5 auf.

Nocturne repräsentiert mit seiner Verschmelzung von klassischen und zeitgenössischen Elementen die choreographische Handschrift von Christian Spuck in besonderer Weise. Christian Spuck brachte das Ballett Romeo und Julia 2012 in Zürich zur Premiere. Seine Interpretation der Balkonszene, das Balkon Pas de Deux aus Romeo und Julia, zählt zu den bewegendsten Momenten des Stücks.

 

Die MiR Dance Company Gelsenkirchen zeigt Ausschnitte aus dem mitreißenden Zweiteiler Hasard & Boléro von Sita Ostheimer mit Musik von Yehezkel Raz und Maurice Ravel und einen Ausschnitt aus Millennials des Choreografen Marcos Morau. „Millennials“ spürt nach, wie in der Ära der digitalen Revolution das Internet und soziale Netzwerke den Kern der Gesellschaft verändert haben.

 

Die Tanz-Gala wird durch ein Grußwort des Kulturstaatsministers im Bundeskanzleramt Wolfram Weimer eröffnet.

 

Durch den Abend führt die Moderatorin Vivian Perkovic – bekannt u.a. vom 3sat-Magazin Kulturzeit.

 

Die Tanz-Gala wird mit Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) angeboten.

 

***

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Tanz-Gala in Essen aufzeichnen zu dürfen.

Neele Buchholz Tomas Buenger. Orange ist nicht allein. Foto: Daniela Buchholz-1200x Orange ist nicht allein. Ein Tanztheaterstück von Neele Buchholz und Tomas Bünger
Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen zeichnet die Generalprobe auf.
Dreharbeiten Schwankhalle Bremen - Schwankhalle D 29.01.2026 Generalprobe

 

 

In »Orange ist nicht allein« geht es um Menschen, um Gefühle, um Unterschiede. Es geht um Farben, um Begegnungen, um Miteinander. In dem Tanz­­theater­stück bewegen sich acht Tänzer*innen mit und ohne Be­hinderung auf der Bühne. Sie bewegen sich in Räumen. Sie bewegen sich rein, sie bewegen sich darin, sie bewegen sich gemeinsam. Sie bewegen sich raus, sie bewegen sich in einen anderen Raum.

 

Manchmal langsam, manchmal schnell. Manchmal Chaos, manchmal Sturm. Zusammen irgendwo im Partykeller. Tanzen zusammen, wie richtig sausen. Sie halten sich, sie gehören zu­einander. Sie sind ganz nah, sie sind verbunden. Sie spielen, sie nehmen sich ernst. Nicht ruhig wie eine Statue, nicht langweilig sein. Alle sind wichtig, niemand wird ausgeschlossen. Alle sitzen in der Ecke. Blau wie Freundschaft, Rosa wie weich und Kaugummi, Grün wie Sehnsucht, Gelb wie Fenster auf, Lila wie Tuschkasten, Schwarz wie die Nacht. Haut wie ein Mensch und fühlen und transparent. Orange möchte gesehen werden, Orange gehört in die Gruppe. Vielleicht gehen wir auf den Balkon und gucken, wie ein Regenbogen zerstreut. Vielleicht finden wir einen Raum – für mich, für dich, für uns. Vielleicht finden wir ihn hier.

 

***

 

Neele Buchholz (*1991 in Bremen) ist freie Tänzerin und Schauspielerin und hat das Down-Syndrom. Sie hat mehr als 300 Bühnenauftritte im In-und Ausland (u.a. »T4. Ophelias Garten«, Regie David Stöhr) und Rollen in Filmproduktionen (u.a. »Eldorado KaDeWe«, Regie: Julia von Heinz). Ihre Karriere startete sie 2013 als festangestellte Tänzerin bei tanzbar bremen e.V.  ↗ Seit 2022 arbeitet sie hauptberuflich als freie Künstlerin. Die Themen Augenhöhe und Liebe spielen oft eine wichtige Rolle in ihrer künstlerischen Arbeit.

 

Tomas Bünger hat klassischen und modernen Bühnentanz studiert und war langjähriges Mitglied des Tanztheater Bremen. Anschließend machte er eine integrative Tanzlehrer­fortbildung in New York und war Gast-Dozent an der Universität der Künste in Buenos Aires. Er arbeitete viele Jahre mit Unterstützung des Goethe-Instituts regelmäßig in Bangladesh und war künstlerischer Resident in Togo, Rumänien und Indien. Er erhielt diverse Lehraufträge. Im Mittelpunkt seiner choreo­grafischen Arbeit steht der tanzende Mensch und sein Verhältnis zur Welt.

 

Das Ensemble von »Orange ist nicht allein« wurde nach einem Casting-Aufruf von Neele und Tom in einem gemeinsamen Casting ausgesucht.

 

Koproduktion: Schwankhalle. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Senator für Kultur Bremen, der Waldemar Koch Stiftung und der Sparkasse Bremen.

 

***

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Generalprobe in der Schwankhalle Bremen aufzeichnen zu dürfen.

ICH. Angie Hiesl + Roland Kaiser TANZSALON 31: Angie Hiesl + Roland Kaiser – ein spannendes Künstler-Duo kommt nach Bremen

Veranstaltung Landesverbad TanzSzene Bremen und Deutsches Tanzfilminstitut Bremen - Am Wall 201/ im Tafi D Montag, 10.11.2025, um 19.30 Uhr

Es ist uns gelungen, das renommierte Künstler- und Performance-Duo Angie Hiesl und Roland Kaiser nach Bremen zu holen. Das TAFI arbeitet aktuell an einem Film über die beiden – eine wunderbare Gelegenheit, ihre außergewöhnliche Arbeit auch dem Bremer Publikum näherzubringen.

 

Seit 1997 begleitet das TAFI die spannenden Projekte des Duos und ist bis heute von ihrem Einfallsreichtum, Mut und ihrer Konsequenz begeistert. Angie Hiesl und Roland Kaiser präsentieren ihre Performances ausschließlich an „kunstfremden“ Orten – in privaten Räumen oder im öffentlichen Stadtraum – und verwandeln diese in unerwartete ‘Bühnen’.

 

An diesem Abend zeigen wir filmische Eindrücke aus dem reichen Fundus des TAFI-Archivs und freuen uns auf das Gespräch mit Angie Hiesl und Roland Kaiser.

 

Wer vorab einen Eindruck der künstlerischen Interventionen gewinnen möchte, findet hier weitere Informationen https://angiehiesl-rolandkaiser.de

 

Für Getränke ist gesorgt – bringt Euch selbst und gerne neue Menschen und Freunde mit!

 

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

Montag, 10.11. um 19.30 Uhr
im Deutsches Tanzfilminstitut Bremen
Am Wall 201 / Forum am Wall
Eingang: Ostertorstraße links neben der Bäckerei

TANZSALON 30: Verletzlich schön. Tanz zwischen Eleganz und Risiko
Der TanzSalon startet wieder!
Veranstaltung Landesverband TanzSzene Bremen Deutsches Tanzfilminstitut Bremen D 10.10.2025 um 20.00 Uhr

 

Mit Unterstützung des Landesverbands TanzSzene Bremen nehmen wir unser bewährtes Format des TANZSALONs wieder auf.

 

Wie früher findet er immer am 10. eines Monats um 20:00 Uhr im TAFI statt – unabhängig davon, auf welchen Wochentag der 10. fällt.

 

Viele von Euch haben uns gesagt, wie sehr der TANZSALON als Ort der Begegnung und Selbstverständigung in der Bremer Tanzszene gefehlt hat. Seit dem letzten Mal ist einiges passiert – im TAFI, aber sicher auch bei Euch: neue Produktionen, neue Filme, neue Gäste.

 

Wir laden Euch herzlich ein, den ersten TANZSALON nach der langen Pause mit uns zu feiern. Thema des Abends ist der neueste Dokumentarfilm des TAFI: „Verletzlich schön. Tanz zwischen Eleganz und Risiko – Eine Studie der Goethe-Universität Frankfurt“. Der Film begleitet eine medizinische Studie zu körperlichen Belastungen im professionellen Tanz. Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke von der Goethe-Universität Frankfurt, Leiterin des Forschungsprojekts, führt in das Thema ein.

 

Für Getränke ist gesorgt – bringt Euch selbst und gerne auch neue Menschen und Freunde mit.

 

 

Freitag 10.10. um 20.00 Uhr
im Deutsches Tanzfilminstitut Bremen
Am Wall 201 / Forum am Wall
Eingang Ostertorstraße links neben der Bäckerei

 

Filmstill. Training für die Forschung. Theater Kiel VERLETZLICH SCHÖN. Tanz zwischen Eleganz und Risiko
Dokumentarfilm zu einer Studie der Goethe-Universität Frankfurt.
Video-Produktion Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 10.07.2025

Mit Verletzlich schön – Tanz zwischen Eleganz und Risiko präsentiert das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen seinen neuesten Dokumentarfilm – ein eindrucksvolles Porträt einer medizinischen Studie des professionellen Tanzes im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Hingabe und physischer Belastung.

 

Begleitet wird darin ein umfassendes Forschungsprojekt des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke. Mit modernen Methoden der Bewegungsanalyse (kinematische Untersuchung der Bewegungsabläufe) wurden Bewegungsmuster professioneller Tänzerinnen und Tänzer während des Trainings und der Proben untersucht. Im Fokus: der Einfluss unterschiedlicher Böden auf den Körper, ermittelt durch identische Bewegungsabfolgen mit und ohne Spitzenschuhe auf zwei verschiedenen Bodenarten.

 

Drehorte waren die Orte der Untersuchung am Staatstheater Oldenburg und am Theater Kiel – zwei Häuser mit renommierten klassischen Compagnien, die für ihre exzellente tänzerische Qualität bekannt sind.

 

Der Film vermittelt nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch persönliche Perspektiven. Neben Tänzerinnen und Tänzern sowie Heather Jürgensen, 1. Ballettmeisterin und stellvertretende Ballettdirektorin des Ballett Kiel, kommt Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke selbst in einem ausführlichen Interview zu Wort. Sie erläutert die Hintergründe der Studie und ordnet die Ergebnisse aus medizinischer Sicht ein. Ergänzend berichtet Wolfgang Heuer von der Unfallkasse NRW, Bereich Bühnentechnik, über Sicherheitsaspekte und Prävention im Bühnenbetrieb bezogen auf das Ballett..

 

Verletzlich schön lädt dazu ein, Tanz nicht nur als Kunstform zu sehen, sondern auch als körperliche Hochleistungsdisziplin mit all ihren Risiken und Herausforderungen.

© Eros Brancaleon BCurious – Summer Dance Workshops Ensembles Of Curious Natur und Zappalà Danza

Dreharbeiten TanzRaum Nord | Of Curious Nature und Scenario Pubblico | Compagnia Zappallà Bremen - Schwankhalle + Zentrum für Kunst im Tabakquartier D 30.06.-06.07.2025

Die beiden internationalen Ensembles Of Curious Nature und Zappalà Danza starten das erste gemeinsame Workshopprogramm für aufstrebende Tanztalente und bringen den Sommer zum Tanzen.

 

Du stehst zwischen Ausbildung und Profi-Karriere? Oder bist professionelle*r Tänzer*in in Bremen? Dann ist das deine Chance! Tauche tief in die Arbeitsweise von zwei internationalen Companies ein. Die Choreografinnen und Tänzerinnen von Of Curious Nature und Zappalà Danza geben dir ihre Tools und Moves direkt weiter – Skills, die sonst nur Company-Mitglieder kennen. Spannende Gastdozent*innen und ein Insider Panel zum erfolgreichen Start in die Tanzwelt machen das Programm komplett.

 

ABSCHLUSS-SHOWING:
Am Sonntag heißt es: Bühne frei! Zeigt, was ihr drauf habt und was in den Workshops entstanden ist. Freier Eintritt für alle Tanzbegeisterten. Spürt die Vibes der angehenden Profis!

 

DU LIEBST TANZ, ABER NICHT ALS PROFI?
Wir haben auch was für dich! Erfahre, wie Tanz als kreative Ausdrucksform funktioniert und wie dein Körper zum künstlerischen Tool wird. Die Tänzer*innen von Of Curious Nature zeigen dir die Basics ihrer intensiven Bewegungs-Techniken – Skills für deinen eigenen Style!

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert das Abschluss-Showing.

Blick ins Innere  ©Marianne Menke Alexandra Beriault mit Cinematic Spaces der Hochschule für Künste Bremen zu Gast

Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut Bremen - Deutsches Tanzfilminstitut D 28.06.2025

“Am Mittwoch, den 18. Juni, besuchte die Klasse Cinematic Spaces der Hochschule für Künste das Deutsche Tanzfilminstitut, wo wir von Heide-Marie Härtel, der Leiterin des Instituts, begrüßt wurden. Während sie uns durch die Räumlichkeiten führte, lernten wir verschiedene Facetten des Instituts kennen – ein großes Highlight war die Möglichkeit zu sehen, wo viele Original-Tanzfilme für das Archiv digitalisiert werden. Das Digitalisierungsstudio verfügt über ein vollständig angepasstes System, das eine Reihe von analogen Bewegtbildformaten aufnehmen kann. Mehrere Tanzfilme (aus verschiedenen Epochen) werden gleichzeitig auf einer Reihe von gestapelten CRT-Fernsehmonitoren abgespielt, und das Erlebnis, ein solches System bei der Arbeit zu sehen, fühlt sich an, als würde man eine Mehrkanal-Videoinstallation betreten, die ausschließlich dem Tanzfilm gewidmet ist.

 

Während der Führung erhielt unsere Klasse Einblicke in mehrere Beispiele aus dem umfangreichen Archiv des Instituts für Tanzvideos sowie in andere Filme, die die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Tanzfilminstitut und zahlreichen internationalen Partnern dokumentieren. Mehrere der gezeigten Tanzarbeiten enthielten Elemente der bildenden Kunst, darunter Video, Sound, Skulptur und Multimedia-Installation. Im Wesentlichen wurden wir eingeladen, den Tanz und die Bühne als eine weitere Möglichkeit zu betrachten, was ein „kinematischer Raum“ verkörpern könnte.

 

Alex Beriault

 

#

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

AK Film&Medien. Digitale Perspektiven im Tanzfilminstitut Bremen KI in Film und Medien. Öffentliche Arbeitssitzung des AK Film AV&Medien DACH. BiblioCon
Im Rahmen der BiblioCon - 9. Bibliothekskongress 2025 in Bremen
Veranstaltung Berufsverband Information Bibliothek e.V. Bremen - Forum am Wall D 24.06.2025

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit mit Film, AV-Medien und Archiven? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für Forschung, Archivierung und Vermittlung? Diesen Fragen widmet sich die öffentliche Arbeitssitzung des Arbeitskreises Film AV & Medien DACH, die im Rahmen der BiblioCon in Bremen stattfindet.

 

Unter dem Titel „KI in Film und Medien“ kommen Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, um neueste Entwicklungen zu diskutieren. Mit dabei sind Beiträge aus dem Filminstitut Hannover, dem FID Medien (vormals FID Film-, Medien- und Kommunikationswissenschaft / MediaRep) und dem AV-Portal der TIB Hannover – ergänzt durch Einblicke in lokale Einrichtungen und Projekte.

 

Ein besonderer Programmhöhepunkt ist der Besuch des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen, dem weltweit größten Archiv für Tanzfilm. Die Führung gibt Einblick in die Verknüpfung von jahrzehntelanger Archivpraxis mit neuen digitalen und KI-gestützten Perspektiven.

 

Die Sitzung ist öffentlich und lädt alle Interessierten ein – zur Information, Diskussion und Vernetzung an der Schnittstelle von Medienwissenschaft, Praxis und Technologie.

Bremen Tanzt!  © Médoune Seck BREMEN TANZT! Mit der Tanzkompanie Of Curious Nature durch die Innenstadt der Zukunft
Mariko Koh mit Of Curious Nature
Dreharbeiten steptext dance project | StattReisen Bremen Bremen D 06.-30.06.2025 (freitags)

Die Hansestadt anzugucken, ist ja immer lohnend!
Aber das, was steptext dance project und StattReisen Bremen sich jetzt ausgedacht haben, ist ganz neu!

 

Die Teilnehmer:Innen gehen dabei auf eine ganz neue Form der Stadterkundung, bei der das internationale Ensemble Of Curious Nature durch Tanz-Interventionen eine Stadtführung zu einem Ereignis macht.

 

Das Unverwechselbare sind die intensiven Tanzperformances, die die sieben Tänzer:innen der Bremer Kompanie Of Curious Nature an ausgewählten Orten darbieten. Die Kunst nimmt Verbindung zur Stadt auf und belebt den Stadtraum auf einzigartige Weise.
Auf der Route liegen Orte, die selbst Bremer:innen noch nicht so oft besucht haben dürften: u.a. die Dachterasse der ecos works spaces, die Bremer Baumwollbörse, der Skulpturengarten an der Bürgerschaft und das neue Uni-Forum am Domshof.

 

Die Tänzer:innen von Of Curious Nature entwerfen poetische Bilder, die Körper und Stadtraum verbinden und Visionen einer Innenstadt der Zukunft entstehen lassen. In einer besonderen Atmosphäre werden Sichtachsen künstlerisch gestaltet und lassen neue Blickwinkel mit bleibenden Eindrücken auf die Stadt.

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen dokumentiert die Stadtführung.

Susan Barnett Age on Stage – altes Eisen? Von wegen! Tanz kennt kein Verfallsdatum. Gastvortrag von Susan Barnett
Im Rahmen des Seminars "Tanz-Exkursionen in die Innenwelt des Tanzes" von Dr. Monika Thiele, Seniorenstudium, Akademie für Weiterbildung, Universität Bremen
Filmvortrag Deutsches Tanzfilminstitut - Universität Bremen Bremen | Hybrid D 19.05.2025

Kann ein Körper über 50 noch tanzen? Und wenn ja: Wie? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Gastvortrag von Susan Barnett. Barnett ist Tänzerin und Tanzpädagogin aus Bremen. Barnett stammt aus Wales, wuchs in Chile auf, tanzte international – unter anderem beim Ballet Municipal de Santiago und im Ensemble von Hans Kresnik – und ist seit vielen Jahren freischaffend tätig. Mit einem Master in Dance Science und vielfältigen Projekten zwischen Bühnenkunst, Tanzvermittlung und Community Dance setzt sie sich intensiv mit den Themen Körper, Alter und Ausdruck auseinander.

 

Gerade im professionellen Tanz scheint Alter häufig ein Ausschlusskriterium zu sein. Während in Film und Theater reife Künstler und (weniger) Künstlerinnen noch auf der Bühne stehen, verschwinden professionelle Tänzerinnen oft früh aus dem Rampenlicht. Was sind die Gründe dafür? Ist es ein überholtes Ideal von ewiger Jugend, Beweglichkeit und physischer Höchstleistung?

 

Doch Tanz kann mehr. Beweglichkeit, Lebensfreude, Ausdruck – all das lässt sich bis ins hohe Alter erhalten, ja sogar noch vertiefen.

 

Im Zentrum dieses Gastvortrags „Age on Stage“ stand deshalb nicht nur die Frage nach gesundheitlichen Vorteilen, sondern vor allem nach künstlerischen Perspektiven:

 

Ist älter werden auf der Tanzbühne wirklich ein Tabu?
Welche neuen Ausdrucksformen entstehen, wenn der Körper andere Qualitäten betont als Sprungkraft und Geschwindigkeit?
Und wie lassen sich Altersbilder in der Kunst verschieben?

„Age on Stage“ ist eine Einladung, Tanz neu zu denken: nicht als Privileg der Jugend, sondern als lebenslange Form der Bewegung und des Ausdrucks.

Die Gastdozentin Prof. Dr. Dr. Eileen M. Wanke (links im Bild) Vom Tanz zur Tanzmedizin – Einblicke von Prof. Dr. Dr. med. Eileen M. Wanke
Im Rahmen des Seminars "Tanz-Exkursionen in die Innenwelt des Tanzes" von Dr. Monika Thiele, Seniorenstudium, Akademie für Weiterbildung, Universität Bremen
Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut - Universität Bremen Bremen - Deutsches Tanzfilminstitut D 12.05.2025

Im Rahmen der Veranstaltung „Tanz – Exkursionen in die Innenwelt des Tanzes“ begrüßen wir als besonderen Gast die Tanzmedizinerin Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt.

 

Prof. Wanke leitet ein Forschungsprojekt zur Analyse von Bewegungsmustern im professionellen Bühnentanz. Mithilfe hochmoderner kinematischer Verfahren werden Belastungen und Risiken für Tänzer:innen wissenschaftlich untersucht – eine Arbeit, die neue Perspektiven auf Prävention und Gesundheitsförderung im Tanz eröffnet.

 

Wo endet Kunst, wo beginnt Medizin? In ihrem Vortrag „Vom Tanz zur Tanzmedizin“ beleuchtet Prof. Dr. Dr. Eileen M. Wanke die Entwicklung des Tanzes von einer elementaren menschlichen Bewegungsform hin zu einem Beruf mit besonderen körperlichen Anforderungen – und die Entstehung der Tanzmedizin als eigenständiges interdisziplinäres Fachgebiet.

 

Anhand historischer Beispiele zeigt Prof. Wanke, wie Tanz seit jeher auch zur Gesunderhaltung eingesetzt wurde. Zugleich skizziert sie die spezifischen Belastungen und Risiken, denen professionelle Tänzer:innen im Rahmen von Ausbildung und Beruf ausgesetzt sind.

 

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie kann medizinisches Wissen helfen, Verletzungen zu vermeiden, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Gesundheit von Tänzer:innen langfristig zu sichern?

 

Ein Vortrag mit Filmbeitrag zwischen Tanzkunst und Wissenschaft – verständlich, praxisnah und mit Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse.

No Speakers Corner. Foto ©Gerdes ProdÁrt – Festival Vielfalt in Aktion

Dreharbeiten ProdÁrt Bremen - Zentrum für Kunst im Tabakquartier D 10.-11.05.2025

Für alle, die gemeinsam die Vision von einer Welt feiern möchten, in der alle Menschen – mit und ohne Behinderung – gleichgestellt sind.
Um Gleichstellung zu erreichen und diese einzufordern gibt es jedes Jahr am 05. Mai den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dafür gehen Jahr für Jahr Menschen auf die Strasse – der Weg ist noch lang.

 

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert das Festival.

"Ecoute...Chopin". Von und mit Susanne Linke. ©Günther Krämmer 100 Jahre Solo-Tanz. Film-Lecture in Kooperation mit der Hochschule für Künste im Sozialen.
Wissenschaftliches Seminar. Sommersemster 2025
Filmvortrag Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen - Deutsches Tanzfilminstitut D 09.04.2025

Wie verändert sich Tanz, wenn er sich auf eine einzelne Person konzentriert? Und welche gesellschaftlichen Impulse stecken in dieser Form? Mit diesen Fragen eröffnet Heide-Marie Härtel, Gründerin und Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen, ihre fünfteilige Lecture zum Thema „100 Jahre Solotanz“ . Das Seminar ist eine Kooperation im Rahmen mit dem Studiengang Tanz und Theater im Sozialen an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg unter der Leitung von Prof. Leonardo Cruz..

In der zeitgenössischen Tanzszene umfasst der Solotanz häufig eigenständige Bühnenstücke – Ausarbeitungen, die individuell choreografiert und interpretiert sind. Eine bekannte Vertreterin solcher expressiven Solo-Kunst ist Susanne Linke, eine Pionierin des deutschen Tanztheaters

Heide-Marie Härtel gibt anhand ausgewählte Filmausschnitte aus dem Archiv Einblicke in die Werke herausragender Solo-Tänzer und Tänzerinnen.

Foto: “Ecoute…Chopin”. Von und mit Susanne Linke. ©Günther Krämmer

Prof. Dr. Dr. Eileen M. Wanke im Interview. Aktuelle tanzmedizinische Forschung. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke

Dreharbeiten Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 09.04.2025

Was geschieht mit den Gelenken von Tänzerinnen und Tänzern, die täglich Höchstleistungen erbringen? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke nach.

 

Im Zentrum der Studie steht methodisch der Einsatz modernster Motion-Capture-Technologie: An Tänzerinnen und Tänzern des Oldenburger Staatstheaters wurden Bewegungsdaten während Training und Proben präzise erfasst. Mithilfe dieser Technik lassen sich Belastungen für Gelenke und Muskulatur sichtbar machen, die mit bloßem Auge weder sichtbar noch messbar sind.

 

Untersucht wird außerdem, wie sich unterschiedliche Tanzböden auf den Körper auswirken. Dazu führen die Tänzer identische Bewegungsabfolgen auf zwei verschiedenen Bodenarten – mit und ohne Spitzenschuhe – aus.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen begleitete das Projekt filmisch und sprach mit Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke über Hintergründe, Ziele und erste Erkenntnisse. Ihr Interview bildet den Kern eines neuen Films, der zeigt: Tanz und Wissenschaft können sich produktiv ergänzen – für die Gesundheit der Künstlerinnen und Künstler auf und hinter der Bühne.

Ferdy II. Filmstill Ferdy II von KOÏNZI-DANCE

Dreharbeiten KOÏNZI-DANCE Hamburg. Poolhaus Blankenese D 23.03.2025

Aus Gombrowicz’ Tagebuch: „Ihr quält mich mit der Frage ‚Was wollten Sie mit FERDYDURKE sagen‘ Ich antworte: ’Seid mehr sinnlich, weniger intellektuell, versucht lieber mit diesem Buch zu tanzen, anstatt euch an sein Skelett heranzutasten. Laßt euch von ihm verführen, anstatt nach seinen Gründen zu fragen, fragt euch lieber, ob es verlockend, bezaubernd, leidenschaftlich und mutig ist. Möge es euch in die Wirklichkeit hineinführen, […]…Pssst …. Schon habe ich zuviel gesagt’!“

 

In diesem Sinne haben Nele Lipp und ihre Tänzerinnen Anna Grover, Nicole Gießler, Christa Krings und der Sängerin Corinna Meyer-Esche den Ferdyfilm in Form zweier „Vollständiger Fragmente“ geschaffen. Das zweite „Fragment” entstand mit Hilfe des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen.

Baile. Filmstill Baile. Tanzperformance von Magali Sander Fett mit dem TanzkollektivBremen

Dreharbeiten TanzKollektivBremen Bremen - Zentrum für Kunst im Tabakquartier D 14.03.2025

“Baile” möchte die Grenzen zwischen Publikum und Performenden auflösen und alle zum Tanzen bringen. Grundlage des Zusammenkommens ist der Baile Funk, ein Tanz, der in den Favelas Brasiliens entstanden ist. Die Tänzerin Magali Sander Fett hat in Recherchen mit den Baile-Funk-Erfahrenen Yago Morais und Héricles Garcia aus Brasilien diesen Tanzstil erlernt und möchte nun gemeinsam mit ihnen den Tanz nach Bremen bringen.

 

Der Tanzstil ist Ausdruck des Versuchs, eine kollektive, selbstbestimmte Identität in der Bewegungssprache zu (er-)finden. Baile lädt zum Tanz und fragt gleichzeitig: Wie können Performerinnen und Publikum auf der Bühne zusammenkommen und mit unterschiedlichen Herkünften und Erfahrungen gemeinsam an einem Stück arbeiten? Die Choreografien des Baile Funk, die Passinhos, bilden die Grundlage für alle: Die Tanzenden und der DJ erforschen die choreografische und musikalische Struktur des Tanzes. Sie ergänzen, und transformieren ihn mit eigenem Bewegungs- und Soundvokabular. “Baile” wird zum Ball für alle, ob mit oder ohne Tanzerfahrung.

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts dokumentiert die Vorstellung.

Heather Jurgensen. Filmstill Bewegung unter Beobachtung. Im Gespräch mit Heather Jurgensen ballettKIEL*
Dokumentation eines Forschungsprojekts des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke
Dreharbeiten Bremen D 10.03.2025

Heather Jurgensen, stellvertretende Ballettdirektorin des Balletts Kiel, war kürzlich zu Gast im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Filmprojekts sprach sie mit Heide-Marie Härtel über aktuelle Herausforderungen im professionellen Bühnentanz und über den Umgang mit körperlichen Belastungen.

 

Das Interview ist Teil des Forschungsprojekts der Goethe-Universität Frankfurt zur Bestimmung von Risiken für muskuloskelettale Erkrankungen bei Tänzerinnen und Tänzern. Heather Jurgensen teilt darin nicht nur ihre Erwartungen an die Studie, sondern berichtet auch von ihren eigenen Erfahrungen aus der Zeit als langjährige Solistin beim Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier.

 

Sie beschreibt ihren persönlichen Umgang mit präventiven Strategien und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen im Tanzbetrieb.

 

Auszüge aus dem Gespräch finden sich im neuen Dokumentarfilm Verletzlich schön – Tanz zwischen Eleganz und Risiko, der Wissenschaft und gelebte Tanzpraxis auf eindrucksvolle Weise verbindet.

Für ihre Verdienste in der Bewahrung des Tanzes als Kulturerbe steckt Bürgermeister Bovenschulte Heide-Marie Härtel das Bundesverdienstkreuz an. Foto: Senatspressestelle Bundesverdienstkreuz für Heide-Marie Härtel. Auszeichnung für ein Lebenswerk im Bereich Tanz und Tanzfilm

Tafi-Info Senatskanzlei des Landes Bremen Bremen - Rathaus D 07.03.2025

Am 7. März 2025 wurde Heide-Marie Härtel, eine der Gründerin und die langjährige künstlerische Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte überreichte ihr die Ehrung im Senatssaal des Bremer Rathauses und würdigte damit ihre herausragenden Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung des Kulturerbes Tanz.

 

Heide-Marie Härtel studierte klassischen und modernen Tanz in Köln und war ab 1971 als Tänzerin am Theater Bremen in der Tanzkompanie von Hans Kresnik engagiert. Seit Ende der 1970er Jahre widmete sie sich der Dokumentation und Vermittlung von Tanzfilm. 1989 gründete sie gemeinsam mit Susanne Schlichter das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen. Mit über 40.000 Medien zählt es heute zu den bedeutendsten Archiven für Tanzfilm in Europa.

 

In seiner Laudatio betonte Bürgermeister Bovenschulte:
„Durch ihre langjährige Arbeit im Bereich Tanzfilm hat Heide-Marie Härtel in den letzten 35 Jahren maßgeblich dazu beigetragen, das Kulturerbe des Tanzes zu erhalten und weiterzugeben. Mit unermüdlicher Hingabe und einem besonderen Gespür für die Bedeutung des Tanzes hat sie wichtige Impulse gesetzt, die weit über nationale Grenzen hinausreichen.“

 

Neben ihrer Tätigkeit als Produzentin und Regisseurin initiierte Heide-Marie Härtel europäische Projekte zur Vernetzung von Tanzarchiven und engagierte sich im Dachverband Tanz Deutschland. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2021 bereits den Deutschen Tanzpreis.

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts gratuliert Heide-Marie Härtel herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.

Wolfgang Heuer, Unfallkasse NRW (DGVU) Tanzen auf sicherem Grund. Interview mit Wolfgang Heuer über den Einfluss von Tanzböden
Zum Forschungsprojekt des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Goethe-Universität Frankfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke
Dreharbeiten Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 24.02.2025

Bei Proben und Aufführungen im professionellen Tanz spielt der richtige Boden eine entscheidende Rolle: Er beeinflusst nicht nur das Bewegungsgefühl, sondern auch die körperliche Belastung und das Verletzungsrisiko.

 

Wolfgang Heuer, stellvertretender Leiter des Sachgebiets „Bühnen und Studios“ bei der Unfallkasse NRW (DGUV), unterstützt das tanzmedizinische Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Eileen Wanke. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich unterschiedliche Bodenbeläge auf die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat von Tänzerinnen und Tänzern auswirken.

 

Für die gesetzliche Unfallversicherung sind solche Erkenntnisse von hoher Bedeutung: Sie liefern wichtige Grundlagen für Empfehlungen an Theater und Ausbildungsstätten, um Proben- und Aufführungsbedingungen möglichst sicher zu gestalten.

Patricio Bunster im Grünen Tisch. Filmstill DAS GEDÄCHTNIS DES TANZES. Archivreisen mit Patricio Bunster

Video-Produktion Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen. Dresden D 10.12.2024

Die Kurzreportage „Das Gedächtnis des Tanzes. Archivreisen mit Patricio Bunster” begleitet und porträtiert die Ausstellung und das Podiumsgespräch zum 100. Geburtstag des chilenischen Choreografen und Tänzers Patricio Bunster an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden.

 

Die Ausstellung wurde vom Tanzarchiv Leipzig, dem Archiv der Palucca Hochschule für Tanz Dresden sowie der Sächsische Akademie der Künste kuratiert und in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Palucca Hochschule für Tanz Dresden realisiert. Der Film wurde vom Deutsche Tanzfilminstitut Bremen produziert.

Wanda-Golonka. © Martina Thalhofer Recherche zum künstlerischen Werk von Prof. Wanda Golonka, HfS Ernst Busch im Archiv des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen

Zu Gast im TAFI Bremen D 06.-08.12.2024

Anlässlich des Abschieds von Prof. Dr. Wanda Golonka aus ihrer Lehrtätigkeit im Masterstudiengang Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) arbeiten Studierende und Mitarbeiter:innen des HZT mit dem Deutschen Tanzfilminstitut Bremen zusammen.

 

Im Mittelpunkt steht die Filmsammlung von Wanda Golonka, die sie dem Archiv des Instituts zur Digitalisierung und langfristigen Sicherung übergeben hat. Die Sichtung und Aufbereitung dieses filmischen Materials dient der Erstellung eines Beitrags, der das künstlerische und pädagogische Wirken von Wanda Golonka am HZT würdigt.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut freut sich, diese Zusammenarbeit mit seinem Archiv und seiner Expertise zu unterstützen.

©Marianne Menke “Tanz lebt weiter. In Bewegung, in Erinnerung – und im Film.” Exkursionen von Dr. Monika Thiele
Eine Kooperation des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen mit der Universität Bremen, Akademie für Weiterbildung, Seniorenstudium. Hybrid. Wintersemester 2024/25
Filmvortrag Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 21.11.2024

Tanz ist flüchtig. Was bleibt, sind Aufzeichnungen. Hier kommt das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen ins Spiel: Unter der Leitung von Heide-Marie Härtel, selbst einst Solistin unter Hans Kresnik, entstand seit den 1980er Jahren Europas größtes Tanzfilmarchiv. Über 40.000 Film- und Videodokumente lagern direkt über der Stadtbibliothek Bremen – viele davon Arbeiten von John Neumeier, aufgezeichnet in TV-Qualität.

 

In der Veranstaltungsreihe wird auch das Archiv vorgestellt. Heide-Marie Härtel gibt dabei persönliche Einblicke: als frühere Tänzerin und als Archivarin, die den Tanz für kommende Generationen bewahrt.

 

Geplant sind drei Termine im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, die auch online via Zoom verfolgt werden können.

 

Tanz lebt weiter. In Bewegung, in Erinnerung – und im Film.

 

Ankündigung von Dr. Monika Thiele