Tanzgeschichte digital vermittelt. Unser neues Konzept. LIVE [WissensWandel.Digitalprogramm des dbv]

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut ist eine Präsenz-Mediathek, die durch das Projekt “Neue Zugänge zum Kulturerbe Tanz” eine neue Säule der Kommunikation mit Fachahochschulen für Tanz- und Tanzpädagogik erstmalig erproben konnte. Eine Besonderheit von Archiven besteht darin, dass die Bestände nicht außer Haus und ohne Kontext mit Archivmitarbeitern gesichtet werden können. D.h. die Wissensvermittlung kann bisher eigentlich nur im Haus oder durch eigens zusammengestellte Mediatheken, die in eng umgrenzten Rahmen von Fachpersonal begleitet außerhalb gezeigt werden stattfinden. Insbesondere Filmbestände dürfen nicht ausgeliehen werden, da es sich um Originale mit Urheberrechten von Tanz- und Filmschaffenden handelt. Pandemiebedingt spitzte sich dieses grundsätzliche Problem zu.

 

Ein wichtiges Ziel unseres Projekts war die Realisierung von Online-Lectures für Hochschulen der Künste mit Studiengängen für den professionellen Tanz und die Tanzpädagogik. Es partizipierten in dieser Auftaktreihe das Orot-College in Tel Aviv (u.a. Studium der Tanzpädagogik) und eine Masterklasse in der Tanzausbildung der Folkwang Universität für Kunst in Essen.

In enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Tanzdozentinnen, Dr. Talia Perlshtein und Prof. Henrietta Horn, entstanden 20 Tanzlectures zu den Themen “Tanz und Politik” und “Solotanz”. Darüber hinaus haben wir ein Tanz-Geschichts-Tool (TGT) im Sinne eines Visuellen Tanzlexikon für die Dozent:innen und Studierende technisch erheblich modernisiert und inhaltlich aktualisiert. TGT ist nun auch zweisprachig (deutsch und englisch) zugänglich.

 

Wissenwandel.Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von Neustart Kultur wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und ist aufgelegt vom dbv Deutscher Bibliotheksverband.

 



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