Alle Termine | Filmvortrag | Dreharbeiten

Seite 1 von 1412345...10...Letzte »

Hier finden Sie eine Chronologie über die bisher online erfassten Termine des Instituts.

Objekt/Foto: Simon Waßermann "Handle with Care" Valises et Passages. KOÏNZI-Kaffeehaus IV
Temporärer Raum für Wechselwirkungen der Künste_2019
Veranstaltung KOÏNZI-DANCE e.V. Fabrik der Künste Hamburg, Kreuzbrook 10-12 D 23. – 27. April 2019, jeweils 18 bis 22 Uhr

Gerne machen wir auf die Kulturwoche mit Ausstellung / Diskussionen / TanzPerformances / Filmen / Gesprächen am Tisch / Preisverleihung des diesjährigen KOÏNZI-Kaffeehauses, das unter dem Motto Valises et Passages steht, aufmerksam – auch weil der künstlerischen Leitung des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen in diesem Rahmen die Ehrenmitgliedschaft verliehen wird.

 

Zur Vernissage am 23. April 2019 um 18 Uhr lädt KOÏNZI-DANCE e.V. in die Fabrik der Künste. Nach einer Einführung nebst Verleihung des 5. BlauLaut-Preises für interdisziplinäre Kunst an Jasmin Schaitl mit Laudation von Dr. Nele Lipp erhält der Geist weitere Anregung durch eine Podiusmdiskussion.

 

In der Ausstellung werden Arbeiten von Anna Lena Grau (Packstücke), Nele & Lauritz Lipp (Jean Weidts Exilfahrten), Wittwulf Y Malik (5 voyages), Burkhard Scheller (o.T., o.J.), Marina Siena / Marlis Brinkmann (cum radices vidulus), Simon Waßermann (genii / loci) gezeigt. Zeitbasierte Elemente werden mit musikalischen Intermezzi von Wittwulf Y Malik angekündigt.

 

Auszug aus dem Programm

 

Donnerstag, 25. April

19.00 Maskenvignetten / Tanzperformance (25’)

Anatelier / Gilles Viandier (Tanz): Dodomonde pour „Valises et Passages“ (2019)

20.00 Tanzfilm (50’) Nele Lipp: O TEMPORA O MORES – Grand Défilé des Masques (2017, eine Produktion von KOÏNZI-DANCE e. V., Filmversion Heidi Härtel)

21.00 Kleine Feier zur Ehrenmitgliedschaft

für Heidi Härtel (Deutsches Tanzfilminstitut Bremen), die die Arbeit von KOÏNZI-DANCE e. V. seit 20 Jahren begleitet.

 

Das umfangreiche Programm finden Sie unter KOÏNZI-DANCE e.V.

Foto: Anja Beutler O Tempora O Mores. Grand Défilé des Masques
Premiere einer Filmversion im Rahmen des KOÏNZI-Kaffeehaus IV
Veranstaltung KOÏNZI-DANCE e.V. Fabrik der Künste Hamburg, Kreuzbrook 10-12 D 29.09.2017

Zur Performance “O Tempora O Mores – Grand Défilé des Masques” (2017) von Nele Lipp / KOÏNZI-DANCE e. V. sind im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen in enger Zusammenarbeit der künstlerischen Leitung, Heide-Marie Härtel, mit Nele Lipp die zentralen Aussagen des Stücks auf filmischer Ebene kreativ weiter vorangetrieben worden. Entstanden ist eine sehenswerte Filmversion.

 

“O TEMPORA O MORES – Grand Défilé des Masques” ist Ariane Mnouchkine gewidmet. Das Stück ist eine Passage durch einige Arbeiten von Nele Lipp – immer wieder aufgeschreckt vom neuen Geist der Zeit. Die Masken und Objekte für O TEMPORA O MORES … stammen aus anderen Aufführungen von KOÏNZI-DANCE. Einige entstanden im Zusammenhang von Kooperationen mit Christiane Meyer-Rogge-Turner. Sie landeten im Depot – einer Art Orkus. Von dort und damals (O Tempora) steigen sie als Wiedergänger hervor, um angesichts der neuen Sitten (O MORES) Wirrungen offenbar zu machen.”

 

Die Filmversion “O TEMPORA O MORES” wird im Rahmen des KOÏNZI-Kaffeehaus IV anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Heide-Marie Härtel bei KOÏNZI-DANCE e. V. am 25. April 2019 um 20.00 Uhr in der Fabrik der Künste in Hamburg Kreuzbrook uraufgeführt.

Annelie Keil, Gesundheitswissenschaftlerin Was für eine wunderbare und vorwärtstreibende Idee: Kultur Passage Bremen – ein Tanzhaus für die Stadt

Tafi-Info

“Was für eine wunderbare und vorwärtstreibende Idee: Kultur Passage Bremen – ein Tanzhaus für die Stadt”. Diese Überschrift trägt ein Schreiben an die Initiative für die Kultur Passage Bremen von Professor Doktor Annelie Keil, das hier im Wortlaut wiedergeben wird.

 

“Ein alter Freund, der Philosoph Rudolf zur Lippe, wollte mit seinem letzten Buch mit dem Titel: „ Das Denken zum Tanzen bringen“ und dabei erneut für eine neue Kunst der Aufmerksamkeit eintreten. In einer Rezension heißt es: Wandel und Bewegung sind Grundphänomene – nicht nur des menschlichen Lebens -, doch erstaunlicherweise sind sie nur selten philosophisch eingehend erörtert worden. Rudolf zur Lippes “radikale Phänomenologie” widmet sich höchst verschiedenen Bewegungsformen: Die Beobachtungen reichen von Vogelschwärmen über Wolkenbilder bis hin zu Tanz und Kampfkunst. Nicht zuletzt anhand von Figuren aus anderen Kulturen gelingt es ihm zu zeigen, wie wir einen Wandel in unserem Sehen und Erleben in Gang setzen können.

Das Projekt „ Kultur Passage Bremen“ will nicht nur das Denken, sondern vor allem die Stadt zum Tanzen bringen, will verbinden, was schon da ist und vorantreiben, was sich in Bremen auf vielerlei Weise schon in Bewegung gebracht hat, will teilen, womit man gemeinsam stärker werden kann. Wohin man schaut, haben der Tanz und das Tanzen in den letzten Jahren den „öffentlichen Raum“ erobert, haben Menschen in Bewegung versetzt, alte und behinderte Menschen wieder aufs Parkett gelockt. Sieht man sich die Angebote, Akteure und Visionen in Bremen an, so ist Bremen bereits ein virtuelles Tanzhaus, den wirklichen Ort für den Tanz und eine bewegte Kunst müssen wir schaffen. Wir müssen die Puzzelteile zu einem Ganzen fügen und diesem Ganzen nicht nur neues, sondern lebendiges Leben einhauchen, das nicht gleich im Kesseltreiben von Konkurrenz, knappen Mitteln oder „ da könnte ja jeder kommen“ untergeht ..Zum Jahr der Bremer Stadtmusikanten eine herrliche Idee: wer immer die Rollen von Esel, Hund, Katze und Hahn am Ende übernimmt, alle Beteiligten an einem Tanzhaus für Bremen gewinnen auf jeden Fall mehr als den Tod. „Darf ich bitten“ zum Tanz der Tänze.”

 

Annelie Keil

Bremen, im März 2019

 

Das Original-Schreiben von Annelie Keil ist hier zu lesen.

Modell mit Entwurfscharakter für einen möglichen Standort Initiative Kultur Passage Bremen – Ein Haus für den Tanz [Beitrag im Weser-Kurier]
"Eine Initiative will Tanzeinrichtungen und deren Schlagkraft bündeln. Im Gespräch ist ein Ausbau der Schwankhalle in der Neustadt zur Schaffung einer neuen (und barrierefreien) Spielfläche.
Zu Gast im TAFI

Ein Beitrag von Hendrik Werner im Weser-Kurier am 15. März 2019

 

“Mit einem ambitionierten Projekt sind am Freitag Vertreter der hiesigen freien Tanzszene an die Öffentlichkeit gegangen: Bei einem Pressegespräch im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen stellten sie Pläne für ein Tanzhaus in der Stadt vor, das unter dem Namen „Kultur Passage Bremen“ die Arbeit verschiedener Institutionen und Akteure bündeln soll. Im Gespräch für den Standort ist die Neustadt, genauer: Erweiterungsbauten für die Schwankhalle.

Mit 3600 Quadratmetern bezifferten die drei Initiatoren – Tanzfilminstitut, step dance project und tanzbar_bremen – den Raumbedarf. In Rede stehen sowohl Anbauten und Aufstockungen. Gedacht ist zum einen an einen Nutzflächenausbau gemeinschaftlich genutzter Räume, darunter Säle, Foyer, Backstagebereiche, Gästewohnung sowie Proben- und Lagerräume, von derzeit 1300 auf gut 2500 Quadratmeter.

Der Hauptzuwachs an Fläche soll sich aus einer zusätzlichen barrierefreien Bühne (samt tanzspezifischer Ausstattung), diese „umgebende Betriebsflächen“ und „vergrößerte Probebühnen“ ergeben, heißt es in einem Entwurf, den die Leiterin des Deutschen Tanzfilminstituts, Heide-Marie Härtel, steptext-dance-project-Leiter Helge Letonja und Günther Grollitsch, künstlerischer Leiter des inklusiven Kollektivs tanzbar_bremen, gemeinsam vorstellten.

Wert legten sie auf die Feststellung, dass besagte Schwankhallen-Option nur und immerhin einen „beispielhaften Standort“ betreffe, dessen Eignung erst durch eine Machbarkeitsstudie verbindlich zu ergründen sei. Die Kosten für einen etwaigen Umbau der Schwankhalle bezifferte der Städteplaner und Architekt Jürgen Koch mit 14 bis 18 Millionen Euro. Die Personalkosten eines Tanzhauses als Bestandteil einer „Kultur Passage Bremen“, darunter Posten wie Betriebsbüro, Hausmeister und Reinigung, veranschlagt das Entwurfspapier auf 180.000 Euro pro Jahr; nicht eingerechnet sind eventuelle Mietkosten.

 

“Das neue Tanztheater ist nicht in Wuppertal, sondern in Bremen erfunden worden.” Tanzfilminstitutsleiterin Heide-Marie Härtel

 

Der Zeitplan zur Realisierung des Projekts ist ehrgeizig. Als weitere Wegmarke machte Helge Letonja den Welttanztag am 29. April namhaft. An diesem Termin ist ein Podium mit einem nationalen Expertengremium geplant, um das Vorhaben mit Tanzschaffenden und Kulturpolitikern zu diskutieren. Im Anschluss an die Bürgerschaftswahl vom 26. Mai soll die Vision nach dem Willen der Initiative in ein erstes Planungsstadium münden. Ziel sei die Eröffnung des Tanzhauses zum Ende der kommenden Legislaturperiode. Letonja nannte die Jahreszahl 2024 als Wunschtermin für Einzug und Arbeitsbeginn.

 

Ein wesentlicher Impuls für die Initiative sei vom Förderbericht 2018 des Bremer Senators für Kultur ausgegangen, sagte Härtel. Die darin versammelten Aussagen zur Vernetzung von Akteuren, zur Schaffung von Synergieeffekten und zur „Bereitstellung von Produktionsstätten“ würden Mut machen, ja seien beflügelnd.

Heide-Marie Härtel sieht in dem Konzept, das auch Arbeitsfelder wie Inklusion, forschende Tanzmedizin, Tanz und Schule sowie Stadtteilarbeit beinhaltet, eine verheißungsvolle Möglichkeit, an wirkungsmächtige Bremer Tanztraditionen anzuschließen, für die Namen wie Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Urs Dietrich und Johann Kresnik einstünden. „Das neue Tanztheater ist nicht in Wuppertal, sondern in Bremen erfunden worden“, sagte Härtel weiter.

 
Hiesige Tanzsparte auf einem Level mit kleineren Städten
An diese Traditionslinien am Theater Bremen anzuknüpfen, sei schon im Blick auf die Anzahl der Tänzer schwierig. Mit einer Compagniestärke von acht Akteuren bewege sich die hiesige Tanzsparte auf einem Level mit kleineren Städten wie Cottbus und Halberstadt; dagegen habe das Niedersächsische Staatstheater in Hannover 29, die städtische Bühne in Nürnberg sogar 79 Tänzer.

„Der Aus- und Aufbau eines zweiten Standbeins erscheint dringend geboten“, sagte Härtel abschließend. Ziel sei eine sinnvolle Ergänzung des städtischen Theaterbetriebes hinsichtlich des Tanzsegments. Dazu zählen auch die Anbindung von Einrichtungen und Personen, die sich um Ausbildungs- und Gesundheitsaspekte kümmern. Für die entsprechenden Bereiche hat sich die Initiative der Mitwirkung der Tanzpädagogin Jacqueline Davenport und der Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil versichert.

 

Die künstlerischen Möglichkeiten, die eine Ballung von interdisziplinärem Sachverstand an einem Ort haben könnten, skizzierte Helge Letonja. Es gehe darum, „Tanzproduktionen in ihrer Entstehung und Vernetzung neu zu denken“. Zur Namensgebung merkte er an, dass „Kultur Passage“ – notabene: (noch) ohne Kopplungsstrich – für jenes Prinzip der Durchlässigkeit stehe, das sich die Initiative von dem Projekt verspreche.

 

“Tanzproduktionen in Entstehung und Vernetzung neu zu denken, ist das Ziel

steptext-dance-project-Leiter Helge Letonja

 

Das gelte nicht nur für den Tanz, sondern auch für andere Bühnenspielarten wie das Schauspiel. Von der Schaffung zusätzlicher Aufführungsflächen könne nicht zuletzt auch das Theater Bremen profitieren, das ebenfalls einen Mangel an Spielstätten, an Probebühnen zumal, beklage. Weitere Andock-Pläne der Tanzinitiative betreffen die vis-à-vis gelegene Städtische Galerie. Nach punktuellen Kooperationen mit der Kunsthalle sind die Aktivisten offenbar zum stadtweiten Schulterschluss entschlossen.” Hendrik Werner

Fotos: Sebastian Wolf Schlafwandler 1999 / 2019

Dreharbeiten steptext dance project Bremen D 13.03.2019 um 20.00 Uhr

“So humorvoll vital wie besonnen fragil entführt das Tanzduett SCHLAFWANDLER 1999/2019 in die schwebenden Sphären zwischen Schlafen, Träumen und Wachen. Des alltäglichen Gerangels und Gerennes müde taucht ein Paar in seine unbewussten Welten ein – und findet sich in einem Strudel eigenwilliger Reminiszenzen wieder. Kaum Erinnertes und längst Verdrängtes münden in skurrile Ausbrüche, fliegende Federn, bebenden Unmut und kippende Balancen. 20 Jahre nachdem Helge Letonja diesen surrealen Bilderbogen für Anne Minetti und Ziv Frenkel kreierte, nehmen die beiden die Choreografie wieder auf und führen sie mit neuen Fragen fort.
Wie speichern Körper Erlebtes? Der lange Taumel zweier Menschen ums Finden und Verlieren, welche Essenzen birgt er für den Tanz? Zu Schuberts „unvollendeter“ Sinfonie in h-Moll zeichnet das Duo ein entschleunigtes Ringen um Gleichgewichte in die fließende Zeit. “

***

Choreografie 2019, Tanz: Anne Minetti, Ziv Frenkel
Choreografie 1999: Helge Letonja

Musik/Collage: J.B. Lully, Henry Purcell, Israel Bright, Franz Schubert

Bühne: Jurin Wendelstein, Student der Architektur an der Hochschule Bremen

Lichtdesign, Technische Leitung: Timo Reichenberger

Produktionsassistenz: Florentine Emigholz

ÖA-Text: Maja Maria Liebau

Fotos: Sebastian Wolf

Produktion: steptext dance project

Gefördert vom Senator für Kultur Bremen

Unterstützt von: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, Uferstudios Berlin und Compagnie A180°

 

***

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.

Jean Cebron TANZSALON 26: Abschied von Jean Cébron

Filmvortrag Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D Sonntag, 10.03.2019, um 20.00 Uhr

Der Tänzer, Choreograf und Pädagoge Jean Cébron verstarb am 1. Februar im Alter von 94 Jahren. Er war nach Kurt Jooss über Jahrzehnte der wohl stilprägendste Tanzpädagoge der Folkwangschule. Zu seinen Schülern zählen so bekannte Tanzpersönlichkeiten wie Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Urs Dietrich und Lutz Förster.

 

Jean Cébron war als Tänzer z.B. in berühmten Ballettstücken von Kurt Jooss tätig und als Choreograf, der in den 70iger Jahren u.a. mit Pina Bausch auftrat. Das Deutsche Tanzfilminstitut verfügt über bisher nicht publiziertes Videomaterial aus dem Unterricht von Jean Cébron, aus Vorstellungen der Folkwangschule aus den 90-er Jahren und aus seiner Arbeit mit dem Bremer Tanztheater aus den 80-er Jahren unter Reinhild Hoffmann.

Wir zeigen Ausschnitte aus den Dreharbeiten und sprechen mit einem seiner Schüler aus den 90-ern, mit Professor Doktor STEPHAN BRINKMANN, der seit Ende letzten Jahres Leiter der Tanzabteilung der Folkwang Universität der Künste ist.

 

Im Anschluss an die Präsentation machen wir Sie gerne mit einer Premiere bekannt, die in der darauf kommenden Woche, am 13.3. in der Schwankhalle zu sehen sein wird: SCHLAFWANDLER 1999 / 2019. Das 1999 von Helge Letonja choreographierte Stück führen die gleichen TänzerInnen 20 Jahre später in einem zweiten Teil fort. Ziv Frenkel und Anne Minetti sind im Tanzsalon anwesend. (Premiere 13.3., weitere Vorstellungen 14. und 16.3.)

 

Der TANZSALON 26 beginnt am Sonntag, 10. März 2019, um 20:00 Uhr im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen. Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel. 0421 240 550   

 

 

 

 

 

Foto: Marianne Menke LOS DESAPARECIDOS – Vom Erdboden verschluckt

Dreharbeiten steptext dance project Schwankhalle Bremen D 31.01.2019 um 20.00 Uhr

“Das Tanzsolo LOS DESAPARECIDOS ist eine physische Auseinandersetzung mit den Folgen eines jahrzehntelang in Lateinamerika verübten Verbrechens: dem gewaltsamen Verschwindenlassen. Bis heute sind tausende Opfer wie vom Erdboden verschluckt. Ungewiss ist, was mit ihnen geschah. Ihre Schicksale schwelen als traumatische Wunden in familiären und gesellschaftlichen Gefügen. So auch in Kuba und Kolumbien, den Herkunftsländern der vielfach prämierten Choreografin Maura Morales und des Tänzers/Schauspielers Augusto Jaramillo-Pineda, die ihre erste künstlerische Zusammenarbeit diesem gemeinsamen Thema widmen – und zugleich dessen universelle Dimension erforschen: Wie wirkt sich eine ewige Leerstelle auf das Leben aus? Was gibt Kraft, wenn jede Hoffnung neue Verzweiflung nährt und umgekehrt? Zu eigens geschaffener elektronischer Musik des etablierten Tanztheaterkomponisten Michio Woirgardt vermisst das Solo die Verknüpfungen zwischen Trauma und Gewalt ebenso, wie die Potenziale von Mitgefühl und Gemeinschaft.”

***

Choreografie, Regie, Kostüme, Bühne:
Maura Morales
Konzept/Idee, Tanz/Schauspiel, Kostüme, Bühne:
Augusto Jaramillo Pineda
Komposition: Michio Woirgardt
Dramaturgie: Anke Euler
Technische Leitung / Lichtdesign: Timo Reichenberger
Produktionsassistenz: Florentine Emigholz
ÖA-Text: Maja Maria Liebau
Fotos: Marianne Menke

***

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Uraufführung zu dokumentieren.

Gisela Peters-Rohse mit Günther-Grollitsch. Foto: Daniela Tanzarchiv Köln ehrt Tanzpädagogin Gisela Peters-Rohse
Filmpräsentation "Der Eintänzer" und "ZEUGEN DES TANZES: Katja Schneider trifft Gisela Peters-Rohse"
Veranstaltung Deutsches Tanzarchiv Köln Mediapark, Tanzmuseum 16.12.2018 um 19:30 Uhr

“Alles ist Tanz”, sagt Gisela Peters-Rohse. “Und alles kann Tanz werden: die Menschen, ihre Geschichten, die Stadt in der wir leben.” Anlässlich ihres 80. Geburtstags präsentiert das Deutsche Tanzarchiv Köln zwei Dokumentarfilme über ihr Wirken.

 

Erst jüngst, zu Beginn ihres achtzigsten Lebensjahres, stellte Gisela Peters-Rohse ihr tänzerisches Können in einem Duo mit dem um viele Jahre jüngeren Tänzer Günther Grollitsch in dem Stück “Der Eintänzer” noch einmal unter Beweis: Unbändige Lebenslust, sinnliche Freizügigkeit und künstlerische Experimentierfreude einerseits, Kriegserfahrungen, Inflation, eine erstarkende Rechte und politisch hochbedrohliche Lage anderseits – diese ambivalente Stimmung fängt das Bühnenduo so leichtfüßig wie trennscharf ein. Und es fragt: Was bedeutet es, den eigenen tanzenden Leib zu Markte zu tragen? Wann kompromittiert derartige Dienstbarkeit die persönliche Integrität?

 

Gisela Rohse-Peters wurde 1938 geboren und erhielt ihre tänzerische Berufsausbildung in der modern ausgerichteten Tanzschule Lola Rogge in Hamburg. Sie tanzte in mehreren deutschen Staatstheatern und bildete sich parallel dazu in ganz Europa in den verschiedenen Tanztechniken weiter. Ab 1970 leitete sie die Abteilung Kinderballett und das Pädagogik-Seminar für Kindertanz an der Rheinischen Musikschule, Konservatorium der Stadt Köln. Von 1986 bis 2001 war Gisela Peters-Rohse Dozentin für Labans Raum- und Bewegungslehre, Improvisation und Folkloretanz sowie Kindertanz-Pädagogik am Institut für Bühnentanz der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Über ihre pädagogische Tätigkeit hinaus wurde sie mit einer Vielzahl bemerkenswerter Choreografien für Kinder international bekannt. Frau Rohse-Peters entwickelte eine eigene Unterrichtskonzeption und -methodik, die sie seit über zehn Jahren auf Einladung verschiedener Unterrichtsstätten wie Peking, Moskau, Leningrad, Singapur, Brasilien, in der Schweiz und auch in Deutschland bis heute lehrt.

 

Zu Ehren dieser aktiven Persönlichkeit des Tanzes zeigt das Deutsche Tanzarchiv Köln das Filmporträt “ZEUGEN DES TANZES: Karin Schneider trifft Gisela Peters-Rohse” und die Dokumentation “Der Eintänzer”. Beide Filme sind Produktionen des Deutschen Tanzfilmarchivs Bremen, das sich der Künstlerin und Pädagogin besonders verbunden fühlt. Ein Gespräch mit der Jubilarin und der Filmemacherin Heide-Marie Härtel führt Thomas Thorausch.

TANZSALON 25: Kresniks “Macbeth” (Rekonstruktion) aus Linz

Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D Montag, 10.12.2018 um 20 Uhr

 Wiedereinstudierung des Stückes von 1988 (Theater Heidelberg) mit dem Ensemble des Landestheaters Linz.

Mit Ausschnitten aus der Aufzeichnung des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen.

 

Ein Klassiker des Theaterberserkers Johann Kresnik aus dem Jahr 1988. Grell und gleichzeitig hoch ästhetisch beschreiben die Arbeiten des österreichischen „Enfant terrible“ der Tanzwelt gesellschaftliche und politische Fehlentwicklungen. Kresniks Macbeth entstand auf dem Höhepunkt der bundesrepublikanischen Barschel-Pfeiffer-Affäre und zeigt den mörderischen Kampf um die Macht. (Pressetext Theater Linz)

 

Die ZEIT titelt 1988: “Die Kieler Affäre – in mörderischen Tänzen” und weiter: “Es ist in Tanzwut, Präzision und Einfallskraft wohl das beste der Tanzdramen, die Kresnik – mit kritischem Blick auf die Familienverhältnisse seiner Titelhelden – in den letzten Jahren geschaffen hat.“ 40 Jahre später hat das Stück noch nichts an Aktualität verloren. “So ist die Rekonstruktion von Kresniks Macbeth eine zeitgemäße Entscheidung. Deren Umsetzung bewältigt das Ballett des Linzer Landestheaters mit leidenschaftlicher Bravour. “, so Helmut Ploebst im österreichischen “Der Standard”.

 

Im Tanzsalon 25 wird die Dokumentation der Premiere am Theater Linz gezeigt.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Filmveranstaltung im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen, Am Wall 201, Forum am Wall. (Eingang Osterstraße, links neben der Bäckerei)

 

577_Techn-Support_07 IASA zu Gast im Deutschen Tanzfilminstitut Bremen
Exkursion der Internationalen Vereinigung der Schall- und audiovisuellen Medien - Ländergruppe Deutschland / Schweiz
Veranstaltung Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 24.11.2018 um 15.00 Uhr

Die Jahrestagung der IASA-Ländergruppe Deutschland/Schweiz e.V. findet in Zusammenarbeit mit dem Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik und der Günter Grass Stiftung am 23. und 24. November 2018 im Studienzentrum Künstlerpublikationen / Weserburg statt und bietet eine Exkursion in das Medienarchiv des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen an.

 

Im Zentrum der Tagung stehen die Perspektiven institutioneller Archivierung audiovisueller Medien besonders unter dem Aspekt der Digitalisierung und der Langzeitarchivierung dieser Mediengattung. Hier knüpft die Führung durch das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, speziell durch die technische Abteilung, an. Wir freuen uns besonders über das Interesse der Kollegen aus der Schweiz / Memoriav. Der Rundgang durch unsere Räume folgt den zahlreichen Arbeitsphasen, die ein Medium bis zur vollständigen Aufnahme in unser umfangreiches Tanzfilmarchiv, dem größten Europas, durchläuft. Vielschichtige, zeitaufwendige Arbeitsprozesse zur Digitalisierung von Videobändern unterschiedlicher Formate werden sichtbar. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Möglichkeiten der Restaurierung von Bändern. Die Verarbeitung der Digitalisate, ihre Aufnahme in eine individuell auf die Bedürfnisse unseres Instituts abgestimmte Datenbank, die Erschließung der Filme und die anschließende Langzeitdigitalisierung werden von unseren Mitarbeitern plastisch vorgestellt. Der ausführliche fachliche Austausch mit der Leiterin Heide-Marie Härtel knüpft neue Verbindungen und beschließt die Exkursion.

Songs from the neighborhood. Foto Marianne Menke YOUNG ARTISTS: Songs from the Neighborhood

Dreharbeiten Young Artists / steptext dance project Bremen D 23.11.2018 um 20 Uhr

Der eine schnackt im Treppenflur mit jedem, die andere verschwindet grußlos hinter ihrer Tür. Manche feiern zusammen und einige rufen die Polizei, sobald es laut wird: So vielfältig wie die Menschen ist ihr nachbarschaftliches Miteinander. Für ihr neues Bühnenstück sind die young artists in mehrere Stadtteile ausgeschwärmt und haben sich dort mit Bewohner_innen ausgetauscht. Die Impulse aus diesen Begegnungen verwandeln sie auf der Bühne in eine so humorvoll freche wie besonnene Tanztheatercollage. Wer wünscht sich was von den Nächsten nebenan? Warum? Wie wichtig ist Individuelles, welche Rolle spielt Gemeinschaft? Antworten aus unterschiedlichsten Lebensentwürfen, Kulturkreisen und Generationen verflicht das mit jungen Bremer_innen aus Syrien, Ägypten, dem Iran und einem Mutter-Tochter-Duo aus Deutschland besetzte Ensemble zu expressiven Tableaus.

 

CREDITS
Künstlerische Leitung / Choreografie / Tanz- und Theatertraining: Augusto Jaramillo-Pineda
Choreografische Mitarbeit / Tanztraining: Kossi Sebastien Aholou-Wokawui
Tänzer_innen / Darsteller_innen young artists: Mariama Jobe, Azad Kour, John Nessim, Josephine Pavlak, Marie-Luise Pavlak, Ali Zarabi
Kostüme: Rike Schimitschek
Technische Leitung / Licht: Timo Reichenberger
ÖA-Text: Maja Maria Liebau
Produktion: steptext dance project
Gefördert durch: start JUGEND KUNST STIFTUNG BREMEN

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.

Foto Marianne Menke TANZSALON 24_anders: tRanz

Veranstaltung steptext dance project Schwankhalle Bremen D 04.11.2018 um 19.00 Uhr

Dokumentarfilm von Marie-Claire Schmarsow – work in progress präsentiert von steptext dance project
 
Am kommenden Sonntag gibt Marie-Claire Schmarsow einen Einblick in ihre Masterarbeit an der Universität Bremen, bei der sich die vielfältige internationale Arbeit der Compagnie STEPTEXT DANCE COMPANY mit den Thesen von Transkulturalität treffen. Sie zeigt diese Arbeit als work in progress, aus dem hervorgeht, wie subtil sich berufliche, menschliche und alltägliche Aktionen der einzelnen Akteure mit- und ineinander vermischen, – eine Arbeitsweise, die dem künstlerischen Ergebnis im Tanztheater sehr zugute kommt. 

 

Aus dem Pressetext von steptext dance company:

Für ihren Dokumentarfilm „tRanz“ hat Marie-Claire Schmarsow die Aktivitäten von steptext dance project ein halbes Jahr lang mit der Kamera begleitet. Einblicke in Proben, Aufführungen und Arbeitsalltag, ergänzt durch die eigene Wahrnehmung der Künstler_innen, fügen sich zu einem vitalen Porträt transkulturellen Tanztheaters.

Eine Masterarbeit im Studiengang Transnationale Literaturwissenschaft der Uni Bremen. Einführung: Prof. Dr. phil. Elisabeth Arend, Leitung des Studiengangs Transnationale Literaturwissenschaft: Literatur, Theater, Film. Unterstützt vom Deutschen Tanzfilminstitut Bremen.

 

Der Eintritt ist frei.

Sonntag um 17.00 Uhr

 Ort: Schwankhalle Bremen Buntentorsteinweg 112/ 116

 

Macbeth. Rekonstruktion Linz 2018 Macbeth. Kresnik-Rekonstruktion Linz

Dreharbeiten Landestheater Linz Linz Österreich 13.10.2018 um 20.00 Uhr

Choreografisches Theater von Johann Kresnik nach William Shakespeare | Musik von Kurt Schwertsik

 

Ein Klassiker des Theaterberserkers Johann Kresnik aus dem Jahr 1988. Grell und gleichzeitig hoch ästhetisch beschreiben die Arbeiten des österreichischen „Enfant terrible“ der Tanzwelt gesellschaftliche und politische Fehlentwicklungen. Kresniks Macbeth entstand auf dem Höhepunkt der bundesrepublikanischen Barschel-Pfeiffer-Affäre und zeigt den mörderischen Kampf um die Macht.

 

Eine gelungene Rekonstruktion, so die Kritik im Standard.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.

TanzKollektivBremen-Einunddreissig Skizzen TANZSALON 23: “Einunddreißig Skizzen” TanzKollektivBremen (Vorschau)

Zu Gast im TAFI Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 04.10.2018 um 20.00 Uhr

Magali Sander Fett und das TanzKollektivBremen stellen ihr aktuelles Tanzprojekt vor.

1968 gründete Johann Kresnik sein Choreografisches Theater am Theater Bremen. Heute, 50 Jahre später, setzt sich das TanzKollektivBremen mit dem eher unbekannten zeichnerischen Werk des Choreografen und Künstlers Kresnik auseinander. Kresniks Skizzen waren Ursprung seiner Inszenierungen, seine ersten und ursprünglichsten Gedanken, wie ein Tagebuch.   

 Fünf Tänzer*innen stellen in „Einunddreißig Skizzen“ eine persönliche Beziehung zu den Bildern her, erforschen sie, verändern einzelne Elemente und Posen und lassen sie lebendig werden. Die Choreografie von Magali Sander Fett ist eine ganz eigene tänzerische Auseinandersetzung mit Machtverhält-nissen und Polaritäten. Erfahrungen, Gefühle, aber auch Herkunft und Generation der beteiligten Tänzer*innen formen sich zu einer Neuinterpretation der Zeichnungen aus heutiger Sicht. Grundlegenden Themen des menschlichen Daseins finden sich in allen Skizzen wieder und werden im Stück verhandelt. 

 

Das TanzKollektivBremen ist eine Plattform für zeitgenössischen Tanz, 2013 gegründet von ehemalige Ensemblemitglieder vom Bremer Tanztheater / Urs Dietrich: Tomas Bünger, Miroslaw Żydowicz und Magali Sander Fett. Kern der Arbeit ist es, den zeitgenössischen Tanz aus der Tradition des Bremer Tanz-theaters heraus in Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Sparten weiter zu entwickeln und neue performative Formate auf der Bühne und in anderen Räumen zu erproben. www.tanzkollektivbremen.de 

 

Aufführungen: Donnerstag, 11.10.2018, 20:00 Uhr (Uraufführung) 
Sonntag, 14.10.2018, 18:30 Uhr (anschließend Publikumsgespräch) 
Donnerstag, 25.10.2018, 20:00 Uhr   
Theater Bremen, Kleines Haus, Goetheplatz 1, 28203 Bremen   

 

Der Eintritt zum Tanzsalon ist frei.

 

Sie finden das Deutschen Tanzfilminstitut Bremen im Forum am Wall, Am Wall 201, 28195 Bremen. Eingang von der Ostertorstraße aus, links neben Bäckerei. Tel. 0421 240 550 

 

Nele Hertling. Foto Inge Zimmermann Deutscher Tanzpreis 2018 für Nele Hertling
Preisverleihung im Aalto-Theater Essen
Dreharbeiten Dachverband Tanz Deutschland e.V. Essen D 22.09.2018

Am 22. September 2018 wird der Deutsche Tanzpreis verliehen – mit großer Tradition und neuem Format im Aalto Theater Essen. Nordrhein-Westfalen wird zum Treffpunkt für den Tanz in Deutschland und Europa. Die Gala zur Preisverleihung präsentiert die Vielfalt des Tanzes in Deutschland, vom zeitgenössischen Ballett bis zum zeitgenössischen freien Tanz.

 

Den DEUTSCHEN TANZPREIS 2018 erhält die Dramaturgin und Tanz-Netzwerkerin Nele Hertling. Über viele Jahrzehnte hat Nele Hertling die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland geprägt. Schon ab den 70er Jahren holte sie herausragende internationale Choreograf*innen nach Deutschland, so Merce Cunningham und Trisha Brown. Als Intendantin des Berliner Hebbel-Theaters (1988 bis 2003) etablierte sie ein starkes europäisches Veranstalternetzwerk, präsentierte die flämische und französische Tanzavantgarde und gründete das Festival „Tanz im August“. Als kulturpolitische Netzwerkerin und Expertin für den Tanz stärkt sie beharrlich die Position des frei produzierten Tanzes. Dabei hat sich ihr Engagement nie auf bestimmte Formen des Tanzes verengt.
Nele Hertling richtet den Blick auf den weiten Horizont der Vielfalt des Tanzes und der europäischen Kulturlandschaften.

 

DAS NEUE FORMAT DES DEUTSCHEN TANZPREISES
Erstmalig wird der Deutsche Tanzpreis durch den Dachverband Tanz Deutschland verliehen, gemeinsam gefördert durch die Stadt Essen, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln des Bundes. Der Deutsche Tanzpreis ist erstmalig mit 20.000 € dotiert.
Der Dachverband Tanz Deutschland wird als bundesweite Stimme für den künstlerischen Tanz zukünftig mit verschiedenen Partnern den Deutschen Tanzpreis ausrichten. Seit dem letzten Jahr, in dem in der Deutsche Tanzpreis nicht verliehen wurde, arbeitete der DTD in enger Abstimmung mit dem früheren Träger Förderverein Tanzkunst Deutschland, dem Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik, dem Aalto Theater Essen und den öffentlichen Förderern an der Neukonzeption des Preises.
Die nordrhein-westfälische Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagt: „Der Deutsche Tanzpreis steht für die Vielfalt, Qualität und Innovationskraft der Kunstform Tanz. Ausgezeichnet werden künftig Künstlerinnen und Künstler sowohl der Ballett- und Tanzensembles an Stadt-, Landes- und Staatstheatern sowie der freien Szene. Die Neuausrichtung ist ein Signal für die Kultur, das vom Tanzland NRW bundesweit und nach Europa ausstrahlt.“
Für die Stadt Essen betont Herr Muchtar Al-Ghusain: „Essen sieht auf eine bald 100-jährige Geschichte des zeitgenössischen Tanzes zurück. Zugleich hat auch das heimische Ballett einen guten Platz am Aalto Theater. Es ist eine große Ehre, in Essen erneut den Deutschen Tanzpreis verleihen zu können, und eine große Verpflichtung, dem Tanz in Essen in all seinen Formen auch zukünftig einen festen Platz zu geben.“

 

Auch in Zukunft wird der Deutsche Tanzpreis in Essen verliehen – mit einem festen zeitlichen Datum am Beginn der Theatersaison und in Kooperation mit der Theater und Philharmonie Essen GmbH. Schirmherr des Deutschen Tanzpreises ist Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich besonders, die Tanz-Gala zur Verleihung des Deutschen Tanzpreises filmisch dokumentieren zu dürfen.

Foto Marianne Menke AUDITION FOR LIVE/ART von Mokhallad Rasem & Helge Letonja
Festival Sehnsucht Europa präsentiert das Ensemble New Bremen
Dreharbeiten steptext dance project und bremer shakespeare company Bremen D 7.9.2018 um 19.30 Uhr

AUDITION FOR LIFE / ART in der Inszenierung von Mokhallad Rasem und Helge Letonja entwirft ein bühnenkünstlerisches Vorsprechen, ‑tanzen, ‑singen – und erweitert den performativen Wettstreit zu einer vielstimmigen Befragung gesellschaftlichen Zusammenlebens. Hellwach präsent, tabulos gewitzt und bestechend klug vermisst das eigens gegründete Ensemble New Bremen die Fallhöhen unwillkürlicher Zuschreibungen. Mit intensiven Monologen und kollektiven Szenen, einend archaischen Ritualen und kuriosen Kollisionen erprobt es die darstellenden Künste als „gemeinsame Heimat“ im transkulturellen Alltag. Aus dem Aufeinandertreffen verbaler und physisch sinnlicher Sprachen, aus dem Spiel mit Musikstilen und Videoprojektionen, Kostümierungen und Entblößungen, persönlichen Stimmen und Zitaten wächst ein überaus aktuelles Plädoyer für die Kunst als Ort progressiven Miteinanders.

 

Inszenierung: Mokhallad Rasem, Helge Letonja
Mit dem Ensemble New Bremen: Kossi Sébastien Aholou-Wokawui (Togo), Leila Eskandari (Iran), Oh Chang Ik (Südkorea), Michael Meyer (Deutschland), Augusto Jaramillo Pineda (Kolumbien), Roua Reshah (Syrien), Médoune Seck (Senegal), Kathrin Steinweg (Deutschland)
Dramaturgische Mitarbeit: Renate Heitmann
Ausstattung: Rike Schimitschek
Lichtdesign: Timo Reichenberger
Produktions- und Regieassistenz: Martina Lübbing
Kostümassistenz: Viktor Fadel Saleh
ÖA-Text: Maja Maria Liebau

Produktion: steptext dance project und bremer shakespeare company im Rahmen von Sehnsucht Europa
Koproduktion: Toneelhuis, Antwerpen
Gefördert von: Fonds Darstellende Künste

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Premiere filmisch zu dokumentieren.

Folkwang-Preis-Gala 2018. Foto: Marie Laforge Preisverleihung an der Folkwang Universität der Künste e.V. für Studierende
Tien Gao erhält Sonderpreis Tanz der "Josef und Else Classen Stiftung"
Veranstaltung Folkwang-Universität der Künste e.V. Essen-Werden D 01.07.2018

 

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. (GFFF) ehrte Studierende für herausragende Wettbewerbsleistungen

 

Auch in diesem Jahr war das Publikumsinteresse erfreulich groß, als die PreisträgerInnen des Folkwang Wettbewerbs 2018 ihre ausgezeichneten Arbeiten bei der Folkwang Preis Gala in der Neuen Aula am Folkwang Campus Essen-Werden am 01. Juli präsentierten. Folkwang Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob und Henning R. Deters, Vorsitzender der GFFF, überreichten im Anschluss an die künstlerischen Beiträge die Urkunden an die Studierenden.
Bereits seit 1958 stiftet die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. jährlich Folkwang Preise in unterschiedlichen Sparten. Ob Pina Bausch in der Kategorie Tanz (1958) oder Fotojournalist Guido Mangold (1960) in der Sparte Fotografie: In die Riege der ausgezeichneten Studierenden reihen sich berühmte Namen ein, die einst an der Folkwang Universität der Künste ihren Abschluss gemacht haben.

 

Alle PreisträgerInnen 2018 im Überblick:
In diesem Jahr wird der Folkwang Preis vergeben an:
Zwei Preise in der Sparte Darstellende Kunst:
_Linus Schütz und Cynthia Erhardt (Schauspiel)
_Esther Conter, Pascal Cremer, Tomas Stitilis, Florian Minnerop, Charlotte Katzer (Musical)
Ein Preis in der Sparte Musikwissenschaft:
_Tobias Julian Winnen (Klasse Prof. Dr. Andreas Meyer) Folkwang Universität der Künste
Drei Preise in der Sparte Gestaltung:
_Luise Flügge (Fotografie)
_Louisa Kron (Kommunikationsdesign)
_Lukas Lüttgen (Industrial Design)
Zwei Preise in der Sparte Musik:
_Antonia Yordanova und Ivan Kyurkchiev (Piano Duo | Klasse Evgeny Sinaiski)
_Hayeon Kang (Violoncello | Klasse Prof. Young-Chang Cho)
Ein Preis in der Sparte Jazz:
_Heidi Bayer (Trompete | Klasse Prof. Ryan Carniaux)

 

Zusätzlich zum Folkwang Preis wurden folgende Preise vergeben:
_Den „Ingrid Girardet Förderpreis für junge Talente“ teilen sich Chaeeun Jeong (Violine | Klasse Prof. Mintcho Mintchev) und Yung-Yu Huang (Violine | Klasse Prof. Mintcho Mintchev).
_Der „Dr. Alfred Hoff Sonderpreis zur Förderung junger PianistInnen“ geht an Doyeon Kim (Klasse Evgeny Sinaiski).
_Der „Tanzpreis der Josef und Else Classen Stiftung“ wird an Tien Gao verliehen.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, den Trailer für die gekürte Tänzerin zu produzieren.

 

Hieronymus und der Meister sind auch da IT’S TIME TO SAY GOODBY. Susanne Linke Abschieds-Gala Tanz
Theater Trier 2018
Dreharbeiten Theater Trier Trier D 29.6.2018 um 19.30 Uhr

Das Tanz-Compagnie um Susanne Linke ist stolz, mit Hannes Langolf einen international renommierten Choreographen für das Ensemble gewinnen, und mit seiner Kreation eine weitere prägende Persönlichkeit im zeitgenössischen Tanz vorstellen zu können.

Mit der letzten Vorstellung von “Unruhe” endet somit die Ära der Sparte Tanz unter der künstlerischen Leitung von Susanne Linke. Das Ensemble und Susanne Linke möchten sich von Ihrem Publikum mit einem ganz besonderen Abend verabschieden. Nach der Vorstellung von “Unruhe” und einer kurzen Umbaupause werden zahlreiche markante Passagen von choreographischen Werken, die in diesen drei Spielzeiten mit dem herausragenden Ensemble entstanden sind, noch einmal Revue passieren. Darunter sind: Nemmokna, Ein neues Stück, Tanz 4, Hommage à Dore Hoyer, Hieronymus und der Meister sind auch da, Clip …

Das Ensemble und Susanne Linke heißt das Publikum willkommen, um miteinander diesen Abend zu genießen und sich die Vielfalt der möglichen Tanzsprachen zu vergegenwärtigen.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, beide Produktionen filmisch zu dokumentieren.

UNRUHE. Physical Theatre von Hannes Langolf
Vorstellung zum Abschied von Susanne Linke
Dreharbeiten Theater Trier Sparte Tanz Trier D 29.06.2018 um 19.00 Uhr

“Tief berührende Inszenierung voller Poesie und Spielfreude

Fantastischer Ausklang für Susanne Linke: Das Tanzstück „Unruhe“ hat Premiere gefeiert.” Von Eva-Maria Reuther

“Das Leben ist ein Zirkus. Wer sich die kindliche Freude an der eigenen Performance darin erhält, ist fein raus. So wie der melancholische Hilfsbuchhalter Bernardo Soares aus Fernando Pessoas weltberühmtem Werk „Das Buch der Unruhe“. Die Aufzeichnungen des stets gut gekleideten Herrn, dem in der alltagsgrauen Routine seines Lebens zwischen Büro und möbliertem Zimmer der Blick für das Wunderbare im kleinsten Ereignis nicht abhanden gekommen ist und der dabei zum heimlichen Dichter wird, hat Hannes Langolf jetzt für das Theater Trier inszeniert. Es ist die letzte Produktion der Sparte Tanztheater unter der Leitung von Tanz-Ikone Susanne Linke.” Trierischer Volksfreund 22.04.2018

 

Unruhe von Hannes Langolf mit dem Susanne Linke Ensemble.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Vorstellung filmisch zu dokumentieren.

Past Forward. Rekonstruktion 2018 PAST FORWARD. Bohner-Rekonstruktion
Rekonstruktion am Theater Bielefeld
Dreharbeiten Goethe-Theater Bremen D 26.6.2018 um 20 Uhr

Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes

 

Gerhard Bohner gilt als einer der Pioniere des zeitgenössischen Tanzes. In den 70-er Jahren, zur gleichen Zeit wie Pina Bausch und Johann Kresnik, begann er nach neuen choreografischen Ausdrucksformen fernab der Ballettästhetik zu suchen und die Grenzen des Tanzes auszuloten. Im Zentrum von past forward steht ein spätes Werk Bohners, das 1990 unter dem Titel “Angst und Geometrie” seine Premiere feierte. 28 Jahre später wagt sich TANZ Bielefeld an die Rekonstruktion des Stückes. Hinzu kommen die Arbeiten dreier zeitgenössischer Choreografen, die in einen schöpferischen Dialog mit Bohners Schaffen treten. Individuell gehen Lali Ayguadé, das Choreografenduo Overhead Project und Simone Sandroni mit den Themen und Formen, die in Angst und Geometrie vorkommen, um: Mal greifen sie die strengen Bewegungsprinzipien auf, mal durchbrechen sie diese, mal setzen sie auf Reduktion und Klarheit, mal lassen sie die TänzerInnen ihre Ausdrucksmöglichkeiten spielerisch erforschen. Aus den unterschiedlichen Choreografiesprachen entsteht ein vielschichtiger Abend, der ein Stück Tanzgeschichte aufleben lässt und gleichzeitig Verbindungslinien zu den internationalen Strömungen im zeitgenössischen Tanz sichtbar macht.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Vorstellung filmisch zu dokumentieren.

Ein Impuls bewegt – Abschlusspräsentation der Fachschule impuls e.V.

Dreharbeiten impuls e.V. bremen Schwankhalle Bremen D 15.06.2018 um 19.00 Uhr

 

We dance for laughter,
we dance for tears,
we dance for madness,
we dance for fears,
we dance for hopes,
we dance for screams,
we are the dancers,
we create the dreams.

 

Albert Einstein

 

Mit diesem Motto stellen die diesjährigen Absolvent*innen der Fachschule impuls e.V. für Tanz- und Bewegungspädagog*innen Bremen ihre Abschlusspräsentation im Kulturzentrum Schlachthof vor.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, diese filmisch zu dokumentieren.

PAST … PRESENT … FUTURE. MundM Theater Winterthur
Marciano und Minasi Tanz zeigen Ausschnitte aus der Arbeit ihrer Tanzschule
Dreharbeiten MundM Theater Winterthur Schweiz 10.06.2018 um 11.00 Uhr

Mit dieser Veranstaltung präsentiert die Tanzschule MundM Ausschnitte ihrer Arbeit und die der zum Teil erheblich fortgeschrittenen LaienschülerInnen. Von den Jüngsten bis zu den Erwachsenen sind die unterschiedlichen Tanzstile bühnengerecht geformt, mit Eifer und Hingabe geübt und durch stetige Unterstützung der Lehrenden begleitet worden. Immer stand für alle dabei der glücklich tanzende Mensch im Vordergrund. An diesem Abend feiern Patti Marciano und Giovi Minasi mit ihren Gästen und freuen sich, das Vergangene in Erinnerung zu rufen, die Gegenwart zu genießen und mit allen gemeinsam in die Zukunft zu gehen.

 

Gastchoreografin: Gisela Peters-Rohse, Köln

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, die Vorstellung mit 31 Stücken filmisch zu dokumentieren.

IN BETWEEN. FotoMarianneMenke IN-BETWEEN / DIGGING IN THE NIGHT [africtions]
THE CHOREONAUTS - AFRO-EUROPEAN NAVIGATIONS IN DANCE - Doppelvorstellung
Dreharbeiten steptext dance project Schwankhalle Bremen D 26.05.2018 um 20.00 Uhr

steptext dance project | Dance Forum Johannesburg, Südafrika

Wie reagieren Menschen in Südafrika, einem Land extremer gesellschaftlicher Kontraste, auf das rasante Tempo des globalen Wandels? Was kostet sie der enorme Veränderungsdruck? Aus ihren unterschiedlichen Perspektiven blicken die beiden Choreografen auf die sozialen Umbrüche und suchen nach Zwischenräumen und Nischen der Poesie.

 

Mit IN-BETWEEN fokussiert Phumlani Nyanga das Gefühl, inmitten der Verwerfungen des exzessiven Wirtschaftswachstums von äußeren Zwängen getrieben und in materiellen Bedürfnissen gefangen zu sein: Wo ist Zeit für das Wesentliche, ein Innehalten, für Begegnungen? Ist vielleicht Langsamkeit ein zukunftsweisendes Konzept? Dabei vertraut er mit seiner eindrücklichen, auf dem südafrikanischen Festival Dance Umbrella prämierten Tanzkunst auf choreografische und inhaltliche Fortentwicklung: „Diese Arbeit ist ein Prozess des Erinnerungsaustausches; sie fragt nach der Zeit, die durch die Konflikte der menschlichen Spezies verloren gegangen ist.“

 

Helge Letonja, der in den letzten Jahren mit zahlreichen Künstler_innen des afrikanischen Kontinents kollaborierte, kreiert mit seinen international ausgezeichneten Arbeiten vibrierende Reflexionen gesellschaftlicher Zustände. Für DIGGING IN THE NIGHT verschränkt er Nyangas Impulse mit Anklängen aus verschütteten Sehnsuchtswelten und persönlichen Eindrücken: „Im Hotspot von Johannesburg, dort, wo einst die Goldminenarbeiter auf glückliche Funde hofften, flanieren heute lässige „Black Dandys“, Hipsters und Start-up-Unternehmer durch den Puls der Nacht. Die Müllsammler, die sich an offenen Feuern wärmen, zeichnen ein anderes Bild in den Himmel.“ Gemeinsam mit vier Tänzern erarbeiteten die Choreografen ihre so dynamischen wie besonnenen Stücke im Ebhudlweni Arts Centre in Mpumalanga, einem Zentrum, das sich nachhaltigen Tanzkunst-, Ökologie- und Bildungsprojekten verschriebenen hat.

 

KONZEPT / CHOREOGRAFIE Phumlani Nyanga & Helge Letonja CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Thabo Kobeli MUSIK / KOMPOSITION/COLLAGE Teboho Letele, Matthew Sabela TANZ Steven Chauke, Thabo Kobeli, Eugene Mashiane, Shawn Mothupi KOSTÜM Helge Letonja
PRODUKTION steptext dance project in Koproduktion mit Ruhrfestspiele Recklinghausen, Tanz! Heilbronn, Theater Bremen.

 

Festivalprogramm [africtions]

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen freut sich, beide Vorstellungen filmisch zu dokumentieren.

SANSTITRE. Foto Nadia Beugre SANS TITRE – CHAOTIC ORDER – A BLINK OF AN EYE [africtions]
The Choreonauts - Afro-European Navigations in Dance / Festival africtions
Dreharbeiten Theater Bremen / steptext dance project Bremen D 23.5.2018 um 20 Uhr

Nadia Beugré, Renate Graziadei / ASSOCIATION TRANSIT Abidjan, Côte d’Ivoire

 

Nadia Beugré macht in SANS TITRE die Essenz ihres energetisch-explosiven choreografischen Schaffens zum Thema: Tanz als ästhetisches Mittel der Selbstbehauptung. Basierend auf Interviews mit Jugendlichen aus der Millionenstadt Abidjan, setzt ihr Stück der wachsenden Perspektivlosigkeit und den überkommenen, ungerechten Bildungsstrukturen ein Plädoyer für individuelle Entfaltungsfreiheit entgegen. Was sind zukunftsfähige Wege, Altes weiterzugeben und zu Entwicklungen von Neuem zu befähigen?

„Tanzen ist Lebenseinstellung, Erproben, Teilen“, bestätigt Renate Graziadei die gemeinsame Haltung und befragt in hochpräziser Bewegungskunst die Gestaltungsspielräume der Einzelnen: „Wenn wir in totaler Ordnung leben, kann sich nichts verändern, wenn wir im totalen Chaos leben, gibt es keinen Halt.“ Für CHAOTIC ORDER – A BLINK OF AN EYE balanciert sie mit den vier ivorischen Tänzer_innen auf jenem schmalen Grat, wo jeder Impuls, jede Entscheidung das Geschehen in die eine oder andere Richtung verschieben kann. Dabei trifft ihre choreografische Aufmerksamkeit für kleinste Momente auf die expressiven Tanz- und Körpersprachen des Ensembles – und die Wechselwirkungen werden zu vielfach lesbaren sinnlichen Ereignissen.

 

SANS TITRE / CHAOTIC ORDER – A BLINK OF AN EYE ist die Gegenüberstellung zweier kontrastreich profilierter choreografischer Handschriften. Nadia Beugré verhandelt konkrete Rebellionen mit großem Humor in performativen Bildern. Renate Graziadei destilliert aus gesellschaftlichen Beobachtungen fein fragmentierte kinästhetische Tableaus. Als „Choreonautin“ erstmals in Abidjan, verbindet ihr Stück Aspekte aus eigener Wahrnehmung mit Inspirationen aus dem Austausch mit den Gastgeber_innen.

 

Das Deutsche Tanzfilminstitut freut sich, diese Vorstellung filmisch zu dokumentieren.