Tanzlexikon

Seite 2 von 3123
903_Bildende-Kunst-Lexikon_01 Bildende Kunst und Tanz

Themen

903_Bildende-Kunst-Lexikon_01
Gerade in der Entwicklung des modernen Tanzes in Deutschland erwies sich die Kooperation von Bildenden Künstlern und Choreographen immer wieder als äußerst fruchtbar. So prägte zum Beispiel die Zusammenarbeit von Gret Palucca und Paul Klee sowie von Kurt Joos und Hein Heckroth das Erscheinungsbild des Ausdruckstanzes.

 

Heckroth, von Beruf Bühnenausstatter, verlieh zahlreichen Stücken von Jooss das zeitgemäße expressionistische Aussehen aus einer malerischen Sicht. Oskar Schlemmer entwickelte am Bauhaus seine Choreographien abstrakter Formen aus der Perspektive des Malers. Mary Wigman ließ sich u.a. von Emil Nolde inspirieren. Auch in der späteren Bewegung des Tanztheaters suchten Choreographen die Auseinandersetzung mit Bildenden Künstlern, so etwa Gerhard Bohner mit Robert Schad, Johann Kresnik zu Gottfried Helnwein oder Susanne Linke zu VA Wölfl.

 

Gerade in den jüngeren Entwicklungen, die sich in Richtung Performance Art bewegen, kommt der Inszenierung der Räume eine immer größere eigenständige Bedeutung zu. So steht etwa die Gruppe Neuer Tanz mit VA Wölfl unter der Leitung eines Bildenden Künstlers. Aber auch in zahlreichen Stücken von William Forsythe erlangt die Gestaltung des Bühnenraumes eine skulpturale Bedeutung.

 

 

(Norbert Servos)

900_Tanztheater-Lexikon_B6086_01 Deutsches Tanztheater

Themen

900_Tanztheater-Lexikon_B6086_01
Ab etwa Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts begannen Choreographen in Deutschland, nach neuen Ausdrucksmitteln zu suchen. Es war vor allem die Aufbruchsstimmung der Studentenbewegung mit ihrer kritischen Befragung von Politik und Gesellschaft, die auch die Choreographen inspirierte, in ihrer Kunstform neue Wege zu erproben.

 

1968 übernahm Johann Kresnik die Leitung des Balletts in Bremen und provozierte mit seinen gesellschaftskritischen Politrevuen. 1973 übernahm Pina Bausch die Leitung des Tanztheaters Wuppertal und sorgte mit ihren poetischen Grenzüberschreitungen zwischen Tanz und Schauspiel für große Aufmerksamkeit. 1978 ging Reinhild Hoffmann nach Bremen und etablierte ihre Version eines mehr tanzorientierten, bildkräftigen Tanztheaters. Mit dem Folkwang Tanzstudioentwickelte Susanne Linke ihre ersten, in ihrer Reduktion beeindruckenden Arbeiten.

 

Die neue Form, die Poesie mit gesellschaftlichem Bewusstsein verband, verzeichnete ab Ende der siebziger Jahre zunehmende Erfolge und hat inzwischen Weltgeltung erreicht. Das Tanztheater hat weltweit eine Emanzipation des Tanzes initiiert und zahlreiche Choreographen zu eigenen Entwicklungen angeregt.

 

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Personen:

Bausch, Pina

Bohner, Gerhard

Dietrich, Urs

Goldin, Daniel 

Hoffmann, Reinhild 

Horn, Henrietta 

Kresnik, Johann

Linke, Susanne

Pauls, Irina

Schlömer, Joachim


Institutionen:

Bremer Tanztheater

Folkwang Tanzstudio, Essen


Bühnenwerke / Videoclips:

Bilder einer Ausstellung | G. Bohner, 1981

Blauzeit | H. Horn, 2006

Callas | R. Hoffmann, 1983

Die Dinge in meiner Hand | G. Bohner, 1979

Familiendialog | J. Kresnik, 1979

Föhn | R. Hoffmann, 1985

Freigang | H. Horn, 2007

Im Bade wannen | S. Linke, 1980

Persona | U. Dietrich, 2003

Solo mit Sofa | R. Hoffmann, 1977

Ulrike Meinhof | J. Kresnik, 1990

Wendewut | J. Kresnik, 1993

Chor. Avantgarde | U. Dietrich

Chor. Avantgarde | D. Goldin

Chor. Avantgarde | H. Horn

Chor. Avantgarde | J. Schlömer

897_Tanz-und-neue-Medien-Lexikon_01 Tanz und Medien

Themen

897_Tanz-und-neue-Medien-Lexikon_01
Von jeher wird die Tanzentwicklung in Deutschland sowohl von der regionalen als auch von der überregionalen Presse kritisch begleitet. Besondere Bedeutung erlangten dabei Kritiker wie Eva-Elisabeth Fischer (Süddeutsche Zeitung), Horst Kögler (Stuttgarter Zeitung), Rolf Michaelis (Die Zeit), Hartmut Regitz (u.a. Stuttgarter Nachrichten), Jochen Schmidt (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Norbert Servos (u.a. Ballett International).

 

Gerade der internationale Erfolg des Tanztheaters stimulierte in den achtziger Jahren die Tanzpublizistik in Deutschland und sorgte für zahlreiche Neuerscheinungen auch auf dem Buchmarkt, von denen viele im Florian Noetzel Verlag in Wilhelmshaven erschienen. In letzter Zeit profiliert sich vor allem der Klaus Kieser Verlag in München mit seinen sorgfältig edierten Tanzbüchern. Eine Zeitlang begleitete das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) die Tanzentwicklung in seiner Reihe „Das Internationale Tanztheater“. Inzwischen informiert das „Tele-Tanzjournal“ über die Entwicklung. Eine besondere Bedeutung erlangte die Tanzfilmreihe des europäischen Kulturkanals Arte, mit dem zahlreiche deutsche Fernsehsender kooperieren.

 

Zu den wichtigen Tanzmagazinen zählen „Tanz Journal“ aus München unter redaktioneller Leitung von Katja Schneider, einer Fusion aus „Tanzdrama“ und „Ballett-Journal“, sowie „Ballettanz“ aus Berlin unter redaktioneller Leitung von Hartmut Regitz und Arnd Wesemann, einer Fusion aus „Ballett International“ und „Tanz aktuell“. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme hat jedoch ein großer Teil der Tageszeitungen die Tanzberichterstattung in den letzten Jahren erheblich reduziert.

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Personen:

Forsythe, William

Logo: Akademie der Künste Akademie der Künste, Berlin

Institutionen

Logo: Akademie der Künste, Berlin


Die Akademie der Künste | Pariser Platz | Foto © Mayer

Die Akademie der Künste ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern, Veranstaltungsort und Archiv zugleich. Renommierte Choreographen sind Mitglieder der Akademie der Künste und in loser Folge mit Aufführungen, Lectures oder in Gesprächen zu Gast.
Die Reihe „Politische Körper“ stellte von 2008 bis 2010 Choreographen vor, die in gesellschaftlichen Umbruchsituationen einen neue Tanzsprache geschaffen haben, darunter Pina Bausch, Gerhard Bohner, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Alain Platel und Arila Siegert.
Die Akademie ist auch Forum für die kulturpolitische Diskussion der Produktionsbedingungen des Tanzes. Die Archive der Akademie bieten Quellen und Zeugnisse zum Tanz im 20. Jahrhundert, die auf der Plattform „Digitaler Atlas Tanz“ online sichtbar gemacht werden.
Zum Spektrum Tanz zählt auch die „Valeska-Gert-Gastprofessur“, eine Kooperation mit der Freien Universität Berlin und dem DAAD, in deren Rahmen Choreographen mit Studierenden der Tanzwissenschaft praktisch arbeiten.

 

(Text: Pressestelle Akademie der Künste)

Tanzlexikon Links


Personen:

Bohner, Gerhard

 

Weiterführende Links

Akademie der Künste

 

 

Logo: Theater Bremen Theater Bremen

Institutionen

Logo: Theater Bremen

Logo: Theater Bremen


Theater am Goetheplatz Bremen | Foto © Jörg Landsberg

Die Bedeutung Bremens als eine wichtige Adresse für die Entwicklung des Deutschen Tanztheaters begann 1968 mit dem Engagement von Johann Kresnik an das Theater Bremen. Über zehn Jahre verfolgte er hier die Herausbildung seines politisch engagierten Choreographischen Theaters, das mit Titeln wie „Pigasus“ oder „Schwanensee AG“ auf eine radikale Gesellschaftskritik aus war. Weitere Stationen von KresniksWirken sind Heidelberg, Berlin und Bonn.

1978 folgte ihm Reinhild Hoffmann in der Künstlerischen Leitung (in den ersten Jahren zusammen mit Gerhard Bohner), die hier mit „Fünf Tage, fünf Nächte“, „Hochzeit“, „Unkrautgarten“, „Könige und Königinnen“, „Callas“ und „Föhn“ einige ihrer besten Arbeiten herausbrachte. HoffmannsStücke zeichnen sich durch eine große Bildkraft und stärkere tänzerische Orientierung aus.

Nach Hoffmanns Wechsel an das Schauspielhaus Bochum 1989, kehrte Kresniknoch einmal für fünf Jahre nach Bremen zurück. 1994 übernahmen Susanne Linke (bis 1997) und Urs Dietrich gemeinsam die Leitung des Ensembles und etablierten ihren auf Reduktion und präziser Komposition basierenden Stil.

Seit Beginn der Spielzeit 2012/2013 steht Michael Börgerding als Intendant an der Spitze des Hauses.

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Personen:
Dietrich, Urs
Hoffmann, Reinhild
Kresnik, Johann
Linke, Susanne


Themen:
Deutsches Tanztheater


Bühnenwerke / Videoclips:
Bilder einer Ausstellung

| G. Bohner, 1981
Callas | R. Hoffmann, 1983
Die Dinge in meiner Hand

| G. Bohner, 1979
Familiendialog | J. Kresnik, 1979
Föhn | R. Hoffmann, 1985
Persona | U. Dietrich, 2003
Ulrike Meinhof | J. Kresnik, 1990
Wendewut | J. Kresnik, 1993
Chor. Avantgarde: Urs Dietrich

 

Weiterführende Links
Theater Bremen

Logo: Deutsches Tanzarchiv Köln Deutsches Tanzarchiv Köln

Institutionen

Logo: Deutsches Tanzarchiv Köln


Deutsches Tanzarchiv Köln | Foto © Janet Sinica

   

Die Tradition des D. T. geht bis in das Jahr 1873 zurück, als in Berlin erstmals eine eigenständige Tanzbibliothek an der Akademie für Tanzlehrkunst eingerichtet wurde.

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Bestände, inzwischen durch zahlreiche Privatsammlungen von Tänzern und Choreographen ergänzt, unter Leitung von Fritz Böhme an die Deutschen Meisterstätten für Tanz angegliedert.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg begann der Tänzer und Pädagoge Kurt Peters den Aufbau eines neuen Tanzarchivs, das 1985 von der SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln erworben und gemeinsam mit der Stadt Köln als Informations- und Forschungszentrum für Tanz im Mediapark einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Neben der Bewahrung von Zeugnissen der Tanzkunst widmet sich das D. T. unter Leitung von Frank-Manuel Peter verstärkt der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation dieser Dokumente in Ausstellungen und Publikationen und genießt internationale Reputation.

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Themen:

Ausdruckstanz


Bühnenwerke / Videoclips:

Das Deutsche Tanzarchiv Köln eröffnet im Mediapark, 1997

 

Weiterführende Links

Deutsches Tanzarchiv Köln

Logo: Folkwang Universität der Künste Folkwang Tanzstudio, Essen

Institutionen

Logo: Folkwang Universität der Künste


Folkwang Universität der Künste, Essen | Foto: Wikipedia

Das offiziell als Meisterklasse der Essener Folkwang Hochschule fungierende Ensemble wurde 1928 von Kurt Jooss gegründet und ein Jahr später unter dem Namen Folkwang Tanzbühne dem Essener Opernhaus angegliedert.

Von 1929 bis zu Jooss’ Emigration 1933 zeigte die Kompanie vorwiegend Jooss-Produktionen, darunter so bedeutende Stücke wie „Pavane auf den Tod einer Infantin“, „Der grüne Tisch“ und „Großstadt“. 1949, nach seiner Rückkehr nach Essen, leitete Jooss erneut das nun Folkwang Tanztheater genannte Ensemble bis zu dessen Auflösung 1953. 1963/64 gelang eine Wiederbelebung unter dem Namen Folkwang Tanzstudio.

1968, nach Jooss’ Pensionierung, übernahm dessen ehemaliger Solist Hans Züllig die Leitung der Kompanie, die fortan zum wichtigen Sprungbrett für die junge Generation der Tanztheater-Choreographen werden sollte.

Zu den Leitern des Tanzstudios, die hier ihre ersten Arbeiten präsentierten, gehörten u.a. Pina Bausch, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke und inzwischen Henrietta Horn. Von seinen Anfängen bis heute kommt dem Tanzstudio eine entscheidende ästhetisch stilbildende Bedeutung zu.

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Personen:

Bausch, Pina

Dietrich, Urs

Goldin, Daniel 

Hoffmann, Reinhild 

Horn, Henrietta 

Linke, Susanne

Schlömer, Joachim


Themen: 

Deutsches Tanztheater


Bühnenwerke / Videoclips: 

Blauzeit | H. Horn, 2006

Freigang | H. Horn, 2007

Im Bade wannen | S. Linke, 1980

Solo mit Sofa | R. Hoffmann, 1977

Chor. Avantgarde | H. Horn

 

Weiterführende Links

Folkwang Universität der Künste

Logo: Goethe Institut Goethe Institut, München

Institutionen

Logo: Goethe Institut


Goethe Institut, München | Foto: Wikipedia

Bei der Verbreitung und Förderung des modernen Tanzes nach dem Zweiten Weltkrieg kommt der Zentrale des Goethe Instituts in München entscheidende Bedeutung zu. Mit der Unterstützung des G.I. konnten bedeutende Erneuerer des Tanzes wie u.a. Pina BauschReinhild HoffmannJohann Kresnik und Susanne Linke ihre Stücke im Ausland bekannt machen.

Die internationalen Erfolgte stärkten jedoch auch die anfänglich noch umstrittene Arbeit der Tanztheater Pioniere im eigenen Land und ermöglichte ihnen überhaupt, sie fortzusetzen. Flankierend zu den ausgedehnten Gastspielreisen veranstalten die Goethe Institute in aller Welt Vorträge, Lecture Demonstrations, Workshops, Filmvorführungen, Ausstellungen und Zusammenarbeiten zwischen ausländischen und deutschen Tänzern und Choreographen.

Auch jüngere Vertreter des Tanzes wie Rui Horta und Sasha Waltz verdanken ihre Karrieren der Unterstützung des G.I. Insgesamt hätte der moderne Tanz aus Deutschland in all seinen Spielarten ohne die kontinuierliche und langfristige Unterstützung des G.I. kaum die Weltgeltung erreicht, die er in den vergangenen Jahrzehnten gewonnen hat.

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Personen:

Pina Bausch

Reinhild Hoffmann

Johann Kresnik

Susanne Linke


Themen:

Tanztheater

 

Weiterführende Links

Goethe Institut

 

Logo: Internationale Tanzmesse NRW Internationale Tanzmesse NRW 2008, Düsseldorf

Institutionen

Logo: Internationale Tanzmesse NRW


Internationale Tanzmesse NRW | Foto © Ursula Kaufmann

Die 1994 von Anne Neumann-Schultheis gegründete I. T. ist ein Treffen professioneller Tanzschaffender und Tanzpromoter aus der ganzen Welt, das in einem zweijährigen Rhythmus stattfindet.

Nach ihren Anfangsjahren in Essen zog die I.T. im Jahr 2002 nach Düsseldorf um. Sie bietet, jeweils im Herbst, an vier Tagen Messestände mit Informationen um das aktuelle weltweite Tanzgeschehen, ein internationales, künstlerisches Showcaseprogramm mit zuletzt 37 Kompanien und Solisten aus 17 Ländern sowie ein international besetztes Diskussions- und Vortragsprogramm. Sie versteht sich als Schaufenster des zeitgenössischen Tanzgeschehens und als Plattform, auf der sich Künstler, Tanzorganisatoren, -manager, -wissenschaftler und -veranstalter treffen, um neueste Informationen über den Tanz weltweit auszutauschen und zu diskutieren. Ebenso bietet die I. T. einen Markt für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um den Tanz.

Sie ist ein Projekt der Gesellschaft für Zeitgenössischen Tanz (GZT NRW) und des NRW Landesbüro Tanz mit Unterstützung der öffentlichen Hand.

 

(Norbert Servos)

Weiterführende Links

Internationale Tanzmesse NRW

Logo: Palucca Hochschule Palucca Hochschule für Tanz, Dresden

Institutionen

Logo: Palucca Hochschule


Palucca Hochschule | Campus Altbaugebäude

 

Palucca Hochschule | Campus Neubau | Foto © Bettina Stöß

Die Mary Wigman-Schülerin Gret Palucca zählt zu den herausragenden Protagonisten des Ausdruckstanzes, die von den zwanziger bis in die fünfziger Jahre hinein ausgedehnte Tourneen unternahm. Mit ihrer humorvollen, heiteren Art bildetete sie den Gegenpol zur eher dramatischen Wigman. Typische Titel ihrer frühen Tänze waren: „In weitem Schwung“, „Verklingend“, Plötzlicher Ausbruch“, „Fern“, Stilles Lied“, „Treibender Rhythmus“, „Fernes Schwingen“. Ihrem Temperament folgend verkörperte sie die unbeschwerte Seite des Neuen Künstlerischen Tanzes.

1925 eröffnete sie in Dresden ihre eigene Schule, die 1939 aus politischen Gründen geschlossen wurde. Doch bereits 1945 nahm sie den Unterricht wieder auf und baute den internationalen Ruf ihrer Schule immer weiter aus. Sie wurde zu einer bedeutenden Stätte der Weitergabe des ausdruckstänzerischen Erbes.

Heute ist sie die einzige eigenständige Tanzhochschule Deutschlands, an der neben dem Stil Paluccas alle anderen Formen des Bühnentanzes unterrichtet werden. Aus der P. gingen Choreographen wie Dietmar Seyffert, Birgit Scherzer, Arila Siegert und Stephan Thoss hervor.

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Themen:

Ausdruckstanz

 

Weiterführende Links

Palucca Hochschule für Tanz

Logo: Tanzarchiv Leipzig Tanzarchiv Leipzig

Institutionen

Logo: Tanzarchiv Leipzig


Deutsche Nationalbibliothek Leipzig | Foto: Wikipedia

Gegründet würde das heute unter Leitung von Inge Baxmann stehende T. L. 1957 von Kurt Petermann, der dieses bis zu seinem Tod 1984 leitete. Die ursprüngliche Konzeption, eine Sammlung traditionell überlieferter Folklore im deutschsprachigen Raum aufzubauen, erweiterte der Gründer während der Erarbeitung seiner umfangreichen Tanzbibliographie auf alle Bereiche des Tanzes.

1975 wurde das T. L. als Außenstelle der Akademie der Künste DDR zugeordnet; seit 1993 besteht es als gemeinnütziger Verein und widmet sich vor allem der tanzwissenschaftlichen Auseinandersetzung. Tanzgeschichte soll lebendig gehalten und in immer neuen zeitgenössischen Kontexten verhandelt werden. Das T. L. pflegt eine eigene Veranstaltungsreihe zu tanzwissenschaftlichen Schwerpunktthemen (jeden Mittwoch), gibt eine eigene Publikationsreihe, die „Documenta Choreologica“, heraus und veranstaltet Konferenzen und Ausstellungen.

Die Sammlung verfügt u.a. über 10.000 Publikationen, darunter 80 Periodika, sowie über 5.000 Bild- und Tonträger. Die Präsenzbibliothek steht ganzjährig allen Interessierten offen.

 

(Norbert Servos)

Tanzlexikon Links


Themen:

Ausdruckstanz

 

Weiterführende Links

Tanzarchiv Leipzig

Bilder einer Ausstellung Bilder einer Austellung | Gerhard Bohner | 1981

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1981

Choreographie: Gerhard Bohner | Cliplänge: 1’12 min

 

„Bilder einer Ausstellung“ von Gerhard Bohner präsentiert eine Collage von verschiedenen musikalischen Fassungen und Versionen zu Modest Mussorgyskys „Bilder eine Ausstellung“. „Tänzer in Alltagskleidern statt in Ballettkostümen, in Straßenschuhen, Pantoffeln, Schwimmflossen oder barfuss anstelle von Schläppchen und Spitzenschuh, die deswegen nicht vollständig verbannt sind. Pappkartons, Teller, Regenschirme, Lebensgroße Stabpuppen oder Aktentaschen werden zu Mitspielern auf der Bühne. Die Räume – Lebensräume für Geschichten, Schicksale, Figuren und Alltagsbegebenheiten. In „Bilder einer Ausstellung“ wird der Raum je nach Gebrauch zum Museumssaal oder zum Ballettsaal – dient zugleich als Spiegel für den psychischen Innenraum einer von Alpträumen verfolgten Figur.“ (aus dem Buch: TanzTheaterGeschichte von Susanne Schlicher)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Bohner, Gerhard

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

 

867_Blauzeit-Horn_B13725_04 Blauzeit | Henrietta Horn | 2006

Bühnenwerke Video-Clips Folkwang Tanzstudio Essen D 2006

Choreographie: Henrietta Horn | Cliplänge 1’40 min

 

Zeit, Bewegungen, Geräusche – im Mittelpunkt von „Blauzeit” steht die Frage – Wie lang sind fünf Minuten? – Wie lange empfinden wir eigentlich 5 Minuten? Aus diesen Fragen ergibt sich der Kontrast zwischen langsam und schnell: Bewegungen und Situationen zwischen zeitlupenhaft, zerdehnt, bedächtig, schnell, abrupt oder jäh. Dazu eine geheimnisvolle, kühle Atmosphäre gepaart mit Strenge, Direktheit und Gleichzeitigkeit. Kalte Farben: blau, grau, beige – Fensterkletterkäfer die von einer hohen Glaswand krabbeln – viele Fragezeichen verbergen sich auf der Bühne. Bilder und Situationen wechseln unvermittelt, als Kontrast die Klänge von David Lang, die das Stück beruhigen. (Pressestelle Folkwang Tanzstudio)

 

Tanzlexikon Links

 Personen

Horn, Henrietta

Institutionen

Folkwang Tanzstudio

Themen

Deutsches Tanztheater

 

Callas Callas | Reinhild Hoffmann | 1983

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1983

Choreographie: Reinhild Hoffmann | Cliplänge: 0’43 min

 

Die Tänzerin betritt für ihre Arie eine weiße Papierbahn. Reihenweise sinken die Männer vor dieser Operndiva zu Boden. Sie schreitet über sie hinweg – ganz großer Auftritt, wären da nicht ihre weißen Schuhe, die vorher blutrot eingefärbt wurden und die sie nur widerwillig anzog, und gäbe es nicht die zweite Tänzerin in kurzem Kleidchen, die sich in ihren glamourösen Auftritt wieder und wieder störend einmischt. Ist sie ein widerspenstiges Alter ego? Abgespaltener Teil ihrer Persönlichkeit? In acht Bildern von hoher theatralischer Intensität lässt Reinhild Hoffmann in ihrem 1983 uraufgeführten Tanzstück “Callas” den Kult um den Opernstar und dessen Abgründe Revue passieren. Die Tänzerinnen und Tänzer, bisweilen von Puppen, Pappfiguren und Gipsbüsten ersetzt, zeigen zu den von Maria Callas gesungenen Arien Glanz und Elend des Opernbetriebs, wobei weder die von Männern dressierten Frauen fehlen noch das Paar, das zu spät kommt, seine Plätze suchen muss und sich durch die Sitzreihen schiebt. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Hoffmann, Reinhild

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

 

Die Dinge in meiner Hand Die Dinge in meiner Hand | Gerhard Bohner | 1979

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1979

Choreographie: Bohner, Gerhard | Cliplänge: 1’14 min

 

Für mich war das aufregende an Bremen der Neuanfang mit einer neuen Tänzergeneration. Mit so jungen Tänzern hatte ich zuvor nie gearbeitet. Die Dinge waren Requisiten, die für mich durch die Beschäftigung mit dem Bauhaus und mit Schlemmer so wichtig geworden waren. Es war nicht abzuschätzen, wie uferlos das werden würde. Es war wahnsinnig viel Material da, das nach dem Tanztheaterprinzip collageartig zusammengesetzt wurde. Von jeder Szene hatte ich das Gefühl gehabt, dass sie unheimlich wichtig ist, und darüber ist natürlich die Uhrzeit vergangen. Der Inhalt war, wenn man es hochtrabend sagen will, eine Verdinglichung, den Bezug zu den Dingen nicht zu verlieren, was in unserem Jahrhundert ja zu einem Problem geworden ist.“

 

Tanzlexikon Links

Personen

Bohner, Gerhard

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

 

Familiendialog Familiendialog | Johann Kresnik | 1979

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1979

Choreographie: Johann Kresnik | Cliplänge: 0’51 min

 

Deutschland, in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre: Der Vater malträtiert seine Frau und die Kinder, der Großvater zitiert die Bild-Zeitung und zersägt mit Vorliebe Babypuppen, die Großmutter leidet unter Putzzwang und erzählt von der Flucht vor den Russen in den Westen. Der Sohn, geboren 1950, muss auch noch mitansehen, wie buchstäblich aus dem ausgehobenen Massengrab neue Wirtschaftswunderland-Häuser entstehen. Mit einem Presslufthammer, dem lautstarken Symbol für Aufbau, aber auch Zerstörung, setzt er seinem jungen Leben ein Ende. Sein Begräbnis beendet diesen „Familiendialog“ als Familienfoto, als Standbild von der Silberhochzeit der Eltern begann er. Presslufthämmer donnern in Musik von Gustav Mahler, Märsche und zeitgenössische Schlager ertönen. Johann Kresnikinszenierte 1980 diese Familiengefängnis-Geschichte, die vom Ersten Weltkrieg über die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bis hin zum sich saturierenden Nachkriegsdeutschland reicht, als grelles, lautes, politisch Partei nehmendes Tanztheater. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen 

Kresnik, Johann

Institutionen 

Bremer Tanztheater

Themen 

Deutsches Tanztheater

 

854_Föhn_18 Föhn | Reinhild Hoffmann | 1985

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1985

Choreographie: Reinhild Hoffmann | Cliplänge: 1’26 min

 

Der Ballsaal als gesellschaftlicher Mikrokosmos, die Tanzfläche ein Parkett für abgründige Spiele zwischen den Geschlechtern. Reinhild Hoffmann nimmt es sportlich, in ihrer Inszenierung „Föhn“, entwickelt und uraufgeführt 1985 mit dem Bremer Tanztheater, kommen Boxhandschuhe und Fechtmasken zum Einsatz – zu bauschig bunten Kleidern der Frauen und schwarzen Anzügen der Herren. Ein Tango leitet das Tanzvergnügen ein. Doch schon bald hält man sich nicht mehr an die festgeschriebenen Codes des Gesellschaftstanzes. HoffmannsTanztheater provoziert mit erotischer Sinnlichkeit voller Phantasie und absurdem Humor. Anfangs ist es die Frau, die sich von einer Horde Männer mit Nylonstrümpfen fesseln lassen muss. Doch gibt sich das weibliche Geschlecht hier nicht minder herausfordernd und angriffslustig. Ein theatrales Tanzspektakel voller Störfälle und Verletzungen und poetischer Bildkraft. (Irmela Kästner)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Hoffmann, Reinhild

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

848_Im-Bade-wannen_10 Im Bade wannen | Susanne Linke | 1980

Bühnenwerke Video-Clips Folkwang Tanzstudio Essen D 1980

Choreographie: Susanne Linke | Cliplänge: 0’54 min

 

Mit „Im Bade wannen“ begann 1980 der internationale Durchbruch für Susanne Linke als Solotänzerin – zunächst einmal auf der Toilette, von der sich die Tänzerin im fließenden hellen Kleid erhebt und zu einer Emaillewanne geht. Zu Musik von Erik Satie steigert sie sich vom anfänglich beiläufigen Bohnern und schnellen Um-die-Wanne-Hasten über ein furioses, beinahe ekstatisches Putzen zum engen, innigen Duett mit der Wanne, die sie auf dem Rand balancierend kippelt und dreht. Immer wieder legt sie Pausen ein, distanziert sich kurz wie ernüchtert, kehrt dann aber wieder zum Gegenstand ihrer hausfraulichen Pflichten und libidinöser Gefühle zurück. Irgendwann sitzt die Tänzerin in der Wanne, um von innen den Boden drumherum zu wischen, sie turnt hinaus und hinein, steigert sich immer weiter, bis sie im absoluten Höhepunkt die Wanne auf die Seite kippt. Sie kriecht darunter, kommt wieder hervor und bleibt zum Schluss neben der Wanne liegen. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Linke, Susanne

Institutionen

Folkwang Tanzstudio

Themen

Deutsches Tanztheater

 

845_Persona_04 Persona | Urs Dietrich | 2003

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 2003

Choreographie: Urs Dietrich | Cliplänge: 1’31 min

 

In rasend schneller Abfolge entwirft “persona”, das Urs Dietrich 2003 choreographierte, einen Bilderbogen menschlicher Selbstentwürfe, Verhaltensweisen und Versuche der Kontaktaufnahme. Die sind bisweilen äußerst skurril, wenn ein Tänzer etwa, der Krawatten wie Hasenohren vom Kopf hängen hat, Vogellaute ausstößt, oder drei Männer eine federleichte Tänzerin tragen und ihr unisono ihr “I love you” zuhauchen. Sie präsentieren sich sexy und hemmungslos, verträumt und introvertiert, dramatisch und kühl, sind albern und heiter. Ein Mix aus Lounge-Songs, World Music und elektronischen Klängen begleitet sie. Zum Schluss hin steigern sich Tempo und Intensität: Durch den Mittelschlitz der weißen Rückwand treten die Tänzer einzeln auf, rennen bis in die Mitte der Bühne und tanzen dort ihre weiter verdichteten individualisierenden Bewegungen in einem Lichtspot am Platz, bis sie von einem Kollegen abgelöst werden. So entsteht eine Vielfalt im raschen Wechsel, in der die Variationsbreite menschlichen Seins aufscheint. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Dietrich, Urs

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

 

843_Solo-mit-Sofa_14 Solo mit Sofa | Reinhild Hoffmann | 1977

Bühnenwerke Video-Clips Folkwang Tanzstudio Essen D 1977

Choreographie: Reinhild Hoffmann | Cliplänge: 0’54 min

 

Eine Frau auf der Seitenlehne eines Sofas: Die meterlange Schleppe ihres hellen Abendkleids geht über in den Überzug des Möbels. Ihren Bewegungsradius bestimmen Stoff und Sofa, beiden kann sich die Tänzerin nicht entziehen, sosehr sie sich auch bemüht. Das „Solo mit Sofa“, das Reinhild Hoffmann1977 für sich choreographierte, wurde zu einem überraschenden Erfolg, der einerseits zurückverwies auf die Tradition des deutschen Ausdruckstanzes, andererseits von der amerikanischen Performancekunst beeinflusst war. Entstanden zu Musik von John Cage, hebt das Solo die eindeutige Grenze zwischen Subjekt und Objekt auf. Es spielt mit den Konturen des Sofas, wenn die Performerin – eingewickelt wie eine überdimensionierte Stoffrolle – vor dem Möbel liegt. Und es thematisiert zugleich die Befindlichkeiten einer Gebundenen, die mit Kalkül oder in heftiger Wut versucht, ihre Stoff-Fesseln loszuwerden. Nach etwa 15 Minuten nimmt die Tänzerin den Stoff auf, legt ihn zusammen und geht auf das Sofa zu. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Hoffmann, Reinhild

Institutionen

Folkwang Tanzstudio

Themen

Deutsches Tanztheater

 

Ulrike Meinhof Ulrike Meinhof | Johann Kresnik | 1990

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1990

Choreographie: Johann Kresnik | Cliplänge: 0’55 min

 

Das Stück beginnt in der Gegenwart, 1990, dem Jahr der Uraufführung von Johann Kresnikschoreographischem Theater „Ulrike Meinhof“. Die Protagonistin, eine ältere Frau im distinguierten Trench, geht durch den Abfall von Fast-food-Geschirr. Bald wird ihr gewaltsam ein Hamburger in den Mund gestopft, wird sie genötigt, an Faschingspolonaisen teilzunehmen. Angekommen im wiedervereinigten Deutschland. Auf drei Tänzerinnen verteilt Johann Kresnikdie Rolle der 1976 im Gefängnis Stuttgart-Stammheim gestorbenen Terroristin Ulrike Meinhof: Die des Jahres 1990 blickt am Ende des ersten Bilds auf die in der Zelle. Nach diesem Schwenk laufen die Lebensstationen der dritten Ulrike Meinhof ab, die zunächst als tippende und agitierende Journalistin ins Blickfeld kommt. Klaus Rainer Röhl, Andreas Baader, Gudrun Ensslin treten auf und mit Meinhof in Beziehung. Im letzten Bild, »Tod und Verklärung« genannt, schneidet sich Ulrike Meinhof mit einem Messer die Zunge ab. So mundtot gemacht, wird sie zwischen zwei Glasplatten gepresst. (Klaus Kieser)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Kresnik, Johann

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

837_Wendewut_32 Wendewut | Johann Kresnik | 1993

Bühnenwerke Video-Clips Bremer Tanztheater Bremen D 1993

Choreographie: Johann Kresnik | Cliplänge: 0’44 min 

 

„Wendewut“, in Anlehnung an die gleichnamige Erzählung von Günter Gaus, rechnet in krassen Bildern mit Stasi und Staatsauflösung und mit der vermeintlichen Nächstenliebe zu den Brüdern und Schwestern im jeweils anderen Teils Deutschland ab. Von Grenzbeamten der DDR wird das Publikum über den roten Teppich zu den Sitzplätzen geführt. Auf den Wachtürmen zeigen Monitore das Testbild des DDR-Fernsehens. Menschen in grauen Anzügen sammeln Kartoffeln, schütten sie wieder aus. Der Arbeiter- und Bauernstaat schafft sich seine Beschäftigung. Bis eine Chips fressende Meute in Dirndl und Trachtenanzug an die trennende Wand klopft. – Doch dann geht der Wahnsinn erst richtig los. (Irmela Kästner)

 

Tanzlexikon Links

Personen

Kresnik, Johann

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

952_CHor-Avantg-Dietrich_06 Choreografische Avantgarde: Urs Dietrich | 2005

Choreografische Avantgarde Video-Clips Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Bremen D 2005

Urs Dietrich ist künstlerischer Leiter des Bremer Tanztheaters. Sein Weg führte ihn vom Designer zum zeitgenössischen Choreografen und zum Filmemacher, der letztlich dahin zielt, in einer steten Vertiefung von Körperbewustsein und Ausdruck, ein ewig gültiges Werk zu schaffen. Die Filmserie “Choreographische Avantgarde” entstand im Kontext eines audiovisuellen Tanzlexikons für die National Library Singapur. Das Projekt „Dance on Demand“ zeigt unter anderem sieben wichtige junge Tanzkünstler im Selbstporträt. Filmemacher und Choreographen bestimmen gemeinsam am Schneidetisch die Stückausschnitte und Interviewparts. Der grafische Background des Films unterstützt den Charakter des Tanzwerkes. Als Material wählte Dietrich rostiges Metall. 

 

Tanzlexikon Links

Personen

Dietrich, Urs

Institutionen

Bremer Tanztheater

Themen

Deutsches Tanztheater

Realisation: Ulrich Scholz

Kamera: Heide-Marie Härtel, Hartmut Sebel

Prod.: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, 2005

Originallänge: 40 min Cliplänge: 1’30 min

949_Chor-Avantg_Goldin_14 Choreografische Avantgarde: Daniel Goldin | 2005

Choreografische Avantgarde Video-Clips Deutsches Tanzfilminstitut Bremen Münster D 2005

Der deutsche Ausdruckstanz wies dem gebürtigen Argentinier Daniel Goldin den Weg nach Deutschland. Die Malerei ist ihm eine wichtige Inspiration für sein poetisches emotionales Tanztheater. Der Tänzer, Choreograf und Leiter des Tanztheaters Münster studierte am Folkwang Tanzstudio Die Filmserie “Choreographische Avantgarde” entstand im Kontext eines audiovisuellen Tanzlexikons für die National Library Singapur. Das Projekt „Dance on Demand“ zeigt unter anderem sieben wichtige junge Tanzkünstler im Selbstporträt. Filmemacher und Choreographen bestimmen gemeinsam am Schneidetisch die Stückausschnitte und Interviewparts. Der grafische Background des Films unterstützt den Charakter des Tanzwerkes.  Daniel Goldinwählte Wolken.

 

Tanzlexikon Links

Personen

Goldin, Daniel

Themen

Deutsches Tanztheater

Realisation: Ulrich Scholz

Kamera: Heide-Marie Härtel, Hartmut Sebel

Prod.: Deutsches Tanzfilminstitut Bremen 

Originallänge: 31 min Cliplänge: 1’30 min