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Hier finden Sie eine Chronologie über die bisher online erfassten Termine des Instituts.

Gabriele Haar Foto: Tanzbüro Bremen “Die Szene sichtbarer machen!” Interview mit den Leiterinnen des Bremer Tanzbüros
Gabriele Haar und Franziska Faust über das neue Tanzbüro, Ziele und mangelnde finanzielle Unterstützung
Tafi-Info Weser-Kurier Bremen D 16.2.2021

Frau Faust, Frau Haar, Bremen hat seit einigen Wochen ein Tanzbüro. Warum brauchte die Stadt das?

Gabriele Haar: Weil die Tanzszene, vor allem die freie Tanzszene, nach außen hin Sichtbarkeit braucht und eine Stelle, wo alle Fäden zusammenlaufen. Bislang arbeiten viele Tanzschaffende für sich in ihren Institutionen oder auch als Einzelkünstler. Vieles, was geschaffen wird, wird in Produktionen wahrgenommen, die aufgeführt werden, aber es passiert ja noch viel mehr. Das Büro soll als Anlaufstelle dienen, wo man sich untereinander koordinieren und vernetzen kann. Genauso wollen wir vom Tanzbüro selbst aber auch hinaus in die Gesellschaft gehen, neue Verknüpfungen initiieren und die Szene sichtbarer machen.

 

Ein Ziel ist es also, die Szene sichtbarer zu machen. Glauben Sie, dass der Tanz es da schwerer hat als andere Kulturbereiche?

Franziska Faust: Ja und darum ist es wichtig, dass wir jetzt auch kulturpolitisch Interessen für den Tanz vertreten. Es gibt zwar den Landesverband für Freie Darstellende Künste, explizit für Tanz gibt es aber keine Interessenvertretung.

Haar: Die braucht man allerdings, wenn man Dinge aushandeln und verbessern will in der Politik. Tanz ist eine der flüchtigsten Künste. Man tanzt, dann ist es weg. Literatur bleibt bestehen, Theaterstücke werden neu aufgenommen. Beim Tanz kann man vieles nicht einfach reproduzieren. Vielleicht hat es die Szene dadurch auch schwerer.

 

Genau dafür hat sich ja vor etwas mehr als einem Jahr der Landesverband Tanzszene gegründet, zu dem jetzt auch das Büro gehört. Was wurde mithilfe des Verbands bisher schon erreicht?

Haar: Durch die Pandemie ist die Aktivität natürlich schon unterbrochen worden, als sie gerade erst richtig losgehen sollte. Der Tanz ist aktuell sehr gebeutelt. Von daher hat der Landesverband, als es die Möglichkeit gab, über Projektgelder mit dem Tanzbüro etwas zu beleben, zugegriffen.

Faust: Was außerdem bereits passiert ist, erst ehrenamtlich und jetzt durch meine Stelle, ist eine Förder- und Antragsberatung für die Tanzschaffenden. Wir können zum Beispiel Soloselbstständige sehr konkret unterstützen und sind hier auch in engem Austausch mit Berlin. Seit 20 Jahren gibt es in der Stadt ehrenamtliches Engagement, das sich jetzt durch den Landesverband gebündelt hat.

 

Gibt es konkrete Projekte, die bereits geplant sind?

Faust: Wir sind kein Projektbüro. Wir sind die Initialzündung, die die Menschen zusammenbringt, um neue spannende Projekte für Bremen zu kreieren. Wir haben allerdings drei ganz konkrete Projekte, die wir aktuell initiieren. Zum Beispiel wird es im Juni in der Innenstadt drei Tage “Dancing in the Streets” geben, ein Festival für die Freie Szene. Außerdem wird es ein Videoprojekt in Kooperation mit dem Tanzfilminstitut, Steptext und anderen Akteuren aus der Szene geben. Es soll ein kleiner Trailer entstehen, der einen Eindruck vermittelt: Was macht diese Tanzszene eigentlich? Ein drittes Projekt beschäftigt sich damit, wie Tanz Bestandteil des Unterrichts an Schulen werden könnte. Ein absolutes Pilotprojekt, und es gibt hierzu bereits Anfragen von Schulen.

 

Anfragen sind ein gutes Stichwort. Das Tanzbüro soll vor allem als Anlaufstelle für Fragen dienen. Was beschäftigt die Szene aktuell?

Faust: Gerade ist natürlich für viele ein Riesenthema, wie sie überhaupt weiter existieren können. Soloselbstständige, aber auch Tanzschulen, haben große Probleme. Förderung ist aktuell natürlich ein Thema, Aufführungsmöglichkeiten in der Innenstadt, Outdoor-Veranstaltungen. Was dabei ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist, ist das Tabakquartier, was eigentlich jetzt unser Thema hätte sein sollen.

 

Inwiefern?

Haar: Es war angedacht, dass auch die freie Tanzszene Probemöglichkeiten im Tabakquartier bekommt. Bremen ist gerade mit vielerlei Dingen beschäftigt, aber nicht unbedingt mit der Entwicklung des Tabakquartiers. Da müssen wir uns noch ein wenig gedulden.

 

Was haben Sie mit dem Tanzbüro außerdem noch vor?

Haar: Wir möchten die Tanzschaffenden noch weiter in die Gesellschaft hineintragen und Verknüpfungen herstellen, die bislang vielleicht noch gar nicht vertraut sind. In Schulen, an Volkshochschulen, im Bereich der politischen Bildung, der Gesundheit oder auch in Museen – die ja mit ihren Ausstellungen schwerpunktmäßig auch interessante Inspiration bieten für Tänzer und Tänzerinnen, und die ebenso auch Bühnen bieten könnten. Warum kein Angebot der Tanzvermittlung im Schifffahrtsmuseum? Es gibt in jeglichen Museen Anknüpfungspunkte für Tanz. Tanz kann an sehr vielen Stellen Bereicherung sein.

 

Wir sprechen immer von der Tanzszene Bremen und den Tanzschaffenden. Wie groß ist der Bereich denn eigentlich?

Faust: Wir alleine haben rund 30 Mitglieder, zu denen auch größere Institutionen gehören. Da kommt eine sehr große Reichweite zusammen.

Haar: Eine statistische Erfassung steht allerdings noch aus. Wir haben aber vor, da Zahlen zu sammeln.

 

Ein Thema, das Sie gerade auch schon angesprochen haben, ist die aktuelle Förderung in der Corona-Krise. Wie ist es da um die Tanzszene bestellt?

Faust: Wenn es darum geht, wer was bekommt, und wo das Geld an der richtigen Stelle ist, würden wir uns wünschen, dass Prozesse transparenter wären. Wir sind da auch im engen Austausch mit dem Landesverband für Freie darstellende Künste, der ist aber natürlich nicht nur für Tanz zuständig. So kam es auch im Herbst dazu, dass eine Umwidmung stattgefunden hat – von einem Tanztopf, der am Ende in den Bereich Theater geflossen ist. Für uns natürlich ein Desaster.

 

Wie kam es dazu?

Faust: Die Begründung war, dass es zu wenig sachlich korrekte Anträge gab. Wenn wir uns in der Szene umhören, gab es allerdings genügend Anträge. Da ploppen natürlich große Fragezeichen auf, zu denen wir unbedingt mit der Kulturpolitik ins Gespräch kommen möchten.

 

Wie geht es für das Tanzbüro weiter?

Faust: Das Ganze ist ja ein Pilotprojekt. Aktuell läuft die Finanzierung bis Oktober. Wir wünschen uns, dass es langfristig ein Tanzbüro gibt, genauso wie es ein Büro für die freien darstellenden Künste gibt.

Haar: Tanz gehört seit vielen Jahrzehnten zu Bremen. Dass er bedeutsam ist, ist vielen Menschen klar. Dass es aber Strukturen braucht, um das zu erhalten, das ist noch nicht ganz angekommen.

 

Das Gespräch führte Alexandra Knief.

 

Das Tanzbüro Bremen ist eine Initiative des Landesverbands TanzSzene Bremen e.V. und hat seinen Sitz im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen.

 

Kontakt:

Homepage: Landesverband TanzSzene Bremen e.V.

Mail: info@lv-tanzszene-bremen.de

Tel.: 0157/39011141

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Das Team des Instituts freut sich über die Bereicherung und begrüßt die neuen Kolleginnen sehr herzlich.

Eingang Deutsches Tanzfilminstitut Bremen. Foto: Marianne Menke Bremen hat ein Tanzbüro
Gefördert durch "Neustart Kultur".
Tafi-Info Weser-Kurier. Von Alexandra Knief Bremen D 01. Februar 2021

Die Stadt hat seit diesem Monat ein eigenes Tanzbüro. Das gab der Landesverband Tanzszene Bremen bekannt. Das Büro befindet sich im Deutschen Tanzfilminstitut und soll als zentrale Anlaufstelle für alle Tanzschaffenden des Landes Bremen dienen. Geleitet wird es von den beiden Mitarbeiterinnen Franziska Faust und Gabriele Haar.

 

Ziel des Büros sei es, die Interessen der lokalen Tänzerinnen und Tänzer zu bündeln, sie zu vertreten und neue Vernetzungen zu ermöglichen. Auch die Koordination von Tanzvermittlung an Schulen oder bei der Stadtteilarbeit soll durch das Büro vereinfacht werden. Realisiert und finanziert werden konnte das Tanzbüro durch das Förderprogramm “Tanzpakt Reconnect im Rahmen der Initiative “Neustart Kultur” der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Das Tanzbüro ist erreichbar per E-Mail an info@lv-tanzszene-bremen.de oder telefonisch unter 0157 39011141.

 

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen freut sich mit dem Landesverband TanzSzene Bremen e.V. über die Bundesförderung für seine Initiative für dir Freie Tanzszene unserer Stadt und wünscht dem Tanzbüro Bremen gutes Gelingen für seine wichtige Aufgabe!

Choreografie beim Wort genommen – Filmvortrag von Heide-Marie Härtel im Horst-Janssen-Museum
Im Rahmen der Jubiläumsausstellung "Das kann nur Zeichnung!" zum 20-jährigen Bestehen des Museums
Filmvortrag Horst-Janssen-Museum Oldenburg D 9. Januar 2021 um 18.00 Uhr

 

./. Diese Veranstaltung wurde aus Gründen der COVID-19 Pandemie verschoben. Der neue Termin wird sobald möglich bekannt gegeben. ./.

 

Bewegung, Geste, Stillstand auf Papier und Leinwand.

Tanzgestaltung beginnt nicht selten bei der Hand – mit dem Zeichnen einer Bewegung oder einer szenischen Idee. Berühmte Vertreter des Genres wie Mary Wigman, Tatjana Gsovsky oder Hans Kresnik schufen so parallel zu ihren Bühnenwerken künstlerisch attraktive Bildwerke. Es sind Handzeichnungen, die das fertige Tanzwerk in hochkomplexen Bewegungsschriften wie die Feuillet-Tanzschrift des Barock oder die Labannotation festhalten. Treffen sich Tanz und Film jedoch, sind es die Menschen mit der Kamera, die erneut zum Bleistift greifen.

 

Anmeldung für den Filmvortrag von Heide-Marie Härtel erbeten bis zum 4. Dezember 2020 im Horst-Janssen-Museum Oldenburg

Robert Schad “Bremen vierkant” – Videoclip zu Schau im Gerhard-Marcks-Haus
Die Ausstellung mit Werken des bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauers Robert Schad "Bremen vierkant" zeigt das Gerhard-Marcks-Haus vom 15. März bis 11. Oktober 2020.
Video-Produktion Gerhard-Marcks-Haus Bremen D Ausstellung vom 15. März bis 11. Oktober 2020

 

Robert Schad “Bremen vierkant” war eine Ausstellung mit Werken des bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauers vom 15. März verlängert bis 11. Oktober 2020 im Gerhard-Marcks-Haus.

 

Der Trailer erlaubt Impressionen der tanzenden Skulpturen aus massivem Vierkantstahl wie sie mit federleichten tanzkünstlerischen Improvisationen verwoben werden. Ein Blick hinter die Kulisse gibt Einsichten zum Transport dieser “Zeichnungen im Raum”.

 

Eine Kooperation des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen mit dem Gerhard-Marcks-Haus.

 

Spot an für unseren Instagram-Auftritt

Tafi-Info Im virtuellen Raum International 3. Dezember 2020

Corona. Distanz. Tanz? Trotzdem Tanz!

 

Lange haben wir uns nicht gesehen. Wie geht es euch? Was gibt es Neues aus dem Institut? 

 

Das Team des Tanzfilminstituts meldet sich ab dem 3. Dezember regelmäßig auf Instagram, um die räumliche Distanz zu überbrücken, um zu Netzwerken, für den Austausch miteinander, um in Kontakt zu bleiben mit Interessierten, Profis und Freundinnen und Freunden des Tanzes.

 

Wir freuen uns!

 

Ihr findet uns hier auf Instagram.

©Kathy Guillon “VerRückte Bücher” – Filmprojekt
Eine Zusammenarbeit von Catarina Garcia, Günther Grollitsch und dem Deutschen Tanzfilminstitut Bremen. Gefördert vom Filmbüro Bremen.
Video-Produktion Bremen D November 2020

Die Bibliothek im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen mit Hunderten von Büchern über Film, Musik und Tanz war der Inspirationsraum für diese Filmidee und ist auch Schauplatz für die Umsetzung dieser Reflektion auf die vergangenen Monate der außergewöhnlichen gesellschaftlichen Zurückgezogenheit.

 

Bücher stehen im Mittelpunkt als Synonym für menschliches Handeln. In ihnen manifestierten sich Gedanken, Meinungen und Erkenntnisse … was passiert aber, wenn aus einem Ordnungsdrang heraus Pina Bausch neben Hans Kresnik stehen muss? Cunningham neben Balanchine? Was, wenn die Objekte (d.h. Bücher) sich dieser Ordnung von Außen widersetzen?

 

Diesen Gedanken spinnt das Projekt weiter bis hin zum sich formierenden “Aufstand der Bücher”. Werden diese den “Ordnungshüter” Mensch übermannen können?

 

Über eine Veröffentlichung werden wir berichten.

Raimund Hoghe  17.10.2020 Foto Ursula Kaufmann Tanzpreis 2020 an Raimund Hoghe
Am Samstag, 17. Oktober 2020, wird im Aalto-Theater Essen der Deutsche Tanzpreis verliehen – die höchste Auszeichnung, die der Tanz in Deutschland zu vergeben hat.
Dreharbeiten Dachverband Tanz Deutschland Aalto-Theater Essen D 17. Oktober 2020 | 18.00 Uhr

Neben den Preisverleihungen steht die Tanz-Gala im Zeichen der Vielfalt dieser emotionalen, dynamischen Kunstform. Internationale Gäste präsentierten Ausschnitte aus ihren Produktionen.

Den mit 20.000 Euro dotierten Deutschen Tanzpreis 2020 erhält der Choreograf Raimund Hoghe. Hoghe gehört seit Jahren international zu den wichtigsten Choreograf*innen des Tanztheaters, die sowohl ästhetisch als auch politisch Maßstäbe setzen.

Weitere Preise erhalten der urbane Tänzer und Choreograf Raphael Hillebrand, die Choreografin Antje Pfundtner und Friedemann Vogel, 1. Solist des Stuttgarter Balletts.

Durch den Abend führte Siham El-Maimouni, Moderatorin beim Westdeutschen Rundfunk.

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen dokumentiert die Preisverleihung im Aalto-Theater Essen.

Momentum Zero | Foto©Marianne Menke Momentum Zero
Helge Letonja mit dem Ensemble of curious nature
Dreharbeiten Theater Bremen Theater Bremen, Kleines Haus D 15. Oktober 2020 | 20.00 Uhr | Voraufführung

Tabula Rasa. Die Welt scheint in ihre Elemente aufgesplittert und fordert Sinne und Intuition heraus. Suchende durchstreifen ungewohntes Terrain. Etwas, dass in der Erinnerung liegt, drängt sie vorwärts. Sie ringen mit äußerer und innerer Entfremdung. Ein aufziehender Sturm treibt sie zusammen. Bizarre Wesen kreuzen ihre Wege. In dieses Setting hinein formuliert Helge Letonja seine neue Arbeit mit dem Ensemble Of Curious Nature und vermisst die Koordinaten von Zero als Wendepunkt und Neubeginn. Mit den Tänzer*innen entwickelt Letonja eine Tanzsprache, die durch Überschreibung, Umformung und Neudeutung filigrane, sensorische Bilder unserer Mitwelt zeichnet.
Die dazugehörigen Klangräume schafft der britische Komponist Simon Goff. Die ungarische Kostümbildnerin Csenge Vass entwirft mit innovativen Techniken und neuen Materialien das Kostümbild und Rena Donsbach erarbeitet auf Basis von Letonjas sinnbildlichem Kosmos den Bühnenraum.

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Einen ersten Eindruck gibt der offizielle Trailer.

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen freut sich, das neue Stück filmisch zu dokumentieren.

IMG_20201008_183421[1] Bildhauerei und Tanzkunst – Raumkunst trifft Zeitkunst [Gerhard-Marcks-Haus]
Vortrag von Dr. Nele Lipp, Hamburg im Rahmen der Schau Robert Schad "Bremen vierkant".
Filmvortrag Gerhard-Marcks-Haus Bremen D 8. Oktober 2020 | 18:30 Uhr

Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Frau Dr. Nele Lipp/ Hamburg teilt im Rahmen der Ausstellung Robert Schad “Bremen vierkant” ihre Erkenntnisse über die Verbindung von “Bildhauerei und Tanzkunst – Raumkunst trifft Zeitkunst”.

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Das Team des Tanzfilminstitut freut sich, den Vortrag filmisch zu dokumentieren.

©Victoria Lomasko Ausschnitte aus der Serie Permalockdown. 2020 Das kann nur Zeichnung! Von Beethoven bis Pinterest [Ausstellung im Horst-Janssen Museum Oldenburg]
Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen ist mit einer Skizze und einem Filmvortrag von Heide-Marie Härtel an der Schau beteiligt.
Ausstellungsbeteiligung Horst-Janssen-Museum Oldenburg D 3. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 | verlängert bis 3. Mai 2021

Über die Schau: “Seit 20 Jahren gibt es das Horst-Janssen-Museum – ein wunderbarer Grund für eine Jubiläumsausstellung in unserem Haus, die die Zeichnung als Kulturtechnik des Menschen, und zwar jedes Menschen feiert. Eine Welt ohne Schreib-und Zeichenstifte ist kaum vorstellbar, zunehmend kommen auch Smartphone, Tablet und Rechner zum Zeichnen von Ideen und Entwürfen zu Einsatz. Immer ist die Linie als gestalterisches Element der Zeichnung grundlegend. Diesem Phänomen lohnt es sich nachzugehen. Das Projekt, das ein Team von fünf Kuratorinnen auf die Beine gestellt hat, ist vor allem aus zwei Gründen ungewöhnlich und sehenswert:

Wir behaupten, dass es nach wie vor Dinge und Phänomene gibt, die nur in der Handzeichnung vorkommen und möglich sind. Wir zeigen, was (nur) Zeichnung alles kann: Imaginieren, konstruieren, entwerfen, aufzeichnen, festhalten, Stellung beziehen, Identität stiften und vieles andere mehr.

Und schließlich werden wir Zeichnungen ohne künstlerische Hierarchien zusammenbringen: Entwürfe von Alessandro Mendini neben Handwerkerskizzen, künstlerische Selbstporträts neben Kinderzeichnungen, Maschinenentwürfe von Tinguely neben Patentanmeldungen, alles ist möglich. In sieben Abteilungen gewinnen wir auf zwei Etagen Einblicke in die Welt der Kostümentwürfe, Wissenschaftszeichnungen, Outsider Art, Partituren, Gerichtszeichnungen, Graphic Novels, Storyboards, Piktogramme, und digitalen und animierten Zeichnungen.”

 

Horst-Janssen-Museum Oldenburg

 

Das Deutsche Tanzfilminstsitut Bremen freut sich, dass eine Zeichnung der choreografischen Wege des “Solo mit Sofa” von Reinhild Hoffmann als Expontat in der Schau gezeigt wird.

Dialog 1:1 – Tanzkünstlerische Improvisation Augusto Jaramillo Pineda [Gerhard-Marcks-Haus]

Dreharbeiten Gerhard-Marcks-Haus Bremen D 23. September 2020 um 14.00 Uhr

Seit den 1980er Jahren beschäftigt Robert Schad sich mit der Wechselwirkung zwischen Skulptur und Tanz. Beide Kunstformen agieren im Raum. Sie können autonom nebeneinander stehen oder sich gegenseitig beeinflussen und durchdringen. Das Gerhard-Marcks-Haus hat für das Programm der Schau “Bremen vierkant” eine Kooperation mit der freien TanzSzene Bremens gesucht und in steptext dance project gefunden.

Zwischen dem Tänzer, Schauspieler und Choreografen Augusto Jaramillo Pineda und den ‘tanzenden’ Skulpturen von Robert Schad entspinnt sich ein künstlerischer Dialog, der neue Blickwinkel eröffnet.

 

Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts freut sich, die Improvisation filmisch zu dokumentieren.

Goldberg Variationen Blitzlichter. Tänzer*innen im Bremer Stadtbild [eigenARTig - internationales Festival inklusiver Tanzkunst]
Vom 22. bis 27. September 2020 in Bremen.
Video-Produktion tanzbar_Bremen Schwankhalle Bremen - Theater Bremen D

Auch 2020 lädt das internationale Festival inklusiver Tanzkunst eigenARTig das Bremer Publikum zum Genuss hochkarätiger Bühnenstücke, zur Entdeckung vielfältiger Bewegungssprachen und zu inspirierendem kulturellen Austausch ein.

Das Deutsche Tanzfilminstitut hat einen Trailer zum Festival produziert, der auf YouTube zu sehen ist.

Foto Kirsten Tiedemann Dialog 1:1 – Tanzkünstlerische Improvisation von Ziv Frenkel [Gerhard-Marcks-Haus]
Im Rahmen der Ausstellung Robert Schad - "Bremen vierkant".
Dreharbeiten Gerhard-Marcks-Haus Bremen D 19. September 2020 | 15.00 Uhr

Seit den 1980er Jahren beschäftigt Robert Schad sich mit der Wechselwirkung zwischen Skulptur und Tanz. Beide Kunstformen agieren im Raum. Sie können autonom nebeneinander stehen oder sich gegenseitig beeinflussen und durchdringen. Das Gerhard-Marcks-Haus hat für das Programm der Schau “Bremen vierkant” eine Kooperation mit der freien TanzSzene Bremens gesucht und in steptext dance project gefunden.

 

Der Tänzer und Choreograph Ziv Frenkel begegnet den Skulpturen Robert Schads in seiner tanzkünstlerischen Improvisation.

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts freut sich, die Improvisation filmisch zu dokumentieren.

Fuga Foto©Marianne Menke IN FUGA (PART I) & SILENT Heroes
Samir Calixti & Tomas Bünger | Tanz Doppelabend mit dem Ensemble Of Curious Nature
Dreharbeiten of curious nature / steptext dance project Schwankhalle Bremen D Premiere 17. September 2020 / 19:30 Uhr

In Fuga (Part I)
Samir Calixto

Für IN FUGA nimmt sich Calixto dem 1. Teil von Bachs Meisterwerk ‘Die Kunst der Fuge‘ an und erforscht dessen stringente kompositorische Variation und musikalische Kraft. Bachs letztes Werk ist ein „Denken in Musik“ und entfaltet in der Genialität seiner Konstruktion eine vielfältige Poesie und Spannung. Analog dazu fokussiert Calixto mit dem Ensemble auf ein Denken in Tanz und übersetzt die musikalischen Motive in eindrucksvolle Bewegungsprache. Im Aufeinandertreffen von Komposition und Choreografie fächert sich zugleich unsere Lebendigkeit, Vergänglichkeit und Vollkommenheit vor uns auf.

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Silent Heroes

Tomas Bünger

„Die Wunde ist der Ort, wo das Licht eintritt.“ (Rumi)
Fünf Menschen. Jeder auf sich selbst zurückgeworfen senden sie ihre Botschaften in den Raum. Doch Niemand antwortet. Sie suchen den Dialog, nach etwas, das wirklich sein könnte – doch wo ist das spiegelnde Gegenüber? Die Begegnung mit den Anderen scheint verwehrt, nur manchmal durchbricht eine Geste, ein flüchtiger Blick die Distanz. Fragmente. Eine Erinnerung. Bin ich noch unversehrt?
Silent Heroes sind Einzelkämpfer*innen in einer Welt der Fülle, für die die Begegnung mit dem lebendigen Du immer mehr zum Sehnsuchtsort gerinnt.

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Der offizielle Trailer des Ensembles gibt erste Eindrücke!

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen freut sich, diesen Tanz-Doppelabend am 19.9.2020 filmisch zu dokumentieren.

Geraldine Rummel (l.) und Kiri Haardt  Foto: Jörg Landsberg Kiri Haardt als Tänzerin des Jahres nominiert
Nominierung in der Zeitschrift «tanz - Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance» 2020
Tafi-Info Sommer 2020

Wir gratulieren Kiri Haardt herzlich!

 

In der diesjährigen Kritiker*innenumfrage der Zeitschrift «tanz – Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance» erhielt Kiri Haardt, Tänzerin und Dozierende im Fachbereich Theater der Hochschule der Künste Bern, die Nominierung als Tänzerin des Jahres von Falk Schreiber/ Hamburg. Seine Begründung: „Kiri Haardt, die in «Bravehearts» von Samir Akika (Theater Bremen) ihrer Tochter Geraldine Rummel zu einem Duett von berührender Schonungslosigkeit gegenübertritt.“
2020. das jahrbuch__________________

Dreharbeiten im Aalto-Theater Essen zur Verleihung des Tanzpreises 2019. Foto Kirsten Tiedemann Von Lissabon nach Bremen mit Erasmus+ [Jugend für Europa]
Als erste Jahrespraktikantin ist Catarina Garcia 2019 aus Portugal über Erasmus + ins Tanzfilminstitut gekommen. Nach einem intensiven Jahr schildert sie hier ihre beruflichen Erfahrungen, kulturellen Eindrücke und Entwicklungen.
Tafi-Info Bremen D 27. August 2020

“My name is Catarina and I came from Portugal. I decided to go on ESC [European Solidarity Corps] as an opportunity to live abroad, and also to try and learn a new possible career.
In September 2019 I got accepted to volunteer at Deutsches Tanzfilminstitut Bremen for a year. Deutsches Tanzfilminstitut Bremen is a Dance Film Archive with more than 40 000 analog video materials, all about dance or performance art. At the Institut some of my daily tasks were to film dance performances, edit the material and send it to the dance companies and choreographers. Also we constantly work with the analog cassettes, digitize and archive the different material for conservation. I didn’t have a specifically job, because all the volunteers learned how to do a bit of everything like filming, editing, digitalizing, working with the archive, creating presentations, ect.
During this year I had also the opportunity to learn and develop my german, to learn how to fix my bicycle, to live together and work in an international and diverse group and I learn a lot about my own culture and about the culture I was experiencing.
Leaving outside of my own country for such a long time made me understand a lot about the way I was raised as a child, made me realize also about my beliefs, and about my privileges as an European Woman.
After a year abroad I can see that I changed or I got even stronger some of my political and social points of view.
These projects gave me opportunities I would never get in another way, and I would for sure recommend it for all the people that are looking for some new experiences in their life.
O Corpo Europeu de Solidariedade é um projeto financiado pela Comissão Europeia.”

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Näheres zu Erasmus+

Screenshot KLUB DIALOG - KLUB MAGAZIN “Der flüchtige Tanz darf nicht vergessen werden. Das weltgrößte Tanzfilmarchiv erzählt in Bremen die Geschichte des Tanztheaters.” Interview mit Heide-Marie Härtel von Annekathrin Gut
Aus körnigem Grau schält sich ein Ballettpaar hervor. Weiß und leichtfüßig schwebt es über den dunklen Bildschirm. „Schön, wenn diese Bilder wieder laufen, die vorher nur Schnee waren“, sagt Heide-Marie Härtel und blickt zufrieden auf den Monitor im Nebenraum. Auf ihm erwachen – restauriert und digital gesichert – nach fast fünfzig Jahren die Tänzer aus einem Stück des Choreografen John Neumeier zu neuem Leben.
Zu Gast im TAFI KLUB DIALOG MAGAZIN Bremen D Juni 2020

“Der Schnittraum, er ist das Herzstück des Deutschen Tanzfilminstituts in Bremen. Vollgestellt mit Monitoren, Abspielgeräten und einem ausladenden Schnittpult, das mal Sat.1 gehörte. Rund 40.000 Medieneinheiten besitzt das Institut. Sie dokumentieren den Bühnentanz seit den 1960er Jahren in Deutschland und weltweit, auf 8-Millimeter, VHS, DVD und digitalen Datenträgern.

Etwa die Hälfte davon haben die Leiterin Heide-Marie Härtel und ihr Team selbst in TV-Qualität produziert. Hinzu kommen Aufzeichnungen aus dem Bestand von Choreografen und Tänzern sowie Nachlässe. Außerdem unzählige Archivalien: Plakate, Fotografien, Programmhefte, Musikbücher.

 

Das Tanzfilminstitut im wuchtigen Gebäude des alten Polizeihauses ist weltweit das größte Archiv für Tanzfilm. „Der flüchtige Tanz darf nicht vergessen werden, wenn der Vorhang zugeht“, beschreibt Heide-Marie Härtel ihre Aufgabe. Schließlich könne er nicht so einfach aufgeschrieben werden, auch nicht mit den hochentwickelten Tanzschriften, die nur sehr wenige Tänzer und Choreografen lesen oder schreiben können: „Kennen Sie die? Die sind so abstrakt und unsinnlich!“

 

Getanzte Politik
Eine politisch aufgewühlte Zeit war es, als die junge Tänzerin Heide-Marie Härtel zu filmen begann. Sie hatte eine klassische Ausbildung an der Tanzakademie in Köln absolviert, war dort engagierte Schulsprecherin und später gewerkschaftlich aktiv. Ab 1971 tanzte sie sieben Jahre lang im Ensemble von Hans Kresnik am Bremer Theater. Dort war sie mittendrin in der Phase des Aufbruchs, als Intendant Kurt Hübner den kritischen Zeitgeist auf die Bühne holte.

 

Hans Kresnik entwickelte Stücke wie die „Kriegsanleitung für Jedermann“ (1971) gegen den zu der Zeit immer noch tobenden Krieg in Vietnam. Für viele Zuschauer war der getanzte Guerilla-Krieg verstörend. „Wir standen mit Holzgewehren auf der Bühne. Im Großen Haus!“, erinnert sich Heide-Marie Härtel. Sie selbst war begeistert: „Das Tanztheater, so wie es heute weltweit bekannt ist, wurde in Bremen erfunden.“

 

Für die Solistin und Ensembletänzerin war es ein „Muss“, das neue Bühnengeschehen zu dokumentieren. Videotechnik gerade erst verfügbar und erschwinglich geworden. Ab 1979 machte sie Tanzfilme und Theateraufzeichnungen nicht nur in Bremen, sondern auch für andere Theater und Universitäten.

 

Auf einer schwarz-weiß Fotografie ist Heide-Marie Härtel als junge Frau mit Filmkamera auf der Schulter zu sehen. „Meinen Ölofen, so habe ich die genannt. Ich junges Ding, immer mit dieser riesigen Kamera unterwegs!“ Ihre Dokumentationen sprachen sich auch an den Bühnen herum, deren unbequemes Tanztheater wenig Öffentlichkeit fand: „Vieles ist nur überliefert, weil ich gefilmt habe.“

 

Die große Zeit des Tanzfilms
Eine Karriere als Tänzerin ist kurz. Für ihre Zweitkarriere studierte Heide-Marie Härtel an der „roten Uni“ Bremen Kulturwissenschaften. Dort gründete sie 1988 das Deutsche Tanzfilminstitut, damals noch angegliedert an die Medienstelle der Universität. Ab 1981 arbeitete sie regelmäßig für NDR, ZDF, 3sat und arte über Tanz in Deutschland. Das Bremer Wirtschaftsressort vermittelte einen Kredit für die erste professionelle Fernsehkamera. „Geschnitten haben wir oft nachts im jetzt leider abgerissenen Bremer Medienhaus, weil das günstiger war. Wir hatten ja kein Geld.“

 

Heide-Marie Härtel begann, mit Unterstützung des Gothe-Instituts ihre eigenen TV-Sendungen zu entwickeln. Der Sender 3sat übernahm 1993 die 90-minütige Film-Edition „Tele-Tanzjournal“. Ab dann erschien alle zwei Jahre eine weitere Ausgabe. Das waren finanziell gute Zeiten. Die internationalen Goethe-Institute schickten die Tanzfilmerin um die Welt. Nicht nur in Europa, sondern auch in Sri Lanka, Peking oder Singapur hielt Heide-Marie Härtel Vorträge und zeichnete aktuellen Tanz auf.

Sie machte bis zu 50 Aufzeichnungen pro Jahr, war immer unterwegs mit kleinem Team. Die komfortable Situation endete nach 15 Jahren, als 3sat mit dem frühen Tod des Redakteurs auch die Tanz-Sendungen einstellte.

Filme im Backofen

 

Im Schnittraum des Tanzfilminstituts fädelt Medientechniker Claus Bouchard sorgfältig ein Magnetband in ein Reinigungsgerät „Marke Eigenbau“. Das alte Material muss nach der manuellen Reinigung anschließend thermisch gereinigt werden. Dafür kommt jede Spule für fünfzehn bis zwanzig Stunden in den Backofen.

In einen ganz normalen Ofen? „Ja“, sagt Bouchard, grinst und weist auf das Gerät neben ihm. „Die Temperatur wird aber nicht verraten. Die ist Betriebsgeheimnis.“ Danach bearbeitet er die Bildsignale, so dass sie digital gespeichert werden können. Neumeiers Tänzer erwachen zu neuem Leben.

 

Seit etwa acht Jahren ist die Digitalisierung eine der wichtigsten Aufgaben des Instituts. Neben dem persönlichen Archiv des Hamburger Choreografen sind auch die Aufzeichnungen der Stadt- und Staatsballette von Berlin, München und Stuttgart schon so für die Zukunft gesichert worden. Zahlreiche weitere Filmspulen und Videokassetten ältester Videonormen warten in Kisten und Regalen auf ihre Bearbeitung. „Unternehmen machen das für 1.000 bis 1.200 Euro pro Film“, merkt Institutsleiterin Härtel an. „Wir machen das mehr oder weniger ehrenamtlich.“

 

Recherchieren lassen sich alle Informationen in einer 2003 selbst entwickelten Datenbank. Schön wäre es, die Filme auch über das Internet weltweit verfügbar zu machen. „Aber unsere Rechner gehen langsam in die Knie“, sagt Heide-Marie Härtel. 42 Stück sind miteinander vernetzt, von irgendwoher zusammengesammelt und schwer in die Jahre gekommen. Hinzu kämen erhebliche Lizenzgebühren. „Immer kein Geld haben, aber trotzdem produktiv sein müssen“, Härtel zuckt die Achseln. Offenbar ist sie das gewohnt.

 

Den Datenschatz des Deutschen Tanzfilminstituts nutzen Choreografen, Tänzer und Forscher aus aller Welt also vor Ort in Bremen. Das belebt auch den Austausch in der regionalen Szene, wie zum Beispiel beim monatlichen „Tanzsalon“ oder bei Vorträgen und Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen.

 

Datenschatz und kreative Impulse
Sie ist überzeugt, dass der Tanzfilm nicht nur für die Forschung wichtig ist. Er könne dem zeitgenössischen Tanz auch kreative Impulse geben. Mit den Armen deutet Heide-Marie Härtel eine fließende Bewegung an: „Das klassische Ballett treibt immer voran, lebt von einer Energie, die auf eine virtuelle Kraftentfaltung zielt.“ Von solch einer Dynamik können sich moderne Choreografen heute lösen. Auch filmische Stilmittel fließen in den Tanz ein, etwa Zeitlupe oder Zurückspulen.

 

Nicht alle finden die Arbeit des Tanzfilminstitutes sinnvoll. Beim Bremer Theater kann man sich aktuell nur schwer mit der langfristigen Archivierung von Tanzgeschichte anfreunden, glaubt Härtel. Zugleich verlagert sich die Aufzeichnung zunehmend in den Amateurbereich – das Smartphone macht es möglich. Die Institutsleiterin plädiert für eine nationale Dokumentations- und Abgabepflicht für alle öffentlich geförderten Tanzaufführungen, vergleichbar den Bibiotheksabgaben im Bereich von Buchpublikationen. So könnten Choreografen eine Dokumentation in ihrem Sinne ermöglichen. „Dann hätten wir in der Tanzgeschichte nichts verloren.“

 

Mittendrin und doch am Rand

[...]“.

Das gesamte Interview lesen Sie im KLUB DIALOG/MAGAZIN.

Gestaltung: Ramona Suresh Landesverband TanzSzene Bremen e.V. mit neuer Website

Tafi-Info Landesverband TanzSzene Bremen e.V. Bremen Deutschland 19. April 2020

Auf seiner neuen Website präsentiert der junge Landesverband TanzSzene Bremen e.V. sein Selbstverständnis und seine inhaltliche Ausrichtung sowie die Statuten, die sich die Mitglieder gegeben haben. Im Vorstand engagieren sich mit Marion Aimée Amschwand, Joël Lawrence Detiège und Christine Witte-Bendfeldt drei Profis der hiesigen TanzSzene. Der Verein hat sich am 15.10.2019 gegründet.

Foto: Gerhard-Marcks-Haus Bremen vierkant. Robert Schad [Ausstellung]
Robert Schad ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauer. Er schafft aus massivem Vierkantstahl »Zeichnungen im Raum«. Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen beteiligt sich mit einer Medieninstallation und einem Film.
Ausstellungsbeteiligung Gerhard-Marcks-Haus Bremen Deutschland 12. März bis 14. Juni 2020 / vorübergehend geschlossen

“Stahlskulptur tanzt.”

Robert Schad ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauer. Er schafft aus massivem Vierkantstahl »Zeichnungen im Raum«. Linien entstehen dabei nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden. Die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in weiten Schwüngen und Bögen plastisch im Raum, die physische Schwere des massiven Stahls ist aufgehoben. Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt eine Auswahl seiner zumeist großformatigen Arbeiten aus den letzten 20 Jahren und thematisiert die Wechselbeziehung zwischen seinen Stahlskulpturen und den Bewegungen des modernen Tanzes.

 

Diese enge Beziehung des Bildhauers zum Tanz bildet die Verknüpfung zum Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, das Koorperationen von Tänzerinnen und Tänzern und ihre Choreografien mit Robert Schad und seinen Werken dokumentiert hat. Die wichtigsten Kooperationen zeigt das Institut in einer extra angefertigten Medieninstallation.

 

Im Rahmen von TANZ Bremen (15. bis 23. Mai) präsentieren sich Tänzer und Choreografen mit ihren Performances im Gerhard-Marcks-Haus. In seiner Kunst spricht der Künstler von Leichtigkeit und Bewegung. Dabei sind seine Skulpturen tonnenschwer und im öffentlichen Raum durchaus bis zu 34 Meter hoch.

 

In Bremen am Kennedyplatz steht seine Großplastik »Romari« mit immerhin 5 Metern Höhe. Die Wirkung seiner Arbeiten im öffentlichen Raum ist ein wichtiger Aspekt seines Schaffens. Denn hier begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Anschauungen, Erfahrungen und Interessen. Ab dem 19. April gibt es deshalb in Gröpelingen temporär an sechs zentralen und prominenten Orten seine monumentalen Skulpturen zu entdecken. Das Projekt in Gröpelingen lädt zu einem Dialog zwischen Kunst, Architektur und Stadtraum ein. Auch werden zwei weitere Plastiken in Knoops Park in Bremen-Nord aufgestellt. In Kooperation mit Kultur Vor Ort in Gröpelingen zeigt Robert Schad im Atelierhaus Roter Hahn eine kleine Ausstellung mit Zeichnungen und zwei Skulpturen.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen ergänzt die Schau um eine Medieninstallation mit filmischen Eindrücken von Kooperationen des Stahlbildhauers Robert Schad mit namhaften Tanzschaffenden, wie Gerhard Bohner, Urs Dietrich, Susanne Linke, Anna Huber und weiteren, bzw. mit Interaktionen der genannten Tänzer:innen und Choreograf:innen zum Werk des bildenden Künstlers.

Der Fotograf Hansgerd Westphal TANZSALON 29 – Sammlung “Bremer Tanztheater” des Fotografen Hansgerhard Westphal
Das Tanzfilminstitut stellt die kürzlich erhaltene Sammlung des Fotografen Hansgerhard Westphal vor.
Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Forum am Wall D 10.3.2020 | 20.00 Uhr

Dieser Tanzsalon widmet sich einer dem Institut kürzlich übereigneten Sammlung von Aufnahmen des Theaterfotografen Hansgerd Westphal. Westphal hatte in den 1960-er und 1970-er Jahren engen Kontakt zur Sparte Tanz am Theater Bremen, besonders zu dem die Gesellschaft mit seinen Stücken provozierenden Choreografen Hans Kresnik.

 

Der Fotograf dürfte manchen Bremerinnen und Bremern durch seine Fotografien für das Buch “Schnoor. Bremen zwischen Stavendamm und Balge”, für das Walter Kempowski den Text verfasste, bekannt sein.

 

Beginn: 20.00 Uhr

 

Der Eingang befindet sich in der Ostertorstraße neben der Bäckerei.

Tanztraining und analoger Film. Foto: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet. Die Bremer Archive und Radio Bremen [Ausstellung]
Ein facettenreiches Bild der technischen, gesellschaftlichen oder sprachlichen Veränderungen unserer Kommunikation aus der Sicht Bremer Archive.
Ausstellungsbeteiligung Arbeitskreis Bremer Archive Untere Rathaushalle; Eröffnung am 3.3.2020 um 17.00 Uhr D Vom 4.3. bis 12.3.2020 täglich 11.00 bis 19.00 Uhr

“Die Bremer Archive präsentieren Schätze aus ihren Beständen: Briefe, Fotos, Filme, Interviews, Langspielplatten, Plakate, Radiomitschnitte, Telegramme und unterschiedlichste Exponate zum Thema „Kommunikation“. Das Spektrum reicht vom US-amerikanischen Sender AFN, Kirchenfunk und Campusradio über den Künstler und Musiker John Cage bis zu Werder TV und hin zu Satelliten in der Raumfahrt. Wie in einem Kaleidoskop entsteht ein facettenreiches Bild der technischen, gesellschaftlichen oder sprachlichen Veränderungen unserer Kommunikation in den vergangenen 100 bis 200 Jahren.

 

Die Ausstellung richtet einen besonderen Blick auf das kulturelle Erbe der Stadt und des Landes Bremen. Sie wird ergänzt durch überregionale und internationale Themen. Der Erhalt und die Verfügbarmachung des Kulturgutes zählen zu den wesentlichen Aufgaben der vielfältigen und vielschichtigen Archivlandschaft im Bundesland Bremen.

Hierbei bezieht der Arbeitskreis Bremer Archive auch Initiativen und Sammlungen mit ein, deren Bestand und fachlicher Gehalt von wissenschaftlichen Einrichtungen noch kaum wahrgenommen und bearbeitet wurde. Die Ausstellung ist somit auch ein Angebot für neue Ideen und Vorhaben.”

 

Ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm rahmt die Schau.

 

Arbeitskreis Bremer Archive

 

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“Tanz und Film – Symbiose zweier Genres” titelt der Ausstellungsbeitrag des Deutsche Tanzfilminstituts Bremen. Illustriert wird Heide-Marie Härtels Beitrag zu Enstehungszusammenhang und Entwicklung des Tanzfilms und der gegenseitigen Durchdringung von Tanz und Film durch Fotos, Filmausschnitte und historische Kostüme sowie filmtechnisches Equipment aus dem umfangreichen Bestand unseres produzierenden Archivs.

 

Vorschau:
Der Tanzsalon 29 zeigt ” Das Tanzfilminstitut im Umbruch”. Die Veranstaltung beginnt am 10. März 2020 um 20.00 Uhr im Rahmen der Ausstellung und zeigt den kommenden Schritt für Europas größtes produzierendes Tanzfilmarchiv auf.

Giants Probenfoto © Marianne Menke On the shoulders of giants.
Von Helge Letonja / of curious nature.
Dreharbeiten Theater Bremen, Kleines Haus Bremen D Premiere, 27.2.2020 um 20:00 Uhr

“If I have seen further, it is by standing on the shoulders of giants.”
(Isaac Newton)

 

Im Rahmen des von TANZPAKT Stadt-Land-Bund geförderten zweijährigen Projektes TanzRAUM Nord kooperiert das Theater Bremen mit dem Ensemble Of Curious Nature, einer neuen 10-köpfigen Kompanie unter der künstlerischen Leitung der Choreografen Helge Letonja (Bremen) und Felix Landerer (Hannover). Das Projekt versteht sich als Stärkung der freien Tanzszene im Nordwesten und möchte in der gemeinsamen künstlerischen Arbeit zwischen Bremen und Hannover neue Impulse und Dynamiken erzeugen. Ausgehend von dem kulturgeschichtlichen Gleichnis der Zwerge auf den Schultern von Riesen setzen sich Helge Letonja und Of Curious Nature in der ersten Produktion des neuen Ensembles mit der Fortentwicklung von Gesellschaften auseinander. Wie bewusst sind uns die Verbindungslinien zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen aktuellem Kulturschaffen und den Erfahrungen und Traditionen, auf denen diese fußen? Liegt der Schlüssel zur Weitsicht in der Wertschätzung und Bewusstwerdung der Fundamente und Errungenschaften auf denen wir aufbauen? Wie sehr schränken uns diese im Denken und Handeln ein? Gemeinsam richtet das Ensemble den Blick auf persönliche Wahrnehmungen, Umwelt und Gesellschaft. Zu Kompositionen von Simon Goff und Lynn Wright und mit körperlicher Vehemenz und Wandlungsfähigkeit entsteht ein künstlerischer Referenzraum über die moderne Verfasstheit einer komplexen Welt.

 

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Das Team des Deutschen Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere gemeinsam mit Médoune Seck filmisch zu dokumentieren.

 

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Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Stiftung Niedersachsen, Senator für Kultur Bremen, Theater Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

Foto: Arne Gutknecht TANZSALON 28: TanzRAUM Nord mit dem neu gegründeten Ensemble “of curious nature”
Anlässlich des Bühnendebüts von „of curious nature“ sind Helge Letonja, Felix Landerer und Tänzer*innen der Produktion zu Gast und berichten über Ziele, Ideen und Visionen des neuen Ensembles und die Zusammenarbeit.
Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 10. Februar 2020 um 20.00 Uhr

Ein Tanzentwicklungskonzept für den Nordwesten

 

Das durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund geförderte, bundesländerübergreifende
Tanzentwicklungskonzept TanzRAUM Nord unter künstlerischer Leitung der international etablierten Choreografen Helge Letonja (Bremen) und Felix Landerer (Hannover, Niedersachsen) setzt sich die Stärkung des Tanzes als Ensemblekunst und der lokalen Tanzszenen in Bremen und Hannover zum Ziel.

 

Im Produktionsverbund mit dem Theater Bremen und dem Schauspielhaus Hannover sowie zahlreicher weiterer freier sowie städtischer Partner und Bühnen entsteht ein breitgefächertes Netzwerk dem Tanz zugewandter Akteure.

 

Herzstück des Gesamtprojektes ist das neu gegründete Ensemble of curious nature, das mit Projektauftakt die Bühne der zeitgenössischen Tanzszene betritt. OCN – of curious nature vereint 10 herausragende Tänzerpersönlichkeiten, die im Aufeinandertreffen und der gemeinsamen künstlerischen Arbeit neue Impulse und Dynamik zwischen Bremen und Hannover entfalten.

 

Über die Spielzeiten 2019-2021 entstehen insgesamt acht abendfüllende Produktionen, die in Bremen, Hannover und weiteren Städten der Region gezeigt werden. Dabei wird das Ensemble sowohl mit den künstlerischen Leitern, als auch mit lokalen und internationalen Gastchoreograf*innen in einen gemeinsamen Schaffensprozess treten.

 

Die erste Uraufführung und das damit einhergehende Bühnendebüt des Ensembles wird am 27. Februar 2020 im Theater Bremen, Kleines Haus zu sehen sein: On the shoulders of giants in der Choreografie von Helge Letonja.

 

Ein umfassendes Tanzvermittlungsprogramm ist fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes zur Stärkung des Tanzraums Nordwest. Bühnenformate und Vermittlungsprogramme werden für verschiedene Kontexte, Spielstätten und diverse Zielgruppen in und jenseits der Metropolen entwickelt und adaptiert mit besonderem Augenmerk auf Publikumsentwicklung.

TanzRAUM Nord läd dazu ein, die zeitgenössische Tanzkunst hautnah zu erleben. Neben den Bühnenproduktionen entstehen im Projektverlauf verschiedene Formate, die das Publikum und diverse Zielgruppen zum Entdecken, Austauschen und Mitmachen anregen/animieren.

 

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Der Senator für Kultur Bremen, Landeshauptstadt Hannover Kulturbüro, Stiftung Niedersachsen, Theater Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Unterstützt von: Wirtschaftsförderung Bremen.

 

Tanzsalon # 28: TanzRAUM Nord mit dem Ensemble „of curious nature“
Einmal im Monat lädt das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen zum Tanzsalon ein, um über Neuigkeiten aus der lokalen und überregionalen Tanzszene zu berichten.

 

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Der TANZSALON 28 beginnt am Sonntag, 10. Februar 2020, um 20:00 Uhr im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, im Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen. Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel. 0421 240 550