Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten

Projekt Digitalisierung

Digitalisierung sichert analoge Tanzfilmbestände

 

  
Die Digitalisierung aller Bereiche schreitet in riesigen Schritten voran und hält Einzug in die Welt der Archive, ja, sie [...mehr]

Auszug aus dem Flyer zum Symposium "Folkwang Tanz"

“Folkwang Tanz” Symposium der Folkwang Universität der Künste

[ 13.10.2017 bis 15.10.2017 ] “Es wäre eine Sünde, über Bord zu werfen, was wir geerbt haben“, so Kurt Jooss. „Wir müssen es nicht praktizieren, [...mehr]

© Ivan Kmit - Fotolia

Datenbank

Die Datenbank des Instituts wurde in Kooperation mit der Universität Bremen entwickelt und ist speziell auf die Bedürfnisse der Forschungsarbeit [...mehr]

Michelangelo Detail

Wissenschaft & Forschung

Für tanzwissenschaftliche Recherchen, Seminare und Kongresse, pädagogische Forschungsprojekte und Tanzfestivals stellt das Archiv seine audiovisuellen Materialien, sowie Sicht- und Arbeitsmöglichkeiten [...mehr]

Präsenzmediathek

Präsenzmediathek

Die Präsenzmediathek des Instituts ist der Öffentlichkeit zugänglich. Tänzer, Choreografen, Tanz- und Bewegungspädagogen, sowie Fachjournalisten, Tanzwissenschaftler und Studenten nutzen die [...mehr]

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Restaurierung & Konservierung

Das Institut verfügt über technische Verfahren, die es ermöglichen, alte Video- und Filme aus 13 Formaten zu überspielen und zu [...mehr]

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Erweiterung der Sammlung

Im Laufe der Jahre öffnete sich die Sammlung der gesamten Bandbreite tänzerischer Formen.
Heute sind hier vom Klassischen Ballett bis [...mehr]

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Anfang der Sammlung

Die Anfänge dieser Videosammlung gingen zunächst vom Bremer Tanztheater aus. Die Werke der Tanztheaterprotagonisten der ersten Stunde wie Johann Kresnik [...mehr]

Projekt Digitalisierung Digitalisierung sichert analoge Tanzfilmbestände

Imagefilme Mitarbeiter Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D

 

  

Die Digitalisierung aller Bereiche schreitet in riesigen Schritten voran und hält Einzug in die Welt der Archive, ja, sie ist das Gebot der Stunde. Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen hat es sich seit 2014 zur Aufgabe gemacht, historisch wertvolle analoge Tanzfilmbestände, die ohne sorgfältige Aufbereitung dem Verfall preisgegeben sind, zu restaurieren und in dauerhafte Langzeitdigitalisate umzuwandeln. 

 

In einem mehrstufigen Arbeitsprozess AV-Medien auf analogen Bändern unterschiedlichster Videonormen (beispielsweise Betamax, Digi-Beta, VHS, U-matic, Japan Standard 1) gesichtet, je nach Zustand mehrfach gereinigt und restauriert, um sie schließlich in Echtzeit zu digitalisieren. Für jede auf einem Band dokumentierte Vorstellung ist eine Bearbeitung in je separaten Filmdateien/Videofiles notwendig. Der so geschaffene digitale Filmbestand wird auf verschiedenen Speichermedien sicher verwahrt und in eine speziell auf die Anforderungen der Tanzschaffenden zugeschnittene Datenbank aufgenommen. Für diese Datenbank werden circa 40 einzelne Informationsfelder mit Angaben zu dem jeweiligen Stück, Choreografen und Besetzung sowie Daten der Vorstellung und technische Qualität der Aufnahme sorgfältig recherchiert und eingepflegt.  

 

Der Auftraggeber erhält schließlich seinen historischen Filmbestand, der in digitalisierter Form auf speziellen Speichermedien gesichert ist und eine nutzerfreundliche Datenbank mit dem erschlossenen Bestand. Darüber hinaus übergeben wir eine Mediathek der digitalisierten Bestände auf einem speziellen passwortgeschützten System, mit dem es jederzeit möglich ist die digitalisierten Filme unmittelbar auf einem Rechner, Tablett oder Smartphone abspielen zu können.  

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen konnte seit 2014 die Digitalisierung und Erschließung der Bestände der Filmarchive des Staatsballetts Berlin, Bayerischen Staatsballetts München, Staatsballetts Saarbrücken, Tanzhaus NRW Düsseldorf, Mousonturm Köln und weitere große Tanzfilmsammlungen von Privatpersonen, Stiftungen und Theatern mit Tanzsparte realisieren.

 

In dem hier gezeigten Filmclip von Hartmut Sebel erhalten Sie Einblicke in das Institut und den Arbeitsbereich Digitalisierung, der dazu beiträgt das analoge Tanzfilmerbe für kommende Generationen zu erhalten.

 

Idee, Kamera, Schnitt, Realisation: Hartmut Sebel  

 

September 2017, Dauer 90 sec.

 

 

Auszug aus dem Flyer zum Symposium "Folkwang Tanz" “Folkwang Tanz” Symposium der Folkwang Universität der Künste

Dokumentationen über Veranstaltungen und Events Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten Institut für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste Essen-Werden D 13. - 15.10.2017


“Es wäre eine Sünde, über Bord zu werfen, was wir geerbt haben“, so Kurt Jooss. „Wir müssen es nicht praktizieren, aber wir sollten es in unser Wissen und in unsere Möglichkeiten einbeziehen. Dann können wir auswählen, was wir brauchen, was wir wollen.“
 Dieses Zitat des Gründers Kurt Jooss haben Henrietta Horn und Professor Stephan Brinkmann für das Motto des Symposiums “Folkwang Tanz” zum 90-jährigen Jubiläum des Instituts für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste ausgewählt und laden herzlich einladen. 

 

Technik, Haltung, Zukunft 

„Folkwang Tanz“ thematisiert das pädagogische und künstlerische Erbe der Folkwang Tanzabteilung sowie deren Relevanz für Gegenwart und Zukunft einer zeitgenössischen Tanzausbildung. Eingebettet in die Kampagne „Folkwang ist…“ anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Folkwang Universität der Künste 2017, zielt das Symposium auf eine Auseinandersetzung mit Tanzkunst, Tanztechnik und Tanztheorie, wie sie an Folkwang gelehrt und praktiziert werden.  

 

_Vorträge, Diskussionen, Lectures, Film und Bühnenprogramm
_Idee & Konzeption: Henrietta Horn und Prof. Stephan Brinkmann  

 

 Das Symposium “Folkwang Tanz” ist eine Veranstaltung der Folkwang Universität der Künste im Rahmen von “Folkwang ist…”, eine Kampagne anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Folkwang Universität der Künste.

 

Der Flyer kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden: Symposium Folkwang TANZ_2017

 

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Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen gratuliert herzlich zum Jubiläum und sendet die besten Wünsche für die Zukunft. Das Team um Heide-Marie Härtel freut sich, das Symposium dokumentarisch mit der Kamera begleiten zu dürfen.

© Ivan Kmit - Fotolia Datenbank

Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten Universität Bremen Bremen D ab 1996

Die Datenbank des Instituts wurde in Kooperation mit der Universität Bremen entwickelt und ist speziell auf die Bedürfnisse der Forschungsarbeit im Bereich des Tanzes zugeschnitten.

Sie enthält Informationen zu den archivierten Bändern, über Choreografen und deren Werke, zu einzelnen Aufführungen, den Theatern und anderen Tanzinstitutionen.

Publizierte tanzspezifische Daten anderer Archive werden laufend in die Datenbank des Instituts integriert.

Aus urheberrechtlichen Gründen ist es den individuellen Nutzern nur gestattet, das Material vor Ort zu sichten.

Für bestimmte Aufzeichnungen, die im Archiv enthalten sind, ist eine vorherige Einwilligung der Autoren oder der Choreografen notwendig.

2705_Erweiterung-Sammlung_02 Erweiterung der Sammlung
Vom klassischen Ballett bis zu den Strömungen der Gegenwart
Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D seit 1989

Im Laufe der Jahre öffnete sich die Sammlung der gesamten Bandbreite tänzerischer Formen.

Heute sind hier vom Klassischen Ballett bis zu den aktuellen Strömungen verschiedenste Ausrichtungen und Stile, auch über die deutschen Grenzen hinaus, vertreten.

Sammlungsschwerpunkt: Tanzpädagogik Zusätzlich enthält das Archiv umfassende audiovisuelle Dokumente über Tanzpädagogik, Tanz-Akademien und verschiedene Ausbildungsstätten. Sammlungsschwerpunkt: institutionelle und Privat-Archive und deren Rekonstruktion. Ein weiterer Teil der Sammlung besteht aus den privaten Archivbeständen von Choreografen, Filmemachern und Festivals die dem Deutschen Tanfilminstitut Bremen  zur Aufbereitung und Archivierung überlassen wurden. Parallel zu den Materialien, die im Kontext der Institutsarbeit entstanden sind, wächst die Privatsammlung von Heide-Marie Härtel noch heute weiter. Sammlungsschwerpunkt: Belegexemplare Theater und Choreografen stellen dem Institut Belegexemplare ihrer Videodokumentationen zur Verfügung. Sammlungsschwerpunkt: Stückdokumentationen. Die Sammlung besteht etwa zur Hälfte aus sendefähigem Videomaterial. Das Tanzfilminstitut zeichnet selbst jährlich 40-60 aktuelle Vorstellungen mit TV-Kameras auf. Dadurch werden die Bestände jährlich erweitert und mit den aktuellen Werken ergänzt.

2700_Sammlung-70iger_06 Anfang der Sammlung
Die 70er, das Bremer Tanztheater
Sammlung von Audiovisuellen Tanzdokumenten Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D seit 1989

Die Anfänge dieser Videosammlung gingen zunächst vom Bremer Tanztheater aus. Die Werke der Tanztheaterprotagonisten der ersten Stunde wie Johann Kresnik, Reinhild Hoffmann und Gerhard Bohner sind im Archiv weitgehend lückenlos dokumentiert. Mit der Aufbruchszeit des Tanzes Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre und Johann Kresnik als künstlerischem Leiter der Tanzkompanie am Bremer Theater ist die Entstehung des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen eng verbunden. Amateurfilmaufnahmen im Doppel-8 -Format wurden von Heide-Marie Härtel und Pierre LePage bereits für das Stück „Kriegsanleitung für Jedermann“ (1970) erstellt. Mit der damals entstehenden Videotechnik, wurde es möglich, die audiovisuelle Dokumentation zu intensivieren und zum integralen Bestandteil der Probenarbeit zu machen. Die technische Betreuung durch das neu aufgebaute Medienzentrum der Bremer Universität ermöglichte einfache Mitschnitte der Stücke des Bremer Tanztheaters und anderer Kompanien. Eine private Sammlung entstand, die Ende der 80er Jahre den Grundstock für die Gründung des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen bildete.

Die Mitarbeiter des Instituts verfolgten die Arbeit von Reinheild Hoffmann seit ihren choreografischen Anfängen in den 70er Jahren im Folkwang Tanzstudio. Die intensive Zusammenarbeit führte zu den ersten Fernsehproduktionen („Solo mit Sofa“, “Callas , NDR 1984) sowie zu einem 100minütigen Portrait über die Arbeit der Choreografin („Die Sinnlichkeit des Boxhandschuhs“, ZDF 1986).

Alle Stücke des Bremer Tanztheaters, die unter Reinhild Hoffmanns Leitung entstanden, wurden, meist im Auftrag des Bremer Theaters, dokumentiert und archiviert, ebenso die Retrospektive ihrer Bochumer Ära.

Die Dokumentation von Susanne Linkes Arbeiten begann, zeitgleich mit der Video-Begleitung von Reinhild Hoffmann, Anfang der 70er Jahre am Folkwang Tanzstudio in Essen. So sind einfache Schwarz-Weiß-Aufzeichnungen ihrer ersten Stücke erstellt worden (z.B. „Puppe“, 1975, „Der Tod und das Mädchen“, 1976).

Die regelmäßige Zusammenarbeit intensivierte sich insbesondere durch Susanne Linkes Präsenz als Leiterin des Bremer Tanztheaters in der Zeit von 1994-2000.

Das Deutsche Tanzfliminstitut Bremen dokumentiert seither alle neuen Werke der Choreografin in der Bundesrepublik. Dokumentationslücken, insbesondere ihrer Auslandstätigkeit, wurden dadurch ausgeglichen, dass Susanne Linke die von ihr selbst zusammengetragenen Videoaufzeichnungen durch das Institut betreuen, kopieren und archivieren lässt.

Ein Beispiel: Das Institut verfügt über 11 Aufzeichnungen des Stückes “Im Bade wannen  von 1980. Das bedeutet die Dokumentation von über 25 Jahren Aufführungspraxis an neun verschiedenen Aufführungsstätten im In- und Ausland.